Hohe Akzeptanz für Ausbau Erneuerbarer Energien

87 bis 97 Prozent Zustimmung in Bundesländern

87 Prozent Zustimmung zum Ausbau Erneuerbarer Energien sind kaum als schlechter Wert zu bezeichnen. Dennoch bildet diese Quote lediglich das Ende der Skala einer bundesländer-genauen Akzeptanzumfrage zu Erneuerbaren Energien. Der beeindruckende Spitzenwert liegt nämlich bei 97 Prozent, gemessen im Saarland. Die Agentur für Erneuerbare Energien legte am 05.12.2012 die Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von TNS Infratest aus allen 16 Bundesländern vor – einzusehen auf www.foederal-erneuerbar.de. weiterlesen…

BMU optimistisch über Doha-Scheitern

Klimagipfel in Doha hat das Tor zur Zukunft geöffnet

Das Bundesumweltministerium veröffentlichte am 09.12.2012 eine Pressemitteilung – Solarify dukumentiert und kommentiert (siehe Kolumne vom gleichen Tag!):

„Die Weltklimakonferenz in Doha hat nach schwierigen Verhandlungen eine zweite Verpflichtungsperiode unter dem Kyoto-Protokoll beschlossen. Zugleich wurde ein Arbeitsprogramm für das bis 2015 auszuhandelnde umfassende Klimaschutzabkommen verabschiedet. Bundesumweltminister Peter Altmaier: ‚Das ‚Doha Climate Gateway hat das Tor in die Zukunft des internationalen Klimaschutzes geöffnet. Mit der zweiten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls werden auch in Zukunft völkerrechtlich verbindliche Regeln gelten. Zugleich wurden mit einem klaren Fahrplan die Weichen für ein umfassendes Klimaschutzabkommen gestellt.'“ weiterlesen…

SPD:Deutschland in Doha in schlechtester Rolle jemals

Frank Schwabe, klimaschutzpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, zu Doha

„Die Weltgemeinschaft hat fundamental missverstanden, worum es geht. Die Herausforderung ist so groß, dass sich dieses Maß an Taktiererei, das auch die Verhandlungen in Doha wieder geprägt hat, verbietet. Es geht nicht um ein Pokerspiel, sondern es geht darum Verantwortung für diese Welt zu übernehmen. Niemand ist so naiv zu glauben, dass in dem Moment, in dem Deutschland und Europa wieder in eine europäische Führungsrolle zurückfinden, sofort alle Probleme gelöst wären. Aber klar ist, mit diesem Spiel ‚wenn Du dich nicht bewegst, bewege ich mich auch nicht‘, kommen wir keinen Schritt weiter. Wir müssten einen Berg bewegen, aber schieben stattdessen Sandhäuflein hin und her.“ weiterlesen…

CARE: „Mini-Kompromiss Schlag ins Gesicht der Ärmsten“

Klimawandel-Folgen für viele Entwicklungsländer schon Realität – häufiger auftretende Dürren oder Fluten kosten unzählige Menschenleben und verschärfen Armut

„Der Mini-Kompromiss in Doha ist ein Schlag ins Gesicht für die Menschen in den ärmsten Staaten dieser Welt, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben und am meisten von seinen Auswirkungen betroffen sind“, sagte Karl-Otto Zentel, Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg e.V. nach dem Abschluss des Weltklimagipfels in Doha. Trotz der Einigung auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 sind die Ergebnisse weit hinter den Erwartungen zurück geblieben. „Für viele Entwicklungsländer sind die Auswirkungen des Klimawandels bereits jetzt Realität. Häufiger auftretende Dürren oder Fluten kosten unzählige Menschenleben, verschärfen die Armut und schränken die Chancen auf ein besseres und würdevolleres Leben für kommende Generation ein. Der Klimawandel entwickelt sich immer mehr zur größten sozialen Ungerechtigkeit unserer Zeit“, so Zentel. weiterlesen…

Die Klimakrieger – Chronologie einer organisierten Lüge

Von der Industrie bezahlte PR-Manager reden der Welt seit Jahren ein, die Erderwärmung finde nicht statt

Von Anita Blasberg und Kerstin Kohlenberg
in Die Zeit vom 28.11.2012

Leseprobe: „…Marc Morano ist das wohl aggressivste Mitglied einer gut bezahlten Söldnertruppe. Er steht im Zentrum eines Kampfes, für den sich in den vergangenen Jahren in den USA mehr als drei Dutzend Lobbyorganisationen gründeten. Ein Kampf, der mit Zahlungen von mehreren Hundert Millionen Dollar befeuert wurde. Der Kampf gegen die internationale Klimaforschung. Schon vor Jahren sagte Morano: ‚Wir sollten die Klimawissenschaftler treten, solange sie am Boden liegen. Sie haben es verdient, öffentlich ausgepeitscht zu werden.‘ Die Geschichte des PR-Managers Marc Morano ist die Geschichte einer geplanten Verwirrung. Ein Lehrstück über die Kunst des Lügens. weiterlesen…

Fracking – nein danke! am Bodensee

Bodensee-Anrainer lehnen Shale-Gas-Förderung ab

Unter dem Vorsitz von Regierungsrat Jakob Brunnschweiler (Appenzell Ausserrhoden) tagten am 07. 12.2012 die Regierungschefs und Regierungsvertreter der Internationalen Bodensee Konferenz (IBK) im schweizerischen Walzenhausen. Dabei wurde ein einstimmiger Beschluss gegen das umstrittene Fracking zur Erdgasförderung gefasst, berichtet Landeshauptmann Markus Wallner. Neben der Kooperation im Hochschulbereich wurde auch die verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbarer Energien thematisiert. weiterlesen…

Forschungswettlauf um Stromspeicher entbrannt

Ausbau der Strom-Speicherkapazitäten erst am Anfang

Würden die Architekten der deutschen Energiewelt ihre Weihnachtswünsche aufschreiben, stünden einsatzfähige Energiespeicher ganz oben auf dem Wunschzettel. Denn eine wesentliche Voraussetzung für die intensivere Nutzung erneuerbarer Energien sind funktionierende Stromspeicher. Um die Verbraucher mit dem  künftigen Energiemix verlässlich zu versorgen, sind Energieerzeuger und Netzbetreiber auf die Zwischenlagerung von Strom angewiesen. Klar ist: Die eine universelle Speicherlösung für das Stromnetz der Zukunft wird es nicht geben. weiterlesen…

Kanzlerin sollte Altmaier Rücken stärken

Altmaier muss Doha-Paket drastisch aufstocken – Verbände appellierten an Kanzlerin, Altmaier den Rücken zu stärken

Die Umwelt- und Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, BUND, Germanwatch, Greenpeace, NABU, Oxfam und WWF haben in Doha an Bundeskanzlerin Merkel appelliert, Klimaschutz wieder zur Chefinnnen-Sache zu machen. Sie müsse auf ihre EU-Kollegen einwirken, damit die EU zeitnah ihr Klimaschutzziel auf 30 Prozent erhöhe und eine Einigung mit Polen herbeiführe. „Nur wenn Frau Merkel dem Bundesumweltminister den Rücken stärkt und neue Impulse in Europa setzt, können wir den dringend benötigten Fortschritte erwarten, sagte Regine Günther, Leiterin Klimaschutz und Energie beim WWF. weiterlesen…

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Photon

Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzverschleppung

Die Staatsanwaltschaft Aachen hat gegenüber der Fachzeitschrift photovoltaik bestätigt, dass sie ein Ermittlungsverfahren wegen Insolvenzverschleppung und anderer Straftaten gegen Photon Europe mit Sitz in Aachen eingeleitet habe. Zu weiteren Details wollte Oberstaatsanwalt Robert Deller keine Angaben machen. Photon Europe äußerte sich gegenüber photovoltaik mit folgenden Worten: „Wir gehen davon aus, dass das Verfahren wegen Insolvenzverschleppung nach weiterer Prüfung durch die Staatsanwaltschaft eingestellt wird.“ Derzeit liegen bei den Insolvenzgerichten in Deutschland keine Informationen über ein laufendes oder beantragtes Insolvenzverfahren für Photon Europe vor. weiterlesen…

Berliner Flughafen mit Multi-Energie-Tankstelle

Grundsteinlegung für grünes Wasserstoffprojekt und Multi-Energie-Tankstelle am BER

Es geht doch etwas voran am BER – dem Berliner Immer-noch-nicht-Flughafen: Das Windkraftunternehmen ENERTRAG, der Industriegase-Konzern Linde und das Energieunternehmen TOTAL vollzogen am 5.12. 2012 mit der Grundsteinlegung zur ersten CO2-neutralen Tankstelle am Hauptstadtflughafen den nächsten Schritt zur Marktreife der Wasserstoff-Technologie. Zusammen mit den assoziierten Unternehmen McPhy Energy und 2G Energietechnik bieten die Projektpartner erstmals Lösungen für eine der Kernherausforderungen der Energiewende, der Speicherung erneuerbar gewonnener Energie. Ab Herbst 2013 sollen am BER Wasserstofffahrzeuge mit „grün“ erzeugtem Wasserstoff betankt werden. Damit zeigen die kooperierenden Unternehmen, dass umweltfreundliche Mobilität auf der Basis von erneuerbarer Energie machbar ist. weiterlesen…