Künstliche Korallenriffe können echte nachahmen

Neue Forschungen an vom Klimawandel geschädigten Meeresbewohnern

Die Durchschnittstemperatur der Erde lag im September 2023 bei 1,75° C über ihrer vorindustriellen Grundlinie und durchbrach (wenn auch nur vorübergehend) die 1,5° C-Schwelle. Die anhaltende Erwärmung macht es den Korallenriffen des Ozeans schwer, zu überleben. Dasselbe gilt für die Gemeinden, die auf die Riffe für Lebensmittel angewiesen sind, um ihre Küstenlinie vor Stürmen zu schützen und für andere Einkommensquellen, wie den Tourismus. Die jüngsten Einschätzungen des Weltklimarats haben vorhergesagt, dass selbst wenn die globale Erwärmung in den optimistischsten Szenarien gehalten wird, bis zu zwei Drittel aller Korallenriffe in den nächsten Jahrzehnten verschlechtern könnten. weiterlesen…

Künstliche Intelligenz prophezeit Zukunft von Forschung in künstlicher Intelligenz

KI-Forschung wächst exponentiell

Forschenden ist es fast unmöglich geworden, in der überwältigenden Fülle wissenschaftlicher Veröffentlichungen auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz (KI) und des maschinellen Lernens (ML) den Überblick zu behalten und mit den Fortschritten Schritt zu halten. Wissenschaftler eines internationalen Teams unter der Leitung von Mario Krenn vom Max-Planck-Institut für die Physik des Lichts in Erlangen haben nun einen KI-Algorithmus entwickelt, der Forschern nicht nur hilft, sich systematisch zu orientieren, sondern ihnen zielführend voraussagt, wohin sich ihr eigenes Forschungsgebiet voraussichtlich entwickeln wird. Die Arbeit wurde in Nature Machine Intelligence veröffentlicht. weiterlesen…

Schnelles Eindämmen der Klimaerwärmung könnte Kippen des grönländischen Eisschilds verhindern

Simulationen mit zwei unabhängigen Eisschildmodellen

Der grönländische Eisschild ist wahrscheinlich widerstandsfähiger gegen die globale Erwärmung als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer am 18.10.2023  in Nature veröffentlichten Untersuchung. Ein internationales Forschungsteam der Arctic University of Norway (UiT) und dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) zeigt, dass selbst bei einem vorübergehenden Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur um 6,5 Grad bis 2100 und der damit einhergehenden Überschreitung kritischer Temperaturschwellen ein mögliches Kippen des Eisschildes verhindert werden könnte – und damit ein drastischer Anstieg des Meeresspiegels über Hunderttausende von Jahren. Dafür müssten die Treibhausgas-Emissionen nach dem kritischen Temperaturanstieg so schnell wie möglich reduziert werden, damit die Temperatur langfristig auf höchstens 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau stabilisiert werden kann. weiterlesen…

Können Austernriffe den steigenden Meeresspiegelanstieg aushalten?

Wattenmeer auf dem Klima-Prüfstand

Ein Forschungsverbund der Leibniz-Universität Hannover (LUH), der Technischen Universität Braunschweig und dem Forschungsinstitut Senckenberg am Meer hat laut einer Medienmitteilung vom Austernriffe und Muschelbänke im deutschen Wattenmeer untersucht. Ziel war es, herauszufinden, ob sich Ausbreitung und Wachstum der Austernriffe den Tideverhältnissen anpassen und sie sich infolgedessen an den derzeitigen Meeresspiegelanstieg adaptieren können. Austernriffe haben eine wichtige unterstützende Küstenschutzfunktion im Wattenmeer. Die Ergebnisse der Studie der LUH, der Technischen Universität Braunschweig und dem Forschungsinstitut Senckenberg am Meer sind am 09.10.2023 in einem Beitrag in Frontiers in Marine Science erschienen. weiterlesen…

Wie Kommunen einander bei der Energiewende stärken können

In Sachen Energieversorgung müssen sich Kommunen neu erfinden

Die Aufgaben sind enorm. Aber wo fängt man an? Die Herausforderungen jeder Gemeinde mögen spezifisch sein, bei der Erarbeitung von Konzepten sind sie nicht allein. Austausch und Vernetzung untereinander kann sie bei der Bewältigung der Energiewende vor Ort unterstützen. Wissenschaft und Praxis haben ein neues Format entwickelt, wie dies gelingen kann: Kommunale Lernwerksta?tten. In Sachsen-Anhalt haben das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der Technischen Universität Berlin und das Bündnis Energieavantgarde Anhalt das Format erprobt. (Titel: Kommunen in der Energiewende – © PaDiSo – Soziale Innovationen im Energiesystem) weiterlesen…

Der digitale Produktpass …

 – nur bürokratiearm eine Chance auf mehr Kreislaufwirtschaft

Nach Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat liegt der Anteil der recycelten Materialien am gesamten Rohstoffverbrauch in Deutschland bei circa 13 Prozent. Im Vergleich beispielsweise mit den Niederlanden (29 Prozent) besteht hier deutliches Aufholpotenzial. Wie die Deutsche Industrie- und Handelskammer am 12.10.2023 mitteilte, will die Bundesregierung nun die weitere Transformation hin zu einem ressourceneffizienten und zirkulären System voranbringen. Das soll den Rohstoffkonsum verringern und zum vermehrten Einsatz von Recycling führen. Eine zentrale Rolle bei den Überlegungen spielt dabei der digitale Produktpass (DPP). weiterlesen…

„Unsichtbarer“ Elektroschrott: Auch Möbel, Kleidung oder Smart-Home-Produkte können Elektrogeräte sein

Plan E-Kampagne informiert über korrekte Entsorgung – Sammelmenge und Recycling müssen steigen

Alle Produkte, die einen Stecker, eine Batterie oder ein Kabel haben, sind in der Regel Elektrogeräte und am Ende ihrer Lebensdauer separat zu entsorgen, damit sie umweltgerecht und hochwertig recycelt werden können. Und weil das nicht immer klar ist, weist das Motto des diesjährigen internationalen „E-Waste Day“ darauf hin. Separat entsorgt werden müssen also nicht nur klassische Geräte wie Fernseher, Mikrowelle oder Toaster, sondern auch auf den ersten Blick „unsichtbare“ Elektrogeräte wie Sessel, Sofas, Schränke oder Regale mit fest integrierter Beleuchtung oder Lautsprechern, LED-Schuhe, singende Grußkarten, sprechendes Spielzeug, aber auch E-Zigaretten, Rauchmelder, E-Scooter oder Elektrofahrräder. weiterlesen…

Neue Lösung revolutioniert CO2-Abscheidung

Durch Licht aktivierte Säure fördert Freisetzung von abgeschiedenem CO2

ForscherInnen am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des US-Energieministeriums haben eine Lösung für das größte Problem der CO2-Abscheidung aus den Rauchgasen von Kraftwerken oder aus der Luft gefunden: Die Abtrennung des CO2 aus der Waschflüssigkeit, die das Klimagas herausfiltert.
Mithilfe von Licht anstelle von Wärme haben die ORNL-Forschenden einen neuen Weg gefunden, Kohlendioxid aus einem Lösungsmittel freizusetzen, das bei der direkten Luftabscheidung (Direct Air Capture, DAC) verwendet wird, um dieses Treibhausgas einzufangen. weiterlesen…

Beschleunigung des Klimawandels und Strategie zur Reduzierung, Beseitigung und Reparatur

Breakthrough: Klimakrise, ihre Bekämpfung und Heilung

Die prognostizierten Klimakipppunkte treten schneller ein als prognostiziert; einige sind bereits unter den aktuellen 1,2° C-Erwärmung überschritten worden. Um maximalen Schutz für Mensch und Natur zu gewährleisten, ist es wichtig, zu sicheren Klimabedingungen zurückzukehren. Um eine Wiederherstellung des Klimas zu ermöglichen, ist ein „drei Hebel“-Ansatz „reduzieren, entfernen und reparieren“ erforderlich. Das schreibt das australische Breakthrough-Team in seiner jüngsten Briefing Note vom August 2023. (Grafik: „Warming Stripes“ – Klima-Strichcode – Durchschnittstemperaturen in Deutschland von 1881 bis 2017, von 6.6°C (Dunkelblau) bis 10.3°C (Dunkelrot) © © Climate Lab Book) weiterlesen…

Digital gestütztes Recycling von PV-Modulen

Fraunhofer entwickelte neues Verfahren

In Deutschland werden 2023 circa 10.000 Tonnen alter Photovoltaik-Module auf dem Recyclingmarkt landen. Ab 2030 werden es bereits mehr als 500.000 Tonnen pro Jahr sein. Um mit Solarenergie langfristig CO2-armen, ressourcenschonenden Strom bereitstellen zu können, braucht es auf absehbare Zeit eine Kreislaufwirtschaft. Das Start-Up Solar Materials gehört zu den ersten, die sich dem Recycling von PV-Modulen widmen. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Centers für Silizium-Photovoltaik CSP in Halle (Saale) haben – so eine Medienmitteilung vom – das junge Unternehmen nun dabei unterstützt, seinen Aufbereitungsprozess mithilfe automatisierter Datenerfassung effizienter zu gestalten. weiterlesen…