EU-Kommission schlägt EU-Eigenmittel der nächsten Generation vor

CO2-Einnahmen sollen EU-Schulden tilgen

Die EU-Kommission hat am 22.12.2021 die Einführung eines „EU-Eigenmittelsystems der nächsten Generation“ vorgeschlagen, in dem sie drei neue Einnahmequellen vorsieht. Die erste stützt sich auf Einnahmen aus dem Emissionshandel (EHS), die zweite auf die Ressourcen, die durch das vorgeschlagene CO2-Grenzausgleichssystem der EU generiert werden, und die dritte auf den Anteil der Residualgewinne multinationaler Unternehmen, die im Rahmen der jüngsten OECD/G20-Vereinbarung über eine Neuzuweisung von Besteuerungsrechten („erste Säule“) den EU-Mitgliedstaaten neu zugewiesen werden. weiterlesen…

Aus Japan: Schnelle und langlebige Batterien in Sicht

Vielversprechendes Anodenmaterial aus biobasierten Polymeren

Um die langsamen Ladezeiten herkömmlicher Lithium-Ionen-Batterien zu überwinden, haben Wissenschaftler des Japan Advanced Institute of Science and Technology laut einer Medienmitteilung vom 22.12.2021 ein neues Anodenmaterial entwickelt, das eine ultraschnelle Aufladung ermöglicht. Das neuartige Material wird in einem einfachen, umweltfreundlichen und effizienten Verfahren hergestellt, bei dem ein biobasiertes Polymer gebrannt wird, und behält auch nach Tausenden von Zyklen den Großteil seiner ursprünglichen Kapazität. Die Ergebnisse dieser Studie werden den Weg zu schnell aufladbaren und langlebigen Batterien für Elektrofahrzeuge ebnen. weiterlesen…

EnergieAgentur.NRW vor dem Aus

Regierung in Düsseldorf braucht sie nicht mehr

Am 22.12.2021 versandte die EnergieAgentur.NRW GmbH eine Abschiedsmail, betreffend ihr eigenes Ende: „Der Vertrag des Landes NRW mit der EnergieAgentur.NRW GmbH endet zum 31.12.2021. Wir stellen somit zum Ende des Jahres unseren Betrieb ein“. Mit der Mail wollen die Mitarbeiter der EnergieAgentur.NRW den „zahlreichen Weggefährten für 31 Jahre gemeinsames Engagement für Klimaschutz, Energieeffizienz, Energiesparen und Erneuerbare Energien herzlich danken“. Man danke den Landesregierungen und der EU für die jahrelange Finanzierung. weiterlesen…

EU-Kommission schlägt Leitfaden für gerechten Übergang zur Klimaneutralität vor

Besonderes Augenmerk auf Haushalte mit hoher Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen

Die EU-Kommission hat am 14.12.2021 politische Leitlinien für einen gerechten und inklusiven Übergang zur Klimaneutralität vorgeschlagen, die das im Juli vorgelegte Paket zur Umsetzung des Grünen Deals ergänzen. Die vorgeschlagene Empfehlung des Rates enthält spezifische Leitlinien, die die einschlägigen beschäftigungs- und sozialpolitischen Aspekte im Zusammenhang mit dem Übergang umfassend behandeln und die Mitgliedstaaten bei der Ausarbeitung und Umsetzung von Maßnahmepaketen zur Gewährleistung eines gerechten Übergangs zur Klimaneutralität unterstützen sollen. weiterlesen…

AGEB: Energieverbrauch zieht wieder an

Zuwachs durch Erdgas und Kohle gedeckt – Windstrom deutlich unter Vorjahr

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte 2021 12.193 Petajoule (PJ) beziehungsweise 416,1 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE, ~ 3.400 TWh). Das entspricht einem Anstieg um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Energieverbrauch liegt jedoch noch spürbar unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit, was darauf hinweist, dass die energie- und gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland weiterhin in hohem Maße durch die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen geprägt wird, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) am 21.12.2021 in Berlin. weiterlesen…

ZSW und BDEW: EE-Anteil am Stromverbrauch sinkt 2021 auf 42 Prozent

Hauptursache: Windmangel

PV und Wind bei Bitterfeld - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyPhotovoltaik, Windkraft und Co. deckten im vergangenen Jahr weniger des Stromverbrauchs in Deutschland als im Jahr zuvor, so . Nach vorläufigen Berechnungen von ZSW und BDEW sei der Anteil in diesem Jahr vor allem aufgrund von ungünstigen Windbedingungen zurück gegangen. Die Erzeugung aus Photovoltaik-Anlagen legte im Jahresvergleich um fünf Prozent zu. weiterlesen…

EU-Kommission lässt EEG 2021 passieren

Beihilferechtliche Genehmigungen zwar erteilt – aber weiterhin Vorbehalte bei dritten PV-Ausschreibungsrunden

Wie das BMWi mitteilt, hat die Europäische Kommission am 09.12.2021 die erhöhten Ausschreibungsmengen 2022 für Windkraftanlagen an Land und Solaranlagen beihilferechtlich genehmigt. Lediglich für die dritten Ausschreibungsrunden für Solaranlagen hat sich die EU-Kommission vorbehalten, zunächst die Wettbewerbssituation zu beobachten und zu einem späteren Zeitpunkt zu entscheiden. Das EEG 2021 sieht vor, dass im nächsten Jahr bei Wind an Land rund 2.100 MW zusätzlich und bei Solaranlagen rund 4.100 MW zusätzlich zur Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ausgeschrieben werden. weiterlesen…

900 Mio. EUR für Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff

EU-Kommission genehmigt staatliche Beihilfe zur Investitionsförderung

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Europäische Kommission hat – einer Medienmitteilung aus Brüssel zufolge – eine mit 900 Mio. EUR ausgestattete deutsche Regelung zur Förderung von Investitionen in die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Nicht-EU-Ländern nach den EU-Beihilfevorschriften genehmigt. Die so erzeugte Energie soll dann in die EU importiert und dort verkauft werden. Mit der Regelung unter der Bezeichnung „H2Global“ soll die Nachfrage der EU nach erneuerbarem Wasserstoff gedeckt werden. weiterlesen…

Perowskit-Solarzelle mit ultralanger Haltbarkeit

Fast kein Wirkungsgradverlust

Perowskite gelten als Hoffnungsträger schlechthin für die Solarmodule der Zukunft. Als größte Hürde für den praktischen Einsatz galt allerdings bislang die kurze Lebensdauer, doch das könnte sich bald ändern. In der aktuellen Ausgabe von Nature Energy haben Forschende des Helmholtz Instituts Erlangen-Nürnberg des Forschungszentrum Jülich am 17.12.2021 eine Variante vorgestellt, die durch ihre besondere Stabilität hervorsticht. In Tests bei erhöhter Temperatur und Beleuchtung über 1.450 Betriebsstunden behielt die Zelle auf Perowskitbasis 99 Prozent ihres anfänglichen Wirkungsgrads bei. weiterlesen…

Belgischer Stromkonzern lehnt AKW-Laufzeitverlängerung ab

Engie zu Doel 3 und Tihange 3: „Vorlaufzeit von mindestens fünf Jahren erforderlich.“

Engie, Energieproduzent und Betreiber der belgischen Atomkraftwerke Doel und Tihange, lehnt eine Laufzeitverlängerung der Reaktoren Doel 4 und Tihange 3 ab. Das Unternehmen ließ in einem Schreiben an Premierminister Alexander De Croo wissen, es sei nicht möglich, die beiden AKW länger am Netz zu lassen. In dem Schreiben unterstreicht Engie allerdings auch, dass das Gaskraftwerk von Vilvoorde, für das das belgische Bundesland Flandern keine Genehmigung erteilen will, zur Stromversorgung unerlässlich ist. Engie will stattdessen einen weiteren Bau- und Betriebsantrag für das Gaskraftwerk Vilvoorde in Flämisch-Brabant bei Brüssel bei Flanderns Umweltministerin Zuhal Demir (Neu-Flämische Allianz) einreichen. (Foto: AKW Doel – Foto © Wwuyts – Eig. Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA 3.0) weiterlesen…