Immer noch 400 Auflagen

Genehmigung für Tesla-Gigafactory in Brandenburg übergeben

Das Verfahren hat mehr als zwei Jahre gedauert – während dessen ließ Multimilliardär Elon Musk die riesige Fabrik auf einem 300 Hektar großen Grundstück in Grünheide auf eigenes Risiko planen und bauen, da er nur über vorläufige Genehmigungen verfügte. Nun ist die Genehmigung da und Ende des Monats soll die Produktion anrollen. Allerdings muss Tesla vorher noch rund 400 Auflagen erfüllen, um die Betriebserlaubnis zu erhalten, schrieb Sandra Enkhardt am 04.03.2022 auf pv magazine. (Foto: Musks Gigafactory erhielt unter Auflagen Genehmigung – Tesla-Grünheide _4_DJI_0336- © Michael Wolf, Penig, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Errichtung eines LNG-Terminals in Brunsbüttel

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Gasunie und RWE unterzeichnen MoU

Am 05.03.2022 haben die Kreditanstalt für Wiederaufbau (im Auftrag der deutschen Bundesregierung), Gasunie (zu 100 % in niederländischem Staatsbesitz) und RWE ein Memorandum of Understanding (MoU) zur gemeinsamen Errichtung eines Terminals für den Import von Flüssigerdgas (LNG) am Standort Brunsbüttel unterzeichnet. Die KfW wird über eine finanzielle Einlage für die Bundesregierung einen Anteil von 50 % am LNG-Terminal übernehmen. Betreiberin des LNG-Terminals wird Gasunie. weiterlesen…

Wirkungsgrad-Prognose von Solarzellen mit Terahertz- und Mikrowellenspektroskopie

Untersuchung mit 15 Forschungseinrichtungen

Viele unterschiedliche Halbleitermaterialien kommen für Solarzellen in Frage. In den letzten Jahren haben insbesondere die Perowskit-Halbleiter Aufsehen erregt, die sowohl preiswert als auch leicht zu verarbeiten sind und hohe Wirkungsgrade ermöglichen. Nun zeigt eine Untersuchung des Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie mit 15 Forschungseinrichtungen, wie sich mit Terahertz- (TRTS) und Mikrowellen-Spektroskopie (TRMC) zuverlässig Mobilität und Lebensdauer der Ladungsträger ermitteln lassen. Aus diesen Messdaten ist es möglich, den potenziellen Wirkungsgrad der Solarzelle vorherzusagen und die Verluste in der fertigen Zelle einzuordnen. weiterlesen…

Verbindung zwischen Putin und Klimawandel

Putins Krieg auf vielfältige Weise mit Klimakrise verbunden

Nach sechs Jahren Arbeit hat der Weltklimarat IPCC am 28.02.2022 den zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts publiziert, der ein klares Bild von den Auswirkungen des Klimawandels zeichnet. Aufgrund des russischen Überfalls in der Ukraine wird der Bericht jedoch kaum die Aufmerksamkeit erhalten, die er eigentlich verdient – so Karl Mathiesen am 28.02.2022 in Politico. Der IPCC führe soeben – unbeabsichtigt – ein Experiment durch: Jede verursachte Unordnung verbünde sich mit dem Klimawandel und beeinträchtige unsere Fähigkeit, auf beides zu reagieren. Solarify mit Auschnitten. (Foto: Tauender Permafrostboden – Foto © Florence D. auf Pixabay) weiterlesen…

MPG ruft zum Frieden auf

Nobelpreisträger gegen Ukraine-Krieg

Mehr als 100 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger verschiedenster Disziplinen, darunter neun aus Deutschland,  haben angesichts des von russischem Boden ausgehenden Krieges in der Ukraine am 28.02.2022 zum Frieden aufgerufen. Dazu haben sie eine Deklaration unter­zeichnet, die von der Max-Planck-Gesellschaft initiiert wurde und die von den Lindauer Nobelpreisträgertagungen unterstützt wird. Der Aufruf liegt auch in einer englischen, ukrainischen und russischen Sprachversion vor. Außerdem haben Max-Planck-Präsident Stratmann und die Allianz der Wissenschaftsorganisationen ihre Solidarität mit der Ukraine bekundet. (Abbildung: Zitat aus der Mainauer Deklaration von 1955 – © Max-Planck-Gesellschaft) weiterlesen…

IEA: Zehn-Punkte-Plan für Unabhängigkeit von russischen Gasimporten

Reduktion um ein Drittel innerhalb eines Jahres

Die Internationale Energieagentur IEA hat am 04.03.2022 einen Zehn-Punkte-Plan zu Reduzierung der Gasimporte aus Russland innerhalb eines Jahres um ein Drittel veröffentlicht. Russland nutze seine Gasressourcen als „wirtschaftliche und politische Waffe“, kritisierte IEA-Direktor Fatih Birol anlässlich der Vorstellung des Plans. Die Abhängigkeit Europas von russischem Gas sei substanziell, so die IEA: 140 Milliarden Kubikmeter Gas habe Russland 2021 per Pipeline nach Europa geliefert, weitere 15 Mrd. m3 in Form von verflüssigtem Erdgas (LNG). 45 Prozent der europäischen Gasimporte stammten somit aus Russland, sie machten 40 Prozent des Gasverbrauchs in Europa aus. In einzelnen europäischen Staaten sei die Abhängigkeit sogar noch größer: In Deutschland etwa stammten 2021 rund 55 Prozent des Gases aus Russland. weiterlesen…

Unerwartetes Waldsterben nach Klimaextremen beunruhigt Wissenschaftler weltweit

Vor allem bisher nicht bedrohte Wälder

Internationale Waldexperten analysierten auffällige Ereignisse von Baum- und Waldsterben, die in den letzten Jahrzehnten klimabedingt auf der Erde auftraten. Überraschenderweise waren vermehrt solche Wälder betroffen, die nach wissenschaftlicher Kenntnis nicht als bedroht angesehen wurden. Die Studie unter Leitung des Jenaer Max-Planck-Institut für Biogeochemie MPI-BGC, am 03.03.2022 in Annual Reviews in Plant Biology veröffentlicht, verdeutlicht zudem, dass weiteres Baum- und Waldsterben wahrscheinlich ist. Die Forscher zeigen auf, wie verbesserte Datenstrukturen zur Ursachenforschung und Früherkennung beitragen können. weiterlesen…

DUH verlangt Tempo 100

Sofortmaßnahme für Klimaschutz und weniger Öl aus Russland

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert Sofortmaßnahmen, um Öl, Gas und Kohle einzusparen – besonders dringend ein Tempolimit zur Öleinsparung von 100 km/h auf Autobahnen, 80 km/h außerorts und Tempo 30 innerorts für die Dauer der aktuellen Krise. Die DUH koordiniert bereits seit Jahren ein breites Bündnis aus Umwelt- und Verkehrsverbänden, Polizeigewerkschaft und Verkehrsunfall-Opferhilfe, das sich für ein generelles Tempolimit zum Schutz von Klima und Menschenleben einsetzt. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erhöht nun noch einmal massiv die Dringlichkeit. weiterlesen…

Industrielle Ablagerungen in der Nordsee

Hereon-Untersuchung: Umweltgesetze zeitigen Wirkung, jedoch mit großer Verzögerung

Forschende des Instituts für Umweltchemie des Küstenraumes von Helmholtz-Zentrum Hereon untersuchten in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) sowie der Universität Aachen (RWTH) die zeitliche Veränderung der Schadstoffbelastung in der Nordsee. Dabei zeigte sich einer Medienmitteilung vom 02.03.2022 zufolge: Vor allem seit den letzten 100 Jahren belastet ein mannigfaltiger Chemiecocktail die Umwelt. Sie fanden auch heraus, dass ein Rückgang der Belastung nach Verbot von Substanzen sich erst Jahrzehnte später in der Umwelt abzeichnet. Die Ergebnisse der Studie sind jetzt open access in Environmental Pollution erschienen. (Foto: Blick vom Leuchtturm Skagens auf die Landzunge Grenen, dahinter das Skagerrak, rechts das Kattegat – © Martin Olsson – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Industrielle Wasserstoff-Gewinnung aus erneuerbaren Energien

PEM-Elektrolyseure entwickeln

MAN Energy Solutions wird in den kommenden Jahren bis zu 500 Millionen Euro in sein Tochterunternehmen H-TEC SYSTEMS investieren, um den Wasserstoffspezialisten so schnell wie möglich zu einem Großserienhersteller für PEM-Elektrolyseure zu entwickeln. Der Augsburger Wasserstoff-Technologie-Experte H-TEC SYSTEMS will die industrielle Wasserstoff-Gewinnung aus erneuerbaren Energien vorantreiben. (Foto: PEM-Elektrolyseur 450/1400 – © HTEC-Systems) weiterlesen…