Heizungsgesetz 2026 beschlossen: Neue Pflichten, alte Kostenfallen

Während das ganze Land auf die Fußball-WM schaut, wird plötzlich vor der Sommerpause das neue Heizungsgesetz beschlossen. Die SPD selbst nennt es eine Verschlechterung und die erste Klage kam schon vor dem Beschluss. Der Bundestag hat am Freitag das Gebäudemodernisierungsgesetz mit 323 zu 271 Stimmen beschlossen. Der Bundesrat stimmte noch am selben Tag zu, am weiterlesen…

Halbjahresbilanz 2026: Strompreis löst sich vom Gas

Der Iran-Krieg ließ den Gaspreis von 36 auf 53 Euro je Megawattstunde springen. Anders der Strompreis. Er blieb beinahe stehen. Das spart Milliarden. Doch laut Fraunhofer ISE zahlen wir noch zu viel: Was fehlt, sind Speicher. Erneuerbare Energien deckten im ersten Halbjahr 2026 rund 62 Prozent der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland. Das ist etwas mehr weiterlesen…

Energiewende nach Wall-Street-Logik

In JP Morgans Investoren-Newsletter geht es um nichts anderes als Rendite. Kein Klimaziel, keine Förderdebatte. Es ist ein interessanter Einblick, gerade weil es hier nur ums Geld geht. „Eye on the Market“ ist der Titel des Investoren-Newsletters, in dem JP Morgan jährlich sein Energiepapier veröffentlicht. Die diesjährige Ausgabe mit dem Titel „Fighting Words” stammt von weiterlesen…

Autoglas: Wenn Recycling nicht mehr bergab führt

Glas gilt als endlos recycelbar. Doch beim Autoglas läuft das Recycling bisher nur in eine Richtung: bergab. Der Glasaufbereiter Reiling und der Hersteller AGC Glass Europe schließen erstmalig den Kreislauf. Von der hochwertigen Glasscheibe zur hochwertigen Glasscheibe. Das ist klassisches Downcycling: von der Scheibe zur Flasche, von der Flasche zur Dämmwolle. Deswegen ist es bemerkenswert, weiterlesen…

Kältemittel im Kreislauf: Kühlen aus dem Altgerät

Erst war das Kältemittel Abfall, jetzt ist es ein begehrter Rohstoff. Weil neues Gas knapp wird, schließt die Kühlbranche den Kreislauf. Wer in diesen Tagen die Klimaanlage hochdreht, macht sich selten Gedanken über das Gas, das im Inneren zirkuliert. Dabei ist dieses Gas selbst ein Klimaproblem: Die meisten Kältemittel sind Treibhausgase, die tausendfach stärker wirken weiterlesen…

Was ein Hitzetag Deutschland kostet

Ein einziger Hitzetag kostet die deutsche Wirtschaft rund 431 Millionen Euro. Das hat das Beratungsinstitut Prognos im Auftrag des Bundesarbeitsministeriums errechnet. Am Mittwoch kletterte das Thermometer in vielen Teilen Deutschlands auf über 35 Grad. Zum Wochenende sagen die Wetterdienste Temperaturen um 40 Grad voraus. Der deutsche Hitze-Rekord von 41,2 Grad aus dem Juli 2019 könnte weiterlesen…

Pilz statt Styropor: KI berechnet das Material

Verpackungen kennen meist nur eine Richtung: Sie werden aus Erdöl hergestellt, einmal benutzt und dann verbrannt oder auf Deponien entsorgt. Ein Pilz durchbricht diesen Kreislauf: Er wächst aus Reststoffen und kann nach der Nutzung wieder biologisch abgebaut werden. Der Preis gilt bislang als eine der größten Hürden. Bei herkömmlichen Verpackungen geht der Stoffkreislauf fast nur weiterlesen…

Speicher boomen, der Staat baut Gaskraftwerke

Der deutsche Speichermarkt läuft heiß. Die Bundesnetzagentur hat einen neuen Höchstwert registriert: Im März 2026 kam fast eine Gigawattstunde Batteriekapazität hinzu. Dieser Boom wird vom Markt getragen, nicht von einer staatlichen Strategie. Das liegt daran, dass Batteriespeicher  inzwischen billiger als Gaskraftwerke sind. Sie lassen sich schneller bauen, und trotzdem setzt die Bundesregierung mit dem aktuellen Ausschreibungsdesign weiterlesen…

Kaum bekannt: Axialflussmotor ohne Seltene Erden

Mercedes baut seit Anfang Juni den Axialflussmotor in Großserie: flach, kompakt, stark, aber angewiesen auf Magnete aus Seltenen Erden. Dass dieselbe Bauform auch ohne Neodym funktioniert, zeigt ein Münchner Startup. Ein Elektromotor mit 330 Kilowatt, der ohne Seltene Erden auskommt: Daran arbeitet das Münchner Start-up Emil Motors von Maximilian Güttinger und Johannes Unhold. Der Antrieb weiterlesen…

Altöl: Deutschlands stiller Recycling-Erfolg

Es ist eine der ältesten Formen der industriellen Wiederverwertung und zugleich eine der unbekanntesten. Seit über hundert Jahren wird gebrauchtes Motoröl wieder aufbereitet. Deutschland ist dabei europäisches Zentrum. Doch die Rohstoffbasis verändert sich. Im Jahr 2024 erreichte die Recyclingquote bei den hochwertigen Altölen 91 Prozent. Das ist ein Anstieg um 20 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr weiterlesen…