über den Umgang mit sozialen Medien in der Krisenbewältigung

Wissenschaftler veröffentlichen Untersuchung der Flutkatastrophe 2021

Im Katastrophenfall sind Social-Media-Plattformen Fluch und Segen zugleich. Hier überschlagen sich Meldungen und Posts über das Ereignis – manche sind wertvoll, andere falsch. Diese Vielzahl an Informationen für Krisenstäbe und Einsatzleitungen auszuwerten und die hilfreichsten zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe sogenannter Virtual Operations Support Teams, kurz VOST. Welche Rolle diese Teams bei der Flutkatastrophe 2021 in Wuppertal übernommen haben, haben Wissenschaftler der Bergischen Universität nun in einer Untersuchung ausgewertet. weiterlesen…

Verschiebung der Klimazonen: In der Sahel-Zone könnte es bis 2040 50 % mehr regnen

Durch Veränderung der Monsunzirkulation

Der Klimawandel könnte eine der trockensten Regionen Afrikas in eine sehr feuchte Region verwandeln, indem er die Monsunzirkulation verstärkt. Neue Computersimulationen aus dem PIK-Potsdam vom 15.09.2022 zeigen, dass die saisonalen Niederschläge in der Sahelzone bei der derzeitigen globalen Erwärmung in Zukunft deutlich zunehmen werden. Ein starker Anstieg der durchschnittlichen Niederschlagsmenge könnte bereits im Jahr 2040 einsetzen. Diese Entwicklung sei unausweichlich, egal wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln würden. Das Überschreiten dieses neuen Kipppunkts ist zwar potenziell vorteilhaft, birgt aber auch erhebliche Unwägbarkeiten: Die Veränderung könnte so groß sein, dass die Anpassung daran für die unruhige Region eine erhebliche Herausforderung darstellen wird. (Foto: Trockenheit in Burkina Faso – © YODA Adaman auf Unsplash) weiterlesen…

Mit der industriellen Wärmewende Erdgas einsparen und das Klima schützen

Zur Unterstützung von Wärmewende in der Industrie muss Politik zügig regulatorische Hemmnisse beseitigen

Rund 90 Terawattstunden Erdgas könnten bis 2030 eingespart werden, wenn die Industrie ihre Prozesswärme bis 500 Grad Celsius künftig elektrisch erzeugte. Das geht aus einer Studie des Think Tanks Agora Industrie hervor. Mittels Wärmepumpen und Elektrodenkesseln könne der Sektor in den kommenden acht Jahren bis zu drei Viertel der durch den europäischen RePowerEU-Plan vorgegebenen Erdgaseinsparungen erzielen und so einen wichtigen Schritt zur Energiesicherheit leisten, heißt es in einer Medienmitteilung vom 30.09.2022. weiterlesen…

Neues Großforschungszentrum im Mitteldeutschen Revier

MPI-initiiertes CTC setzt sich im Bund-Länder-Wettbewerb um 1,25 Milliarden Euro Förderung durch

Aus knapp 100 Ideen ist das Konzept für das „Center for the Transformation of Chemistry” (CTC) zum Aufbau eines von zwei neuen Großforschungszentren im gemeinsamen Wettbewerb „Wissen schafft Perspektiven für die Region!“ von BMBF, Freistaat Sachsen und Land Sachsen-Anhalt ausgewählt worden. Das CTC soll die bisher lineare Chemiewirtschaft in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft transformieren. Entwickelt und erfolgreich vorangetrieben wurde die Idee für das CTC einer Medienmitteilung zufolge von Prof. Peter H. Seeberger und Matthew Plutschack vom Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam. (Bild: Visualisierung des Entwurfskonzepts zur Etablierung des CTC auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Delitzsch – © HDR GmbH) weiterlesen…

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend

Ein durchschnittlicher Haushalt hätte in den vergangenen zwölf Monaten rund 130 Euro weniger für Strom ausgeben müssen

Erneuerbare Energien wirken klar preisdämpfend. Das zeigt eine Studie, die die Energiemarktexperten von Energy Brainpool im Auftrag von GP JOULE erstellt haben. Wären 20 Gigawatt (GW) Windenergie an Land und 30 GW Solarenergie mehr installiert gewesen, hätte im August 2022 der Preis pro Kilowattstunde am Day-Ahead-Markt um mehr als 8 Cent niedriger gelegen. weiterlesen…

Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre

…und: Blick zurück in die Zukunft

Zeitfenster 2022 aus „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“: Das Wuppertal Institut hat  die damaligen „Zeitfenster“ in fünf zentrale Themenfelder der Nachhaltigkeitstransformation gebündelt und mit dem Jetzt verglichen. In acht Factsheets erläutern die Forschenden die früheren Annahmen, was in der Zwischenzeit tatsächlich passiert ist und warum wir aktuell wo stehen und wagen erneut einen kurzen Blick in die Glaskugel der kommenden Jahre. (Titel: In einer globalisierten Welt – © Wuppertal Institut, M. Hartmann) weiterlesen…

Gängiger Zusatzstoff steigert Leistung von Lithium-Ionen-Batterien

Elektrochemiker finden heraus, wie Elektrolytzusatz Leistung von Batterien mit Lithium-Kobalt-Oxid-Kathode effektiv verbessert

Nitrile – organische Verbindungen, bei denen ein Kohlenstoffatom dreifach an ein Stickstoffatom gebunden ist – werden üblicherweise der Elektrolytformel für Batterien mit einer Lithium-Kobalt-Oxid-Kathode zugesetzt, wodurch diese Batterien ihrer vollen theoretischen Leistung sehr viel näher kommen. Bis jetzt haben Batterieforscher aber den genauen Wirkungsablauf dieser Nitrile noch nicht vollständig verstanden. Eine Gruppe von chinesischen Elektrochemikern hat nun moderne Mikroskopietechniken eingesetzt, um die Vorgänge auf molekularer Ebene genauer zu untersuchen und herauszufinden, was dabei vor sich geht; dadurch eröffnen sich neue Wege für eine noch bessere Batterieleistung. Die Studie wurde am 22.09.2022 in Nano Research veröffentlicht. weiterlesen…

Wahre Wirtschaft – Von der Geldgier zu einer Ökonomie der Fürsorge

Von der Ausplünderung zur Regeneration

Rechtzeitig zum 5. November, dem 70. Geburtstag der weltbekannten Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva  erscheint ihr neuestes Werk, in dem sie ihre Themen mit Nachdruck und im Lichte der aktuellen Ereignisse vorträgt. Die Trägerin des Alternativen Nobelpreises macht deutlich, dass es nicht damit getan ist, das derzeitige Wirtschaftssystem zu reformieren. „Denn was wir derzeit haben, ist keine Ökonomie im Sinne von Oikos, dem gemeinsamen „Haus“ unserer Erde, dem Haushalt der Natur, den die Ökologie beschreibt. Was „Wirtschaft“ und „Wachstum“ genannt wird, ist Extraktivismus, Plünderung der Lebensgrundlagen, ein Zehren von der Substanz“, schreibt der Neue Erde-Verlag im Klappentext. weiterlesen…

Ozean im Erd-Inneren?

Wasser in Hunderten Kilometern Tiefe

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Instituts für Geowissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt analysierte Einschlüsse in Diamanten – mit überraschendem Ergebnis: Die Übergangszone zwischen oberem und unterem Erdmantel enthält offenbar erhebliche Mengen Wasser. Das deutsch-italienisch-amerikanische Forschungsteam hatte einen seltenen Diamanten aus 660 Metern Tiefe mithilfe unter anderem von Raman-Spektroskopie und FTIR-Spektrometrie analysiert. Die Studie zeigt, was bisher lange Zeit nur vermutet wurde: Ozeanwasser gelangt zusammen mit abtauchenden Platten bis in die Übergangszone. Der Wasserkreislauf unseres Planeten bezieht also auch das Erdinnere mit ein – so ein Artikel in Nature Geoscience. (Foto: Diamant aus Botswana – © Tingting Gu, Gemological Institute of America, New York) weiterlesen…

„K 2022“ – vielversprechende Entwicklungen für zirkuläre Kunststoffwirtschaft

Nachhaltige Kunststoffverpackungen, kaskadisches Recycling oder das Abbauverhalten von Folien

Seit 2018 erforscht der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy (CCPE), wie die Wertschöpfungskette Kunststoff im Kreislauf geführt werden werden kann. Auf der „K“, der Kunststoffmesse Düsseldorf, die internationale Fachmesse für Kunststoff, Kautschuk, Kunststoffverarbeitung und Kunststoffherstellung, präsentiert das Fraunhofer CCPE vom 19. bis zum 26. Oktober vielversprechende Entwicklungen, damit der Wandel von der linearen zur zirkulären Kunststoffwirtschaft gelingen kann. In Halle 7 können Interessierte mehr über das webbasierte Self-Check Tool CRL®, eine nachhaltige Mehrwegtransportbox, kaskadisches Recycling, zirkuläres Produktdesign oder das Abbauverhalten von Folien erfahren. (Foto: Mehrwegtransportverpackung – für den B2C-Lebensmittelversand konzipiert – © Fraunhofer CCEP) weiterlesen…