WWF: Trendumkehr bei globaler Entwaldung nicht erreicht

Abschaffung waldschädlicher Investitionen, Subventionen und Reform globaler Handelsregeln – Schlüssel zur Abnahme von Entwaldung

Die globalen Waldschutzziele sind in ernster Gefahr. Das belegen alarmierende Daten aus zwei soeben veröffentlichten Studien. Sie zeigen, dass die Anstrengungen bei den Schutz- und Wiederherstellungsplänen mit Zeithorizont 2030 bei Weitem nicht ausreichen. Tropenwälder aber auch unsere Wälder in Deutschland sind dabei, sich von Kohlenstoffsenken in Quellen zu verwandeln. Doch der WWF-Bericht „Forest Pathways 2023“ zeigt auf, dass es immer noch möglich wäre, diesen Trend umzukehren, wenn Politik und Unternehmen ohne weiteres Zögern handeln. weiterlesen…

„Mahnung und Aufforderung an uns alle“

Deutscher Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am 29.10.2023 in Lübeck der Holzbau-Pionierin Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer (links) und Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto „aus ganzem Herzen“ zum diesjährigen Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gratuliert. Die Gratulation für den „hoch angesehenen“ Preis sei zugleich „eine erneute Mahnung und Aufforderung an uns alle“, so Steinmeier in seiner Rede beim Festakt in der Musik- und Kongresshalle. „Wir müssen uns, unsere Gewohnheiten und unsere Lebensweise noch in vielem ändern, um der großen Herausforderung des Klimawandels gerecht zu werden“, sagte er. (Foto: Preisträgerinnen Deutscher Umweltpreis: Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer (zweite von links) und Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto – © Peter Himsel, DBU) weiterlesen…

Kreislaufführung von Kohlenstoff – Grundstein für zukünftige CCU-Technologien

6. Carbon2Chem-Konferenz

Carbon2Chem® (solarify.eu/2016/06/30/carbon2chem) nähert sich „mit großen Schritten“ dem Ende der zweiten Projektphase. In der nächsten Stufe gelte es, die bisher erarbeiteten Lösungen zur Kreislaufführung von Kohlenstoff in die Breite und damit auch in weitere Branchen neben der Stahlproduktion zu tragen. Darin waren sich die Referenten der 6. Konferenz zur nachhaltigen chemischen Konversion in der Industrie am 17. Oktober 2023 in Düsseldorf einig. Zur Veranstaltung geladen hatten die Koordinatoren des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes: das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die thyssenkrupp AG und das Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC). weiterlesen…

Zirkuläre Plastikproduktion 2050 auf 65 Prozent steigern?

Plastics Europe favorisiert mit „Transitions Roadmap“ fossilfreie Rohstoffe

Plastics Europe, der Verband europäischer Kunststoffhersteller präsentierte am 26.10.2023 einen Aktionsplan zur Defossilisierung der Kunststoffindustrie. Die mehr als 100 Kunststoff- und Chemieunternehmen, die unter dem Dach von Plastics Europe zusammenfanden, möchten den Anteil fossiler Ressourcen in der Kunststoffproduktion bis 2050 zu 65 Prozent durch zirkuläre Rohstoffe aus Biomasse, recycelten Materialien und Kohlenstoffabscheidung (CCU) ersetzen. weiterlesen…

Ist Kehrtwende noch möglich?

PwC-Untersuchung: Emissionen müssen siebenmal schneller sinken, um 1,5-Grad-Grenze zu halten

Das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens rückt in weite Ferne, wenn die Weltgemeinschaft nicht deutlich schneller Emissionen abbaut. Zu diesem Ergebnis kommt die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC in der diesjährigen Ausgabe ihres „Net Zero Economy Index“. Die Untersuchung zeigt, dass eine jährliche Dekarbonisierungsrate von 17,2 % (im Vorjahr: 15,2 %) erforderlich ist, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Das entspricht dem Siebenfachen der im vergangenen Jahr erzielten Rate (2,5 %) – und dem Zwölffachen des globalen Durchschnitts (1,4 %) der letzten zwei Jahrzehnte. weiterlesen…

Warum wir endlich eine Kreislaufgesellschaft brauchen

für Netzpolitik von Maximilian Voigt

Am 25.10.2023 hat der EU-Binnenmarktausschuss einen Bericht veröffentlicht, der den im März von der Kommission vorgelegten Verordnungsentwurf zu einem „Recht auf Reparatur“ deutlich verbessert. Von einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft sind wir aber nach wie vor meilenweit entfernt. – Ein Kommentar auf netzpolitik.org (Creative Commons BY-NC-SA 4.0) von Maximilian Voigt – er arbeitet für die Open Knowledge Foundation Deutschland an den Themen Open Education und Open Hardware. 2022 startete er den Prototype Fund Hardware. weiterlesen…

Österreich: Jeder fünfte investierte Euro fließt in die Kreislaufwirtschaft

Trotz geopolitischer Konflikte, Insolvenzen und Inflation flacht der Index dennoch nur leicht ab und bestätigt damit den hohen Stellenwert der Kreislaufwirtschaft

Zum fünften Jahr in Folge präsentiert die ARA gemeinsam mit GfK den „ARA Circular Economy Barometer“, einen Index, der den Status der Kreislaufwirtschaft in österreichischen Unternehmen misst. Inmitten von Krisen ist dieser heuer leicht gesunken. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) hat sich die aktuellen Zahlen der ARA angesehen. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft und europäische Automobilindustrie

„Eine neue Ära“

Kreislaufwirtschaft ist die Zukunft der europäischen Automobilindustrie – die Initiative Ce:Versa – ein neues Projektkonsortium aus Kühne Logistics University, Hamburg, Circularity e.V. und Encory GmbH – will mit Reverse Logistics den Automobilsektor nachhaltiger machen und gleichzeitig die Kosten für alle Beteiligten senken. Die europäische Automobilindustrie ist einer der größten Verursacher von Klimawandel und Umweltverschmutzung: Rund neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden durch den Automobilsektor verursacht. Neben dem Straßenverkehr, der jährlich 740 Millionen Tonnen CO2 erzeugt, verbraucht der Automobilbau enorme Ressourcen und ist für massive Treibhausgasemissionen verantwortlich. weiterlesen…

Winzige Speicherzelle hält extremen Temperaturen stand

Neuartiges ferroelektrisches Material ermöglicht kleinere und bessere Halbleiterbauteile für Mikroelektronik

In der Entwicklung und Strukturierung von neuen Materialien für Halbleiter-Bauteile der nächsten Generation, wie neuartige Speicherzellen, haben Materialforschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie in Itzehoe (ISIT) eine weitere Hürde genommen. Sie konnten zeigen, dass sich ferroelektrisches Aluminium-Scandium-Nitrid auf wenige Nanometer herunterskalieren lässt und verschiedene Zustände speichern kann, sich also als Nanoschalter eignet. Außerdem erwies es sich als besonders stabiles und leistungsfähiges Halbleitermaterial für aktuelle Technologien, die auf Silizium, Siliziumcarbid und Galliumnitrid basieren. (Grafik: Aluminium-Scandium-Nitrid wird geschaltet – polare Ausrichtung im Material verändert sich © Niklas Wolff, Adv. Sci) weiterlesen…

Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“

Risiko-Kipppunkte drohen

Der Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“ der UN-Universität Bonn (UNU-EHS) analysiert sechs miteinander verbundene Risikokipppunkte, die für unmittelbare und zunehmende Risiken in der ganzen Welt stehen. Ein Risiko-Kipppunkt ist erreicht, wenn die Systeme, auf die wir uns in unserem Leben und in unserer Gesellschaft verlassen, die Risiken nicht mehr abfedern können und nicht mehr so funktionieren, wie wir es von ihnen erwarten. Heute bewegen wir uns nahe am Rande mehrerer Risikokipppunkte. Menschliche Handlungen sind die Ursache für diese raschen und grundlegenden Veränderungen auf unserem Planeten, die uns in Richtung einer möglichen Katastrophe treiben. weiterlesen…