Wärmepumpen auch in Bestands-Einfamilienhäusern sinnvoll

Notwendig, um von Gas- und Ölheizungen wegzukommen

Etwa 40 Prozent aller CO2-Emissionen entstehen in Deutschland durch die Bereitstellung von Warmwasser und Raumwärme für Gebäude. Das liegt vor allem daran, dass in vielen Bestandsgebäuden ineffiziente, klimaschädliche Gas- und Ölheizungen im Einsatz sind. Um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen, ist es notwendig, bei Bestandsgebäuden auf Wärmepumpen zu setzen. Sie können auch in Altbauten gute Effizienzwerte erreichen, schreibt das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE. weiterlesen…

Düsentreibstoff aus der Kloake

Könnte Flugzeug-Kerosin aus menschlichen Abwässern hergestellt werden?

Das Unternehmen Firefly Green Fuels (Gloucestershire) will Flugzeugtreibstoff aus menschlichen Fäkalien herstellen. Der Abfallstrom wird außer als Düngemittel für die Landwirtschaft derzeit nicht genutzt. Noch werden menschliche Abwässer zersetzt und emittieren dabei unter anderem CO2. Wenn Abwasser zur Herstellung kohlenstoffarmen Düsentreibstoffs verwendet wird, müsste es aufwändig und energieintensiv aufbereitet werden, schreibt das britische Portal Airportwatch am 05.01.2024. Die Luftfahrtindustrie versucht, Kraftstoffe zu finden, die sie als „kohlenstoffarm“ bezeichnen kann, wenn sie aus Kohlenstoff hergestellt werden, der von Pflanzen oder Tieren stammt – und nicht aus fossilen Brennstoffen. weiterlesen…

Schluss mit Monsterklagen wegen angeblich entgangener Gewinne

Deutschland offiziell aus Energiecharta-Vertrag ausgeschieden

Am 21.12.2023 ist Deutschland offiziell aus dem Energiecharta-Vertrag (ECT) ausgestiegen. Das Bundeskabinett hatte im November 2022 den Rücktritt von dem Abkommen beschlossen, weil es die Energiewende hemmt, wie das Umweltinstitut München . Ein Jahr zuvor, im November 2021 hatte der Londoner Guardian geheime Dokumente veröffentlicht, die einen Anstieg der Klagen aus dem ECT um 269 % dokumentierten. Der ECT gestattete es Energiekonzernen, die künftige Gewinne beeinträchtigt sehen, Regierungen zu verklagen. weiterlesen…

OECD-Bestandsaufnahme von Fördermaßnahmen für fossile Brennstoffe 2023

Internationale Klimaziele gefährdet

Die staatliche Förderung fossiler Energieträger hat sich 2022 fast verdoppelt. Dieser Trend gefährdet die internationalen Klimaziele und zeigt, wie schwierig es ist, die Netto-Null-Verpflichtungen angesichts geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen aufrechtzuerhalten. Das „OECD Inventory of Support Measures for Fossil Fuels 2023“ analysiert die jüngsten Entwicklungen und unterstreicht die Notwendigkeit, die Förderung fossiler Energieträger auslaufen zu lassen, um dringend benötigte Ressourcen für den Übergang zur Klimaneutralität freizusetzen und Innovationen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu beschleunigen. (Bild: Auflistung fossiler Förderungen – Titel © OECD) weiterlesen…

Mit Licht CO2 abscheiden

Neue CCU-Methode

Forschende der ETH Zürich entwickelten eine neue Methode für die CO2-Abscheidung, die mit Licht arbeitet. Sie nutzen lichtreaktive Moleküle, um den Säuregrad einer Flüssigkeit zu beeinflussen und so CO2 abzuscheiden. Damit die lichtreaktiven Moleküle über längere Zeit stabil bleiben, haben die Forschenden eine spezielle Mischung verschiedener Lösungsmittel entwickelt. Herkömmliche Technologien zur CO2-Abscheidung arbeiten mit Temperatur- oder Druckunterschieden und benötigen viel Energie. Das entfällt beim neuen lichtbasierten Verfahren. weiterlesen…

Nachhaltige Tenside – auf Pflanzenölbasis

Zweitgrößte Klasse chemischer Produkte: 18 Mio. t

Tenside für Seifen oder Waschmittel sind mit einer weltweiten Jahresproduktion von über 18 Millionen Tonnen nach Kunststoffen die zweitgrößte Klasse chemischer Produkte. Die TH Köln arbeitet laut einer Medienmitteilung vom 10.01.2024 schon seit mehreren Jahren an biobasierten Chemikalien, um diesen Industriezweig nachhaltiger zu gestalten. Zwei neue Projekte widmen sich nun der Erforschung umweltfreundlicher Tenside. weiterlesen…

ESA will Kreislaufwirtschaft im Weltraum einführen

Suche nach „kreativen Lösungen“

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der Satelliten erheblich zugenommen. Millionen von Weltraumschrottobjekten umkreisen die Erde und stellen eine Gefahr für den Betrieb von Raumfahrzeugen dar. Aus diesem Grund bemüht sich die ESA aktiv darum, die Entstehung von Weltraummüll in der Erdumlaufbahn bis 2030 zu begrenzen. Sie plant, bis 2050 eine Kreislaufwirtschaft im Weltraum einzuführen. Um dies zu erreichen, sucht sie „nach kreativen Lösungen, die zu mehr Nachhaltigkeit in der Raumfahrt beitragen„. (Bild: Deutscher Umweltsatellit EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program) ermöglicht präzise Aussagen zum Zustand und zu Veränderungen auf der Erdoberfläche – © DLR – CC BY-NC-ND 3.0) weiterlesen…

Neues aus der Solarenergie: Spiegel im Weltraum könnten tägliche Laufzeit von Solarparks verlängern

Reflektoren könnten Solarenergie-Ernte verbessern – Künftige gigantische Solarparks könnten bewirken, wie viel Solarstrom auf der anderen Seite der Welt erzeugt werden kann

Wer in einer kalten Nacht 1993 zufällig in den Himmel über Europa schaute, sah möglicherweise einen schwachen Lichtblitz. Dieser stammte von dem russischen Weltraumspiegelexperiment namens Znamya-2 (Znamya ist Russisch und heißt auf Deutsch „Banner“), einer 20 Meter langen, reflektierenden Struktur, die einer Aluminiumfolie ähnelte. Es sollte demonstrieren, dass Sonnenenergie aus dem Weltraum auf die Erde reflektiert werden kann, schreibt Onur Çelik, Postdoktorand im Bereich Raumfahrttechnik, Universität Glasgow, am 11.01.2024 in The Conversation. weiterlesen…

Eiskalte Trennung: Erfolgreiche Kreislaufwirtschaft bei Stahlverbindungen

Das neue „Heiß“ ist „eiskalt“ und dabei „extrem wirtschaftlich und nachhaltig“

Ein modernes Auto enthält 15 bis 18 Kilogramm Klebstoff, der wertvolle Stahlbauteile zusammenfügt. Hochfeste Stahlklebverbindungen materialerhaltend zu trennen, ist aufgrund der hohen Festig- und Zähigkeiten sowohl der Stahlwerkstoffe und auch der Klebstoffe eine große Herausforderung. Das Forschungsteam Prof. Dr.-Ing. Tim Michael Wibbeke und Dr. Aurélie Bartley vom Lehrgebiet Fertigungstechnologie Mechatronik der Hochschule Hamm-Lippstadt sowie Prof. Dr.-Ing. Gerson Meschut und Nick Chudalla vom Laboratorium für Werkstoff- und Fügetechnik der Universität Paderborn hat eine „eiskalte“ Lösung entwickelt. weiterlesen…

Festkörperbatterie lädt sich Tausende Zyklen lang in Minuten auf

Forschung ebnet Weg für bessere Lithium-Metall-Batterien

Forscher der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences (SEAS) haben eine neue Lithium-Metall-Batterie entwickelt, die mindestens 6.000 Mal aufge- und entladen werden kann – mehr als jede andere Pouch-Batteriezelle – und die in wenigen Minuten wieder aufgeladen werden kann, schreibt Leah Burrows am 08.01.2024 auf der SEAS-Webseite. Die Forschungsarbeit beschreibt nicht nur einen neuen Weg zur Herstellung von Festkörperbatterien mit einer Lithium-Metall-Anode, sondern bietet auch neue Erkenntnisse über die für diese potenziell revolutionären Batterien verwendeten Materialien. Sie wurde in Nature Materials veröffentlicht. weiterlesen…