CO2 in Zement binden: Start-up Co-reactive füllt die Lücke

Ein Start-up bindet CO2 in Pulverform und ersetzt damit klimaschädlichen Zement. In NRW läuft die erste Anlage. Um die Emissionen zu senken, mischt die Zementindustrie seit Jahrzehnten Flugasche und Hüttensand unter den Zement und ersetzt damit einen Teil des klimaschädlichen Klinkers. Doch beide Stoffe sind Beiprodukte von gestern. Flugasche fällt in Kohlekraftwerken an, Hüttensand im weiterlesen…

Altholz: der Rohstoff, der im Ofen landet

In Deutschland landen jährlich vier von fünf Tonnen Altholz in der Verbrennung, obwohl ein großer Teil davon zu neuem Material verarbeitet werden könnte. Ein Berliner Projekt nutzt jetzt Sensoren, um das Material auszusortieren, das zu schade fürs Feuer ist. Von den rund acht Millionen Tonnen Altholz, die in Deutschland jährlich anfallen, werden etwa 80 Prozent weiterlesen…

Textilgesetz: Hersteller sollen für die Altkleiderkrise zahlen

Mitte September will Umweltminister Carsten Schneider den Entwurf für ein Textilgesetz vorlegen. Dieses soll die Hersteller für die wachsenden Berge an Altkleidern zahlen lassen. Der Zeitpunkt ist heikel, denn die Branche, die diese Berge sortiert, steckt selbst in der Krise. Wie tief die Krise reicht, zeigt eine aktuelle Studie des Recyclingverbands bvse. Demnach stieg die weiterlesen…

Lateinamerika macht Rezyklat zur Pflicht

Während in Europa der Markt für recyceltes Plastik wegbricht, weil Neuware billiger ist, schreiben Chile, Kolumbien und Brasilien Rezyklat per Gesetz vor. Der Unterschied liegt nicht in der Technik, sondern darin, wer den Absatz garantiert. In Brasilien müssen neue Kunststoffverpackungen seit Januar aus mindestens 22 Prozent Altplastik bestehen. In Kolumbien müssen PET-Trinkwasserflaschen zur Hälfte aus weiterlesen…

Kritische Rohstoffe aus Abwasser retten: Biotech schließt den Kreis

Fabriken reinigen ihr Abwasser, um es loszuwerden. Dass darin wertvolle Rohstoffe mitfließen, wird meist übersehen: Gallium etwa, teurer als Silber und für fast jeden Chip gebraucht, landet oft im Abfluss. Ein Dresdner Start-up gewinnt es jetzt zurück. Fabriken reinigen ihr Abwasser, um es loszuwerden. Dass dabei wertvolle Rohstoffe mitfließen, wird meistens übersehen. In vielen Halbleiterfabriken weiterlesen…

Urban Mining: München fördert Wiederverwendung von Bauteilen

München zahlt ab September bis zu 400.000 Euro für Bauprojekte, die alte Bauteile wiederverwenden. Nicht recyceln, wiederverwenden. Dieser Unterschied ist entscheidend dafür, ob die Kreislaufwirtschaft im Bau funktioniert. Die Stadt München stellt zwei Millionen Euro für zirkuläres Bauen in einem neuen Fördertopf bereit. Gefördert wird nicht das Recycling von Abbruchmaterial, sondern die Stufe darüber: dass weiterlesen…

Kreislaufwirtschaftsstrategie NRW: freiwillig statt Pflicht

Nordrhein-Westfalen hat am 25. August seine Kreislaufwirtschaftsstrategie beschlossen, wie die Rheinische Post berichtet. Bindende Vorgaben mache das Land dabei jedoch nicht. Die Strategie bündelt die Aufgaben in drei Hauptzielen: weniger Abfall, längere Nutzung von Produkten und mehr Materialrückführung in den Kreislauf statt Deponierung. Im Fokus stehen Altmetalle, Kunststoffe und Baustoffe. Für das industriestärkste Bundesland ist weiterlesen…

Mineralwolle: Österreich recycelt, Deutschland deponiert

In Deutschland landen jedes Jahr tausende Tonnen Mineralwolle auf der Deponie, recycelt wird sie fast nie. Nicht, weil es nicht ginge, sondern weil niemand muss. Österreich zeigt, dass es auch anders geht. Ab dem 1. Januar 2027 darf Mineralwolle in Österreich nicht mehr deponiert werden. Der Dämmstoffhersteller Knauf Insulation baut deshalb in Ferndorf in Kärnten weiterlesen…

Alte Solarmodule: Wenn kein Kreislauf entsteht

Das Lebensende der Solarmodule wird zum Testfall für die Kreislaufwirtschaft. Die erste große Rücklaufwelle rollt an, und die Verwertungsquote ist hoch. Doch genau das ist ein Problem. Bereits 2021 betrug die insgesamt installierte Menge an PV-Modulen in Deutschland ungefähr fünf Millionen Tonnen, mit einem Siliziumanteil von 150.000 Tonnen. Diese erreichen nun ihr Lebensende. Durch das weiterlesen…

Neues Verpackungsrecht ab 12. August: Was sich ändert

Für Hersteller und Handel ändert sich einiges, vor allem beim Recycling: strengere Vorgaben, mehr Pflichten, Bußgelder bis 200.000 €. Doch beim Mehrweg, dem eigentlichen Kreislauf, geht es rückwärts.   Das Verpackungsgesetz von 2019 wird durch das Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) ersetzt, mit dem die EU ihre Verpackungsverordnung PPWR europaweit einheitlich in Kraft setzt. Für Hersteller, Importeure und weiterlesen…