Entscheidung des Obersten US-Gerichtshofs, die der fossilen Brennstoffindustrie nicht gefällt

US-Gemeinden können auf Entschädigung für Klimawandel-Kosten klagen (was die Ölkonzerne seit Jahren bekämpft haben)

Mit freundlicher Genehmigung von Bill McKibben, The New Yorker, 10.05.2023

Es war die Abgeordnete Pat Schroeder, Demokratin aus Colorado mit zwölf Amtszeiten, die eines Morgens beim Eierbraten den Begriff „Teflon-Präsident“ für Ronald Reagan prägte. „Er sorgt dafür, dass nichts an ihm kleben bleibt“, sagte sie später im Kongress. Schroeder, die im März verstarb, war die erste Frau, die Colorado im Repräsentantenhaus vertrat, und eine Verfechterin des Umweltschutzes – sie brachte die Gesetzgebung zur Einrichtung des Rocky Mountain Arsenal National Wildlife Refuge auf den Weg – und sie hätte das Gleiche über die fossile Brennstoffindustrie sagen können. weiterlesen…

45 Millionen für Erprobung von Wasserstoff in der Luftfahrt

Luft- und Raumfahrtkoordinatorin übergab Förderbescheid für fliegendes Wasserstofflabor

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz BMWK fördert mit 45,2 Millionen Euro die Beschaffung eines Regionalflugzeugs sowie dessen Umrüstung und Nutzung als fliegender Wasserstoff-Prüfstand (Flying Testbed). Den entsprechenden Förderbescheid hat die Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Anna Christmann, am 12.05.2023 an die Vorstandvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Prof. Dr.-Ing. Anke Kaysser-Pyzalla, übergeben. weiterlesen…

CIRCULAR REPUBLIC präsentiert erste Start-up Landkarte der Kreislaufwirtschaft

Circular Economy weitet sich aus: 171 Start-ups erfüllen Kriterien

Die Initiative CIRCULAR REPUBLIC des Innovations- und Gründungszentrums UnternehmerTUM hat nach eigenen Angaben ihre erste Start-up Landkarte für den Bereich Circular Economy veröffentlicht. Die Erhebung zeigt: Immer mehr junge deutsche Unternehmen machen Kreislaufwirtschaft zum Kern ihres Geschäftsmodells. weiterlesen…

Meerwasser direkt filtern

Captura entzieht dem Ozean Milliarden Tonnen CO2

Die Captura Corporation, eine Ausgründung des California Institute of Technology (Caltech), will aktiv Gigatonnen CO2 aus dem Meereswasser entfernen. Dabei soll ein neu entwickeltes, eigens patantiertes Elektrodialyse-Verfahren namens Direct Ocean Capture (DOC) eingesetzt werden. Das gefilterte Wasser soll danach zurück in den Ozean fließen. Dabei sollen ausschließlich Erneuerbare Energien genutzt werden. (Bild: Captura Meerwasser dekarbonisieren – © Capturacorp.com) weiterlesen…

„Meilenstein für konsequent kreislaufgeführte Wirtschaft“

TSR Recycling weiht innovative TSR40-Aufbereitungsanlage ein

Gemeinsam mit NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur und vielen Gästen haben Bernd Fleschenberg und Christian Blackert (COO TSR Automotive und TSR Recycling GmbH) am 27.04.2023 die neue Aufbereitungsanlage am Duisburger TSR-Standort offiziell in Betrieb genommen. Nach nur einem Jahr Bauzeit in der Anlage zukünftig jährlich bis zu 450.000 Tonnen unterschiedliche Inputmaterialien – wie etwa Altkarossen, Mischschrotte oder Haushaltsgroßgeräte – zum Recyclingprodukt TSR40 aufbereitet werden. weiterlesen…

Bauschutt als Rohstoffquelle bleibt größtenteils ungenutzt

Erste Anpassung der Ersatzbaustoffverordnung: Regelung zum Abfallende fehlt

Ab 01.08.2023 gilt die neue Ersatzbaustoffverordnung, um mehr Recycling am Bau zu ermöglichen. Noch vor deren Inkrafttreten hat am 11.05.2023 der Deutsche Bundestag über die erste Anpassung der Verordnung entschieden, die aus Sicht von Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe, erneut nicht weit genug geht. weiterlesen…

Recyclingmaterialien für nachhaltiges Bauen

Fachgespräch im Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung

Im Interesse nachhaltigen Bauens braucht man einen verstärkten Einsatz von Recyclingmaterialien im Bausektor. Diese Ansicht vertraten die zu einem öffentlichen Fachgespräch des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung am 10.05.2023 geladenen Sachverständigen. „Wir brauchen unbedingt Quoten für Recyclingmaterialien“, sagte Stanimira Markova, Leiterin des Forschungsbereichs „Zukunftstechnologien Gebäudenachhaltigkeit“ an der Rheinisch-Westfälischen Technische Hochschule (RWTH) Aachen. weiterlesen…

Import chinesischer Elektro-Autos verdreifacht

Statistisches Bundesamt über 1. Quartal

Der Anteil der aus China nach Deutschland gelieferten Elektroautos hat sich im ersten Quartal 2023 mehr als verdreifacht, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 12.05.2023 mit. Demnach kamen rund 28 Prozent der aus dem Ausland importierten Pkw mit Elektromotor aus China. Im Vorjahresquartal hatte der Anteil noch bei 7,8 Prozent gelegen. Die Volksrepublik China war zwar auch im 1. Quartal 2023 Deutschlands wichtigster Handelspartner, allerdings ging das deutsche Außenhandelsvolumen (Wert der Exporte und Importe) mit China gegenüber dem Vorjahresquartal um 10,5 % auf 64,7 Milliarden Euro zurück. weiterlesen…

MCC: Weltweit nur halb soviele Kohlekraftwerke wie geplant

50 Prozent der Pläne für neue Kohlemeiler gecancelt

Bleibt die 1,5-Grad-Grenze doch noch als Hoffnung bestehen? Zahlreiche Schwellenländer streichen ihre Pläne für neue Klimakiller zusammen, ermittelte eine neue Untersuchung des MCC-Berlin (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Demnach haben vor allem in Bangladesch und in der Mongolei Planungen gecancelt . „Es muss allerdings noch eine Bedingung erfüllt werden“, schreibt Nicole Weinhold auf Eneregiezukunft. Weltweit streichen Länder ihre Planungen für neue Kohlekraftwerke, am wenigsten in China. weiterlesen…

Chemisches Recycling von End-of-Life PET als Kreislaufwirtschafts-Baustein

Noch wird zu viel verbrannt

Deutschland gilt als Pionier bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft. Doch ein Blick auf die Recyclingquote von Kunststoffverpackungen für das Jahr 2020 zeigt: Da geht noch mehr. Mit einer Quote von 46,2 Prozent liegt Deutschland im europäischen Vergleich im Mittelfeld. „In Deutschland gehen pro Jahr mehr als 500.000 Tonnen nicht mehr recycelbare Polyethylenterephthalat-Kunststoffabfälle (PET) unwiederbringlich verloren. Das entspricht einem Materialwertverlust von mehr als einer Milliarde Euro und wird zudem durch neues PET auf Basis von fossilen Rohstoffen ersetzt“, so Dr. Stephan Enthaler vom Institut für Anorganische und Angewandte Chemie der Universität Hamburg (UHH). weiterlesen…