Niedergang der Auto-Industrie muss gestoppt werden

Deutsche Umwelthilfe legt 12-Punkte-Plan für Klimaschutz und Arbeitsplätze vor

Die Dramatik des aktuellen Niedergangs der deutschen Automobilhersteller – der Schlüsselindustrie Deutschlands mit über 800.000 Arbeitsplätzen – zeigt sich nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an der nahezu kompletten Absage internationaler Autobauer für die ehemals weltgrößte Automesse IAA in Frankfurt. Innerhalb weniger Jahre sei diese zu einer regionalen Hausmesse für BMW, Daimler und Volkswagen zusammengeschrumpft. Die falsche Schwerpunktsetzung auf Klimakiller-Fahrzeuge führe nicht nur zur Absage anderer europäischer, asiatischer und innovativer US-Autobauer, sondern zeige auch das zunehmende Desinteresse internationaler Automärkte an den veralteten und übermotorisierten Verbrennern, so die DUH laut Pressemitteilung vom 20.08.2019. weiterlesen…

„Effektive Klimapolitik muss nicht teuer sein“

Moderater CO2-Preis helfen könnte, Klimaziele einzuhalten

Wie kann der deutsche Energiemarkt sinnvoll gestaltet werden, um CO2-Emissionen zu senken? Ist es effektiver erneuerbare Energien finanziell zu fördern oder CO2 zu besteuern? Diesen Fragen sind Forscher um den Kaiserslauterer Wirtschaftswissenschaftler Mario Liebensteiner nachgegangen. Sie haben dafür ein statistisches Modell entwickelt, mit dem sie relevante Daten zum Strommarkt in Deutschland mit denen in Großbritannien verglichen haben. Seit der Einführung einer CO2-Steuer nur für den Strommarkt sind dort die Emissionen zwischen 2012 und 2017 um rund 55 Prozent gesunken. Auch Deutschland könnte so seine Emissionen drastisch mindern, haben die Forscher berechnet, wie die Technische Universität Kaiserslautern am 19.08.2019 mitteilte. weiterlesen…

Kartografie der Solarzellen-Energielandschaft

Physiker der Universität Heidelberg entwickeln neue spektroskopische Methode

Mit einer neuen spektroskopischen Methode ist es möglich, die Energielandschaft im Inneren von Solarzellen aus organischen Materialien zu messen und zu visualisieren. Entwickelt wurde sie von einem Forschungsteam unter der Leitung der Heidelberger Physikerin Prof. Yana Vaynzof. Diese neuartige Visualisierungstechnik erlaubt es, physikalische Grundlagen der organischen Photovoltaik mit großer Genauigkeit zu untersuchen und Vorgänge wie beispielsweise Energieverluste besser zu verstehen. weiterlesen…

Erderwärmung mindert PV-Leistung

Klimawandel verringert Effizienz von Solarerzeugung

Während die installierte Photovoltaikleistung auf Terawattmaßstab wächst, machen sich die Auswirkungen der Erderwärmung bemerkbar – etwa mit der Frage, wie sich steigende Temperaturen auf die Leistung von PV-Anlagen auswirken. Die MIT-Forscher Ian Marius Peters und Tonio Buonassisi haben die Verringerung des Energieertrags für Silizium-PV-Anlagen aufgrund der globalen Erwärmung im Jahr 2100 eingeschätzt. Unter Verwendung von IPCC-Szenarien und veröffentlichten Temperaturkoeffizienten für die heutigen Silizium-PV-Module prognostizieren sie durchschnittliche Reduzierungen der jährlichen Energieproduktion um 15 kWh pro kWP, mit Steigerungen bis zu 50 kWh pro kWP in einigen Bereichen. Auch das Fraunhofer ISE in Freiburg ist bereits zu ähnlichen Werten gekommen, so das pv magazine. weiterlesen…

Neues über Wechselwirkung zweier einzelner Wassermoleküle

Obwohl Wasser allgegenwärtig ist, sind die intermolekularen Schwingungen bislang nicht völlig verstanden

Ein internationales Forschungsteam hat neue Erkenntnisse über die Interaktion von Wassermolekülen gewonnen. Die Wissenschaftler konnten erstmals sogenannte intermolekulare Schwingungen vollständig beobachten. Von besonderer Bedeutung ist eine bestimmte Bewegung einzelner Wassermoleküle gegeneinander, die sogenannte gehinderte Rotationsbewegung. Die Erkenntnisse helfen unter anderem, die Energielandschaft der Moleküle besser zu bestimmen und somit die merkwürdigen Eigenschaften des Wassers besser zu verstehen. Die Arbeiten beschreibt einer Medienmitteilung der Bochumer Ruhr-Universität zufolge ein Team um Prof. Martina Havenith (Ruhr-Universität Bochum) und Prof. Joel Bowman (Emory University Atlanta) zusammen mit Kollegen der Radboud University in Nimwegen und der Université de Montpellier in der Zeitschrift Angewandte Chemie International Edition vom 27.07.2019. weiterlesen…

Atomare Ursachen von Supraleitung

Bayreuther Forscher erzielen neue Erkenntnisse über Metallhydride

Supraleiter könnten eines Tages die Energieversorgung revolutionieren. Dafür müssen sie allerdings auch bei normaler Raumtemperatur elektrischen Strom ohne Widerstand transportieren. Im Unterschied zu anderen Supraleitern besitzen wasserstoffreiche Metallhydride diese Fähigkeit nicht erst bei extremer Kälte, sondern schon bei Tiefkühlschrank-Temperaturen. Ursachen sind atomare Prozesse, die – so eine Medienmitteilung – ein Forschungsteam der Universität Bayreuth jetzt erstmals experimentell nachgewiesen und in der Zeitschrift Physical Review X theoretisch erklärt hat. weiterlesen…

Nach LIAG-Ausschluss aus Leibniz-Gemeinschaft

Wissenschaftliche Zukunftsperspektiven des Leibniz-Institutes für Angewandte Geophysik (LIAG Hannover)

Der Abschluss der regelmäßig stattfindenden Evaluation der Leibniz-Gemeinschaft endete in diesem Jahr für das Leibniz-Institut für Angewandte Geophysik (LIAG) in Hannover mit einem Paukenschlag: Der Senat der Leibniz-Gemeinschaft empfahl Bund und Ländern, das LIAG ab Ende 2019 nicht weiter als Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu fördern. Die taz nannte als Grund “mangelnde Profilbildung“. Jetzt erklärte die Deutsche Geophysikalische Gesellschaft (DGG), das LIAG werde sich inhaltlich und strukturell als zentraler Ansprechpartner für geowissenschaftliche Fragen in der Energiewende oder zum Klimawandel neu aufstellen. Als einzige außeruniversitäre Forschungseinrichtung für angewandte Methoden der Geophysik in Deutschland sei das LIAG “essentiell, um unabhängige wissenschaftliche Informationen zur Lösung gesellschaftlich relevanter Herausforderungen beizusteuern”. weiterlesen…

“Energiesteuern deutlich effizienter”

Emissionshandel für Wärme und Verkehr würde CO2-Ausstoß erst in einigen Jahren senken

Der CO2-Ausstoß des Verkehrs- und des Gebäudewärmesektors lässt sich mittels eines Emissionshandelssystems (ETS) frühestens 2023 reduzieren. So lange würde es dauern, diese Bereiche, die etwa die Hälfte der deutschen Treibhausgase emittieren, entweder in das Europäische Emissionshandelssystem zu integrieren oder ein eigenes neues ETS dafür zu entwickeln und zu implementieren. Das zeigt eine Analyse der Einführungsoptionen, wie sie derzeit von mehreren Parteien diskutiert werden. Die Analyse wurde vom Öko-Institut im Auftrag von Agora Energiewende erstellt. Zur schnellen und wirksamen CO2-Bepreisung eignen sich Energiesteuern daher deutlich besser, so die Schlussfolgerung des Papiers. weiterlesen…

BMBF bekommt weniger Geld – MPG + 49 Mio. €

Bildungs- und Forschungsetat sinkt 2020 leicht, bleibt aber viertgrößter Haushalt des Bundes

Wie der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 20.08.2019 nach Lektüre des Haushaltsentwurfs für 2020 (19/11800, Einzelplan 30) mitteilte, soll der Etat des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 2020 um rund 69 Millionen Euro auf 18,2 Milliarden Euro sinken. Die höchsten Ausgaben sieht der viertgrößte Bundeshaushalt demnach für die Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschafts- und Innovationssystems mit rund 7,05 Milliarden Euro vor (plus 156,06 Mio. € im Vergleich zu 2019). Darin enthalten sind die Ausgaben für Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft, Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaft. weiterlesen…

Verbraucher werden beim Strompreis getäuscht

Stromhändler machen mit Mischpreisverfahren Gewinn, ohne wirklich Strom zu verkaufen

Jahrzehntelang waren es die fünf oder sechs Stromkonzerne, wie EON, RWE, Bayernwerk, Vattenfall, … Seit der Energiewende gibt es zusätzlich zehntausende Erzeuger von Solar- und Windstrom. Das hätten inzwischen noch viel mehr sein können, wenn die Bundesregierung nicht vor fünf Jahren den Erzeugern erneuerbarer Energien einen Stein nach dem anderen in den Weg gelegt hätte, um die Großen vor der billigeren Konkurrenz zu schützen. Hauptproblem: Das sogenannte Mischpreisverfahren (siehe solarify.eu/mischpreisverfahren). Ein Beitrag der Aktion Freiheit statt Angst. weiterlesen…