Welt „auf katastrophalem Weg“

UN-Generalsekretär Guterres zum neuen Weltklimabericht

Die Welt droht ihr Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung deutlich zu verfehlen. Laut UN-Generalsekretär António Guterres zeigt der am 17.09.2021 veröffentlichte aktuelle UN-Klimabericht, „dass sich die Welt auf einem katastrophalen Weg in Richtung einer Erwärmung von 2,7 Grad Celsius befindet“. Infolgedessen drohe ein „massiver Verlust von Menschenleben und Lebensgrundlagen“. Der Bericht bewertet die nationalen Klimaschutz-Verpflichtungen (NDCs) von 191 Ländern im Rahmen des Pariser Abkommens, das die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen soll. Solarify dokumentiert die Erklärung von Guterres. (Foto: Hochwasser in Altenahr, Altenburg am 15.07.2021 – Foto @ Martin Seifert. Ursprünglich hochladender Benutzer: CnndrBrbr (Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons)CC0) weiterlesen…

Die Zeit, eine katastrophale Erwärmung zu vermeiden, läuft ab

UN-News: „Wendepunkt“ für Klimaschutzmaßnahmen

Die durch die weltweiten COVID-19-Abschaltungen verursachte vorübergehende Verringerung der Kohlenstoffemissionen hat den Klimawandel offenbar nicht verlangsamt. Im Gegenteil: die Treibhausgaskonzentrationen sind auf einem Rekordniveau, und der Planet befindet sich auf dem Weg zu einer gefährlichen Überhitzung, warnte ein am 16.09.2021 veröffentlichter, von mehreren Organisationen erstellter Klimabericht. Laut dem bahnbrechenden Bericht United in Science 2021 gibt es „keine Anzeichen dafür, dass wir wieder grüner werden“, da die Kohlendioxidemissionen nach einem vorübergehenden Einbruch im Jahr 2020 aufgrund von COVID rapide ansteigen und die im Pariser Abkommen festgelegten Ziele bei weitem nicht erreicht werden. (Bild: Überschwemmtes Deutsches Eck in Koblenz – Titelfoto © UN-Bericht ‚United in Science‘) weiterlesen…

BKK-Nordwest: Klimakrise macht krank

Gehäufte Wetterextreme führen zunehmend zu Gesundheitsschäden

Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Temperaturanstieg und insbesondere die steigende Häufigkeit von Tagen mit extrem hohen Temperaturen oder Hitzetagen führen zu teilweise drastischen Steigerungsraten klimasensibler Erkrankungen. Der BKK-Landesverband NORDWEST hat die Zusammenhänge und die Entwicklung klimasensibler Erkrankungen von mehr als 10 Mio. BKK-Versicherten (entsprach 2019 einem Anteil an der Gesamtbevölkerung von 13,4%) im Zeitraum von 2010 bis 2019 untersucht (2020 ist aufgrund Verwerfungen der infolge der Corona-Pandemie teilweisen deutlich zurückgegangener Arzt-Kontakte und Krankenhauseinweisungen nicht berücksichtigt). (Foto: Sonne über den Osterseen – © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Der „Strompreishorror“ und der „Markt“

Wie geht es nach der Wahl weiter? von Karl-Heinz Remmers

Wer einen an die Strom-Börsenpreise gekoppelten Stromtarif hat, erlebt es seit einigen Monaten live: Die Strompreise an der Börse erklimmen immer neue Rekordhöhen. Der „Strompreishorror“ geht um – getrieben vom „Markt“. Offenbar wegen des Wahlkampfs aber ist es um das Thema noch immer erstaunlich ruhig. Dabei gibt es sehr wohl die Chance, das Preisniveau mit einem kräftigen Ausbau der erneuerbaren Energien samt Speichern und Infrastruktur mittel- und langfristig klimaschonend wieder zu senken. weiterlesen…

Wirkungsgrad von Flüssigmetallbatterien verbessert

Internationales Team optimiert neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie
Klimaschutz bedeutet, zunehmend auf erneuerbare Energien umzusteuern. Doch um Sonnen-, Wind- und andere regenerative Energien speichern zu können, braucht es ausgeklügelte Systeme. Noch sind die heutigen Speicher zu teuer und schlecht oder gar nicht recycelbar. Wissenschaftler des HZDR-Instituts für Fluiddynamik forschen seit mehreren Jahren an Flüssigmetallbatterien und gelten inzwischen als europaweit führend. Norbert Weber vom HZDR gelang es, gemeinsam mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) eine neuartige Lithium-Blei-Flüssigmetallbatterie entscheidend zu optimieren. weiterlesen…

Mit Bergbauabfällen Wasserstoff produzieren

(Wieder-)Entdeckung des Feldspats

Forscher der Queensland University of Technology haben herausgefunden, wie Bergbauabfälle als Teil eines potenziell billigeren Katalysators für die Wasserstoff-Herstellung verwendet werden könnten. Normalerweise werden Wasserspaltungsreaktionen zur Wasserstoffproduktion mit Platin ausgelöst, das etwa 42 €/g (Iridium 41 €/g oder Ruthenium 11 €/g) kostet. Es werden auch billigere, aber weniger aktive Metalle wie Kobalt, dessen Preis bei etwa 60.000 €/Tonne liegt, Nickel für 22.000 €/t und Eisen für 543 €/t verwendet. (Bild: Einkristall eines monoklinen Feldspats – © Rob Lavinsky, iRocks.comCC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

„Scheinheilige“ Banken finanzieren Cambo-Ölfeldprojekt

ClientEarth fordert Kreditgeber zur Rechtfertigung auf


Die Londoner Klimaschutz-NGO ClientEarth hat 17 internationale Kreditgeber am 13.09.2021 aufgefordert, ihre Finanz- oder Beratungsdienstleistungen für Royal Dutch Shell Plc und Siccar Point Energy, die beiden Unternehmen hinter dem Cambo-Ölfeldprojekt in der Nordsee 120 Kilometer westlich der Shetland-Inseln, zu rechtfertigen, heißt es in einer Erklärung. Die Geschäfte mit den Fossil-Unternehmen zögen Klimaverpflichtungen der Banken, wie die Unterzeichnung der Net-Zero Banking Alliance und des Collective Commitment to Climate Action, „ins Lächerliche“. Barclays und die Deutsche Bank, zwei der Kritisierten, reagierten nicht auf Bitten um Stellungnahme zu den Schreiben. (Foto: Nordsee-Bohrinseln – © wasi1370 auf Pixabay) weiterlesen…

Soziale Sicherung elementar für Katastrophenvorsorge

Welt-Risiko-Bericht und -Index 2021 erschienen: Vanuatu, Salomonen und Tonga Länder mit höchstem Katastrophenrisiko

Mit dem Fokus „Soziale Sicherung“ erschien am 15.09.2021 der diesjährige WeltRisikoBericht – vorgestellt vom Bündnis Entwicklung Hilft und dem Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum. Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden auch die Ergebnisse des diesjährigen WeltRisikoIndexes präsentiert, der das Katastrophenrisiko für 181 Länder erfasst. Die Corona-Pandemie, Waldbrände und Überflutungen haben zuletzt deutlich gemacht, wie elementar eine soziale Absicherung gegen existenzielle Risiken ist. (Bild: Weltrisikobericht 2021 – Titel © entwicklung-hilft.de) weiterlesen…

Chemisches Plastik-Recycling mit guten Potenzialen

Fraunhofer CCPE veröffentlicht Positionspapier und Forschungsprogramm zum Recycling von Kunststoffen

Der Fraunhofer Cluster of Excellence Circular Plastics Economy CCPE hat ein Positionspapier zum Stand von Wissenschaft und Technik von Recyclingtechnologien für Kunststoffe vorgelegt. Der Schwerpunkt liegt auf chemischen Recyclingverfahren. Eine Marktanalyse zeigt aktuelle Industrieaktivitäten, außerdem werden die Fraunhofer-Kompetenzen im Kunststoff-Recycling im Überblick dargestellt. Das Positionspapier gibt einen Überblick über werk- und rohstoffliche (chemische) Aufbereitungstechnologien für Kunststoffe, die sich derzeit in der Entwicklung befinden und noch nicht zum Stand der Technik zählen. weiterlesen…

Neue Blockchain-Methoden umweltfreundlicher als ihr Ruf

Untersuchung des Wuppertal Instituts

Neue Blockchain-Methoden verbrauchen deutlich weniger Ressourcen und Energie als die Methoden der ersten Generation, wie sie etwa bei der Kryptowährung Bitcoin zum Einsatz kommen. Zu diesem Ergebnis kommt die am 15.09.2021 veröffentlichte Studie „Nachhaltigkeitskriterien Blockchain“ des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, die das BMU in Auftrag gegeben hatte. (Bild: Bitcoin-Logo © Coinmarket.to – CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…