Österreich: Jeder fünfte investierte Euro fließt in die Kreislaufwirtschaft

Trotz geopolitischer Konflikte, Insolvenzen und Inflation flacht der Index dennoch nur leicht ab und bestätigt damit den hohen Stellenwert der Kreislaufwirtschaft

Zum fünften Jahr in Folge präsentiert die ARA gemeinsam mit GfK den „ARA Circular Economy Barometer“, einen Index, der den Status der Kreislaufwirtschaft in österreichischen Unternehmen misst. Inmitten von Krisen ist dieser heuer leicht gesunken. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) hat sich die aktuellen Zahlen der ARA angesehen. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft und europäische Automobilindustrie

„Eine neue Ära“

Kreislaufwirtschaft ist die Zukunft der europäischen Automobilindustrie – die Initiative Ce:Versa – ein neues Projektkonsortium aus Kühne Logistics University, Hamburg, Circularity e.V. und Encory GmbH – will mit Reverse Logistics den Automobilsektor nachhaltiger machen und gleichzeitig die Kosten für alle Beteiligten senken. Die europäische Automobilindustrie ist einer der größten Verursacher von Klimawandel und Umweltverschmutzung: Rund neun Prozent der weltweiten CO2-Emissionen werden durch den Automobilsektor verursacht. Neben dem Straßenverkehr, der jährlich 740 Millionen Tonnen CO2 erzeugt, verbraucht der Automobilbau enorme Ressourcen und ist für massive Treibhausgasemissionen verantwortlich. weiterlesen…

Winzige Speicherzelle hält extremen Temperaturen stand

Neuartiges ferroelektrisches Material ermöglicht kleinere und bessere Halbleiterbauteile für Mikroelektronik

In der Entwicklung und Strukturierung von neuen Materialien für Halbleiter-Bauteile der nächsten Generation, wie neuartige Speicherzellen, haben Materialforschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Fraunhofer-Instituts für Siliziumtechnologie in Itzehoe (ISIT) eine weitere Hürde genommen. Sie konnten zeigen, dass sich ferroelektrisches Aluminium-Scandium-Nitrid auf wenige Nanometer herunterskalieren lässt und verschiedene Zustände speichern kann, sich also als Nanoschalter eignet. Außerdem erwies es sich als besonders stabiles und leistungsfähiges Halbleitermaterial für aktuelle Technologien, die auf Silizium, Siliziumcarbid und Galliumnitrid basieren. (Grafik: Aluminium-Scandium-Nitrid wird geschaltet – polare Ausrichtung im Material verändert sich © Niklas Wolff, Adv. Sci) weiterlesen…

Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“

Risiko-Kipppunkte drohen

Der Bericht „Interconnected Disaster Risks 2023“ der UN-Universität Bonn (UNU-EHS) analysiert sechs miteinander verbundene Risikokipppunkte, die für unmittelbare und zunehmende Risiken in der ganzen Welt stehen. Ein Risiko-Kipppunkt ist erreicht, wenn die Systeme, auf die wir uns in unserem Leben und in unserer Gesellschaft verlassen, die Risiken nicht mehr abfedern können und nicht mehr so funktionieren, wie wir es von ihnen erwarten. Heute bewegen wir uns nahe am Rande mehrerer Risikokipppunkte. Menschliche Handlungen sind die Ursache für diese raschen und grundlegenden Veränderungen auf unserem Planeten, die uns in Richtung einer möglichen Katastrophe treiben. weiterlesen…

Autonomes „Ridepooling“ soll Verkehrswende voranbringen

Modellprojekt in Hamburg – KIT-Forschende untersuchen NutzerInnen-Verhalten von Mobilitätsangeboten

Neue Mobilitätsangebote wie Ridepooling könnten Innenstädte entlasten, Emissionen senken und Fahrgästen mehr Flexibilität bieten. Ein On-Demand-Verkehrsangebot mit autonomen Shuttlebussen im Hamburger Straßenverkehr entwickelt das Projekt „Autonomes Ridepooling“ (ALIKE), an dem auch Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt sind. ALIKE bündelt die Kompetenzen von Mobilitätsanbietern und Partnern aus Fahrzeugindustrie und Wissenschaft. Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert das Projekt mit 26 Millionen Euro. (Bild: Simulation von Ridepooling-Fahrzeugen mit mobiTopp für Erforschung der Wirkung autonomen Verkehrs – © MOIA Simulation weiterlesen…

Industriepolitik in der Zeitenwende

Habeck legt Industriestrategie vor

Vizekanzler und Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, Robert Habeck, hat am 24.10.2023 die neue Industriestrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) vorgestellt – „Industriepolitik in der Zeitenwende: Industriestandort sichern, Wohlstand erneuern, Wirtschaftssicherheit stärken“. (Titel: Industriepolitik in der Zeitenwende – © BMWK) weiterlesen…

Downcycling-Mythos von PET-Flaschen könnte Bemühungen um Kreislauffähigkeit zunichte machen

EU-Werteketten-Organisationen warnen vor „Vorkaufsrecht“

In der öffentlichen Debatte über den Vorschlag für eine Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) werden zunehmend Forderungen nach der Einführung eines vorrangigen Zugangs zu recycelten Kunststoffen laut, die als „Vorkaufsrecht“ bezeichnet werden. Darauf wiesen EuRIC (European Recycling Industries‘ Confederation), PRE (Plastics Recyclers Europe) und FEAD (European Waste Management Association) am 23.10.2023 hin: Diese Bestimmung, sollte sie umgesetzt werden, wäre der Entwicklung von Recyclingkapazitäten in Europa abträglich, da sie eine monopolistische Kontrolle über recycelte Polymere fördern und den Prinzipien der freien Marktwirtschaft zuwiderlaufen würde. weiterlesen…

Lebensverlängerung organischer Solarzellen

Durch Verstärkung der Stabilität

Photovoltaikzellen aus organischen Verbindungen (OPV) sind leicht und biegsam, weshalb sie als sehr vielversprechend gelten. Ein internationales Forschungsnetzwerk unter Leitung der TU Graz möchte nun die Stabilität der Materialien erhöhen, schreibt Philipp Jarke am 27.09.2023 in den TU Graz news. (Foto: Organische Solarzellen im Labor – © TU Graz, Institut für Chemische Technologie von Materialien) weiterlesen…

Künstliche Korallenriffe können echte nachahmen

Neue Forschungen an vom Klimawandel geschädigten Meeresbewohnern

Die Durchschnittstemperatur der Erde lag im September 2023 bei 1,75° C über ihrer vorindustriellen Grundlinie und durchbrach (wenn auch nur vorübergehend) die 1,5° C-Schwelle. Die anhaltende Erwärmung macht es den Korallenriffen des Ozeans schwer, zu überleben. Dasselbe gilt für die Gemeinden, die auf die Riffe für Lebensmittel angewiesen sind, um ihre Küstenlinie vor Stürmen zu schützen und für andere Einkommensquellen, wie den Tourismus. Die jüngsten Einschätzungen des Weltklimarats haben vorhergesagt, dass selbst wenn die globale Erwärmung in den optimistischsten Szenarien gehalten wird, bis zu zwei Drittel aller Korallenriffe in den nächsten Jahrzehnten verschlechtern könnten. weiterlesen…

Lebensmittelverschwendung: Bundesregierung muss sich für ambitioniertere Vorgaben einsetzen

Forderung vor EU-Rat zum Thema Abfallrahmenrichtlinie

Ab 23.10.2023 diskutiert der EU-Rat Landwirtschaft und Fischerei auch die Kommissionspläne zur Überarbeitung der EU-Abfallrahmenrichtlinie und damit zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung, wie der WWF am 20.10.2023 mitteilte. Dazu Elisa Kollenda, ernährungspolitische Referentin des WWF Deutschland: „Die Bundesregierung muss sich bei den anstehenden Verhandlungen zur Überarbeitung der EU-Abfallrahmenrichtlinie für ambitioniertere EU-Vorgaben zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen einsetzen.“ weiterlesen…