Verlängerung der Wissenschaftsschranke

Gesetzesinitiative zur Verlängerung der Wissenschaftsschranke (§52a UrhG)

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat am 06.11.2012 einen Gesetzentwurf zur Verlängerung des § 52a UrhG bis zum 31. 12. 2014 beschlossen. Michael Kretschmer und Günter Krings stellvertretende Vorsitzende der Unionsfraktion, dazu :
„Lehrende, Schüler und Studenten erwarten zu Recht, dass im Unterricht oder in Vorlesungen digitale Unterstützungsmöglichkeiten eingesetzt werden. Wir wollen netzgestützte Lehr- und Forschungsstrukturen, z.B. in Form elektronischer Semesterapparate – also Plattformen, die Bücher aus dem Bestand der Bibliothek, wichtige Internet-Links und andere Materialien zu einer Lehrveranstaltung verfügbar machen – ermöglichen. Neben vertraglichen Vereinbarungen mit den Verlagen dient hierzu auch die Schrankenregelung des § 52a UrhG. Würde diese Regelung Ende dieses Jahres ersatzlos entfallen, so wären viele technische und didaktische Mittel des modernen Lernens und Forschens nicht mehr nutzbar. Eine solche Rechtsunsicherheit wollen wir vermeiden. Mit der Gesetzesinitiative zur Verlängerung des § 52a UrhG um weitere zwei Jahre setzt die Union erneut ein wichtiges Signal für die Unterstützung des Wissenschaftsstandortes Deutschland.“ weiterlesen…

Klarer Blick ins Glas

Berliner Forscher analysierten Atomstruktur von amorphem Siliziumdioxid

Glas macht Dinge sichtbar, nur wie es in seinem Inneren aussieht, hat es bislang gut verborgen – zumindest, wenn es um die genaue Position der Atome geht. Wissenschaftler des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin haben jetzt erstmals das Netz aus Silizium- und Sauerstoffatomen – den Hauptbestandteilen von Glas – in einer Siliziumdioxidschicht abgebildet. Zu diesem Zweck analysierten sie die nur zwei Atomlagen dünne Glasschicht mit zwei Methoden, die einzelne Atome in Oberflächen darstellen. Mit ihrem Blick auf die atomare Struktur bestätigten die Forscher, dass Gläser so aufgebaut sind, wie es der norwegisch-amerikanische Physiker William H. Zachariasen bereits 1932 vorhergesagt hatte. Außerdem beobachteten die Forscher in weiteren Studien den Übergang von einer kristallinen in eine ungeordnete – Fachleute sagen: amorphe – zweidimensionale Struktur. Ihre Erkenntnisse könnten etwa der Halbleiterindustrie helfen, amorphes Siliziumdioxid kontrollierter herzustellen, sie dürften aber auch die Suche nach neuen, leistungsfähigen Katalysatoren erleichtern. weiterlesen…

Hydrothermale Carbonisierung startet

Weltweit erste HTC-Anlage nahm Probebetrieb auf

Das Schweizer Unternehmen AVA-CO2 hat am 30.10.2012 die weltweit erste Industrieanlage zur hydrothermalen Carbonisierung (HTC) in Betrieb genommen. Zwei Jahre nach der Inbetriebnahme der weltweit ersten HTC-Demonstrationsanlage im industriellen Maßstab in Karlsruhe setzt die Firma AVA-CO2 mit der HTC-1 einen weiteren Meilenstein bei der industriellen Umsetzung der hydrothermalen Carbonisierung. weiterlesen…

Umweltpreis für Photovoltaik-Pioniere

Gauck: „Ich weiß, wie viel in Bewegung kommen kann, wenn einige losgehen und andere mitziehen“
Bundespräsident überreichte höchstdotierten Umweltpreis Europas

Mit dem deutschen Umweltpreis wurde am 28.10. 2012 drei deutsche Photovoltaik-Pioniere ausgezeichnet, „die weltweit neue Maßstäbe setzten“, so die Jury.  Bundespräsident Joachim Gauck überreichte den mit 500.000 Euro höchstdotierten Umweltpreis Europas, den die Deutsche Bundesstiftung Umwelt alljährlich verleiht, und der in diesem Jahr zum 20. Mal vergeben worden ist. Im Leipziger Gewandhaus nahmen der Mitbegründer und Aufsichtsratschef der SMA Solar Technology AG (Kassel), Günther Cramer (59), sowie das Forscher-Unternehmer-Duo Dr. Andreas Bett/Hansjörg Lerchenmüller (Freiburg) den Umweltpreis in Empfang. weiterlesen…

Neues in der Biogas-Entschwefelung

Nachhaltige Eisenoxide mit leichter Dosierbarkeit

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS stellte jetzt ein neu entwickeltes Eisenoxid für die Biogas-Entschwefelung vor – Bayoxide E 16, kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Entschwefelungsverfahren, so der Konzern. Bayoxide E 16 sei aufgrund seiner hohen Reinheit sehr effektiv und entferne bereits im Fermenter den bei der Vergärung von organischen Substanzen entstehenden Schwefelwasserstoff weitgehend. Für eine Einspeisung in das öffentliche Gasnetz sei der Restgehalt des Schwefelwasserstoffs bereits so gering, dass eine Feinentschwefelung mit deutlich reduzierten Kosten erfolgen kann.
weiterlesen…

Thermogenerator aus dem Drucker

Energieversorgung aus Temperaturunterschieden

Drahtlose Sensornetzwerke überwachen Maschinen und Anlagen in Fabriken, Autos oder Kraftwerken. Die Energie, die sie zum Übertragen der Messwerte brauchen, „ernten“ sie immer öfter aus ihrer Umgebung und sind somit autark. Fraunhofer-Forscher stellen jetzt einen gedruckten Thermogenerator vor, der zukünftig die Energieversorgung von Sensoren aus Temperaturunterschieden generiert. weiterlesen…

Die Konsequenzen des Nichthandelns

Trübe Aussichten: OECD-Umweltausblick bis 2050 fordert schnelles und koordiniertes Handeln

Die deutsche Fassung des “OECD Environmental Outlook to 2050“ (vom Mai 2012) ist jetzt erschienen. Die Studie enthält neueste Projektionen zu den sozio-ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt. Der Bericht plädiert unter anderem dafür, Umweltverschmutzung durch Steuern oder weltweiten Emissionshandel zu verteuern; natürliche Ressourcen mit einem Preis zu versehen sowie wirtschaftliche Instrumente mit Vorschriften und Normen zu kombinieren (z.B. für die Luftqualität oder bei der Raumplanung). weiterlesen…

Bundestag verabschiedet Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Wissenschaft von Bürokratie befreit – Schavan: „Die Zeit ist reif für mehr Autonomie und Eigenverantwortung“

Der Deutsche Bundestag hat am 18.10.2012 das Wissenschaftsfreiheitsgesetz (Drucksache 17/10037) – das „Gesetz zur Flexibilisierung von haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen außeruniversitärer Wissenschaftseinrichtungen“ – beschlossen. Diese erhalten dadurch mehr Freiheit bei Finanz- und Personalentscheidungen, bei Beteiligungen und Bauverfahren. weiterlesen…

Neues zu „Teller oder Tank“

Gibt es überschüssige Flächen für Bioenergie? Neue Studie

In der aktuellen Diskussion um Bioenergie wird verschiedentlich vorgeschlagen, überschüssige Landflächen oder Restflächen verstärkt für den Anbau von Energiepflanzen zu nutzen, um dadurch die Landnutzungskonkurrenz mit der Produktion von Nahrungsmitteln abzumildern. Sind solche Vorschläge schlüssig und stehen die dazu entwickelten nationalen und globalen Konzepte auf wissenschaftlich gesicherten Fundamenten? Mit dieser Frage haben sich elf Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Europa und den USA befasst und dazu insgesamt über 170 Studien und Publikationen ausgewertet. Ihre Einschätzung: Zwar gebe es Möglichkeiten für eine effiziente Nutzung solcher Flächen, allerdings dürften dabei ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte nicht aus den Augen verloren werden. Die Wissenschaftler führen wichtige Kriterien auf, um die Eignung und das Potenzial entsprechender Flächen bewerten zu können. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in dem Open-Access-Journal „BioRisk“ veröffentlicht. Damit ist die 46-seitige Studie frei im Internet verfügbar. Dies ist Thema der gemeinsamen Pressemitteilung des Johann Heinrich von Thünen-Institutes (vTI), Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) vom 18. Oktober 2012, die Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Ramsauer würdigt 10 Jahre acatech

10. acatech-Festveranstaltung: „Beitrag zu Innovation und Fortschritt“

Anlässlich einer Festveranstaltung am 16. 10. 2012 im  Berliner Konzerthaus dankte Bundesminister Peter Ramsauer in seiner Festrede acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften für ihren Beitrag zu Innovation und Fortschritt. Innovationen, unter anderem im Verkehrssektor, trügen zu einer erfolgreichen Energiewende bei. acatech-Präsident Reinhard Hüttl blickte in seiner Eröffnungsrede auf zehn Jahre acatech zurück: Die Fähigkeit, auf gesellschaftlichen Wandel zu reagieren, hob er darin als zentrales Erfordernis hervor, um auch in Zukunft die Anforderungen erfüllen zu können, die die Gesellschaft an die Akademie stelle. Er und Co-Präsident Henning Kagermann gaben Einblicke in aktuelle Themenschwerpunkte von acatech. Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Verleihung des PUNKT – Preis für Technikjournalismus und Technikfotografie. weiterlesen…