Änderung am Kreislaufwirtschaftsgesetz: Chemisches Recycling soll Lücke füllen

Der Streit um die Kreislaufwirtschaft läuft. Das Umweltministerium baut das Kreislaufwirtschaftsgesetz um. Chemisches Recycling soll künftig gleichrangig neben dem klassischen Recycling stehen. Die Entsorger sehen hier Gefahren für die Branche. Das Bundesumweltministerium hat den Entwurf zur Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) in die Anhörung gegeben. Bis zum 7. August haben Verbände und Länder die Möglichkeit, Stellung weiterlesen…

Kritische Rohstoffe: Neue Recycling-Anlage in Hamburg gewinnt Kupfer aus schwierigem Schrott

Wo Kupfer, Blei und Schwefel zusammen im Schrott stecken, endete die Kreislaufwirtschaft bisher. Jetzt steht in Hamburg die erste Anlage, die das Gemisch trennt. Kupfer wird überarall gebraucht: In Stromnetzen, Windkraftanlagen, Wärmepumpen und Elektroautos kommt es zum Einsatz. Der Preis hat dieses Jahr auch neue Rekorde erreicht, aktuell rund 13.300 US-Dollar, nahe dem Allzeithoch vom weiterlesen…

Vernichtungsverbot für Textilien kommt mit Hintertüren

Bisher ist es günstiger, unverkaufte Kleidung zu schreddern, als sie zu lagern. Ab dem 19. Juli verbietet die EU das. Doch das Gesetz kommt mit so vielen Ausnahmen, dass der bvse schon vom „Schweizer Käse“ spricht. Der Textilkonsum zählt laut Europäischer Umweltagentur zu den vier größten Umweltbelastungen in der EU. Die Branche verursacht nach Schätzungen weiterlesen…

Autoglas: Wenn Recycling nicht mehr bergab führt

Glas gilt als endlos recycelbar. Doch beim Autoglas läuft das Recycling bisher nur in eine Richtung: bergab. Der Glasaufbereiter Reiling und der Hersteller AGC Glass Europe schließen erstmalig den Kreislauf. Von der hochwertigen Glasscheibe zur hochwertigen Glasscheibe. Das ist klassisches Downcycling: von der Scheibe zur Flasche, von der Flasche zur Dämmwolle. Deswegen ist es bemerkenswert, weiterlesen…

Pilz statt Styropor: KI berechnet das Material

Verpackungen kennen meist nur eine Richtung: Sie werden aus Erdöl hergestellt, einmal benutzt und dann verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Ein Pilz durchbricht diesen Kreislauf: Er wächst aus Reststoffen und kann nach der Nutzung wieder biologisch abgebaut werden. Der Preis gilt bislang als eine der größten Hürden. Bei herkömmlichen Verpackungen geht der Stoffkreislauf fast nur weiterlesen…

Plastik aus Getreideresten: Traceless-Fabrik in Hamburg

Aus Reststoffen der Getreideverarbeitung macht das Hamburger Unternehmen traceless ein Granulat, das sich wie herkömmlicher Kunststoff verarbeiten lässt und sich am Ende im Gartenkompost zersetzt In einer ehemaligen Großbäckerei in Hamburg-Harburg wird Plastikersatz im Industriemaßstab produziert. Nach eigenen Angaben betreibt traceless damit die weltweit erste Industrieanlage für thermoplastische Naturpolymere. Der Kern ist ein patentiertes Verfahren. weiterlesen…

Recht auf Reparatur kommt auf den letzten Drücker

Ende Juli muss das Recht auf Reparatur in Deutschland gelten. Das entsprechende Gesetz liegt jedoch noch im Bundestagsausschuss und die Anhörung am 10. Juni hat gezeigt, wie viel daran noch fehlt. Das Recht auf Reparatur muss in Deutschland am 31. Juli in Kraft treten. So sieht es eine seit Sommer 2024 geltende EU-Richtlinie vor. Doch weiterlesen…

Altöl: Deutschlands stiller Recycling-Erfolg

Es ist eine der ältesten Formen der industriellen Wiederverwertung und zugleich eine der unbekanntesten. Seit über hundert Jahren wird gebrauchtes Motoröl wieder aufbereitet. Deutschland ist dabei europäisches Zentrum. Doch die Rohstoffbasis verändert sich. Im Jahr 2024 erreichte die Recyclingquote bei den hochwertigen Altölen 91 Prozent. Das ist ein Anstieg um 20 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr weiterlesen…

NKWS-Aktionsprogramm: Online-Plattform ja, Markt nein

Wenn Wirtschaft und Umweltschützer dasselbe vermissen, fehlt etwas Grundsätzliches. Die Reaktionen auf das Aktionsprogramm zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) fallen quer durch alle Lager gleich aus: vom Industrieverband bis zum WWF lautet der Befund „zu unambitioniert“. 500 Milliarden für Verteidigung. Für die Kreislaufwirtschaft: 0,5 Milliarden. Am 3. Juni hat das Bundeskabinett das lange verzögerte Aktionsprogramm beschlossen. weiterlesen…

Mit Biologie Edelmetalle aus Elektroschrott retten

Mit viel Energie und starken Säuren Edelmetalle aus Elektroschrott zu lösen, ist seit Jahrzehnten Routine. Am Fraunhofer IGB in Stuttgart erledigen das jetzt Bakterien bei Zimmertemperatur. Und holen sogar noch mehr raus. Jährlich landen rund eine Million Tonnen wertvoller Metalle im Elektroschrott Europas. Forscher erproben Bakterien, die zusätzlich das herausholen sollen, was Säureverfahren liegen lassen. weiterlesen…