Keine falschen Anreize für Müllverbrennung als „grüne“ Fernwärme

Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Verbesserung der getrennten Wertstoffsammlung müssen für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft oberste Priorität haben

Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V. (bvse) habe sich gemeinsam mit ALBA in einer fachlichen Stellungnahme deutlich für Änderungen am Gebäudeenergiegesetz ausgesprochen, heißt es in einer Pressemitteilung des Verbandes vom 23.06.2023. Der Gesetzentwurf untergrabe die Zielsetzung der Kreislaufwirtschaft: „Wir haben uns daher bewusst dazu entschlossen, gemeinsam mit Umweltverbänden (DUH, BUND, bfub nd NABU) in einem offenen Briefan Bundeswirtschaftsminister Habeck und Bundesbauministerin Geywitz unsere Forderungen zu vertreten. Die Gleichsetzung von Abwärme aus Müllverbrennungsanlagen und erneuerbare Energien ist willkürlich, falsch und wird dazu führen, dass wieder mehr Abfälle verbrannt werden und damit mehr CO2 freigesetzt wird. Damit wird das Gegenteil von Klimaschutz erreicht,“ so bvse-Hauptgeschäftsführer Eric Rehbock. weiterlesen…

Dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion

Forschungsprojekt an der FH St. Pölten zu Kreislaufwirtschaft und geschlossenen Distributions-Kreisläufen

Auf dem Weg zur nachhaltigen Kreislaufgesellschaft stellt die effiziente, ressourcenschonende und nachhaltige Lebensmittelproduktion einen wesentlichen Baustein zum Erfolg dar. Laut Pressemitteilung vom 23.06.2023, entwickelt ein Forschungsprojekt an der Fachhochschule St. Pölten Konzepte für eine Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Energie-, Ressourcen- und Distributions-Kreisläufen für eine effiziente dezentrale nachhaltige Lebensmittelproduktion. weiterlesen…

Wissenschaftliches Know-how als Beschleuniger der erfolgreichen Wärmewende

Norddeutsche Bundesländer vernetzen Sachverstand auf 1. Wärmekonferenz – 25 Mrd. Euro Investitionsbedarf

„Ich könnte Sie auch begrüßen mit ‚lieber beeindruckender, versammelter Sachverstand‘“, begann Dr. Marc Hudy, Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) sein Grußwort vor fast 100 Teilnehmenden in der Alten Mensa Göttingen. Forschende sowie Mitarbeitende von Kommunen und Unternehmen hatten sich am 22.06.2023 zur 1. Norddeutschen Wärmekonferenz in Göttingen zusammengefunden, um sich unter den fünf Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern besser zu vernetzen und so die Wärmewende gemeinsam voranzubringen. weiterlesen…

Circular Valley sucht Startups für Förderprogramm mit besonderem Finale

Neue Runde des Förderprogramms

Circular Valley, die Initiative für die Kreislaufwirtschaft, startet eine neue Runde ihres Accelerator-Programms. Bewerben können sich Gründer aus der ganzen Welt, deren Lösungen Emissionen im großen Maßstab vermeiden und so Klima und Umwelt schützen können. Eines ist den erfolgreichen Bewerbern schon sicher: viele hundert Zuhörer. weiterlesen…

„Wir müssen – als menschliche Nation – klimaneutral werden“

5. Greentech Festival (GTF) ging zu Ende

Am 16.06.2023 ging auf dem Gelände der Urban Tech Republic am stillgelegten Berliner Flughafen Tegel das 5. Greentech Festival (GTF) zu Ende. Nach den Green Awards als Auftakt-Event am 14. Juni, konnten am 15. und 16. Juni rund 160 AusstellerInnen ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen auf der GTF Exhibition präsentierten und diskutieren. Die 11.500 BesucherInnen erlebten in diesen drei Tagen 180 Vortragende, u.a. den Klimaforscher Prof. Dr. Johan Rockström, die Bundesminister Robert Habeck und Christian Lindner, Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, Google CSO Kate Brandt und auch Aimée van Baalen, Sprecherin „Letzte Generation“. weiterlesen…

BDE wirbt für Reform des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Fachtagung unterzieht Gesetz einem „Transformations-Check“

Unter der Überschrift „Planungsbeschleunigung als Voraussetzung für Transformation: Ist die Kreislaufwirtschaft von besonderem öffentlichen Interesse?- Vorfahrt für Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ hat der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE) im Rahmen eines juristischen Symposiums das Kreislaufwirtschaftsgesetz einem „Transformations-Check“ unterzogen. Dabei beleuchteten Experten aus Wissenschaft und Praxis insbesondere, ob sich das neue „Deutschland-Tempo“ der LNG-Terminals auf Planung und Investitionen in Kreislaufwirtschaftsprojekte übertragen lässt und sich die für den Ausbau Erneuerbarer Energien geschaffene Regulatorik ebenso für Investitionsvorhaben im Entsorgungssektor, z.B. für neue Recyclingtechnologien, fruchtbar machen lässt. weiterlesen…

Klimabilanz von Erdgas oft noch schlechter als angenommen

Berechnungsmodell vergleicht Klimafreundlichkeit von Gas und Elektrizität

Das Heizen und Kochen mit Erdgas ist oft klimaschädlicher als bisher gedacht. Dies ergibt ein neues Berechnungsmodell, das Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickelt haben. Das Besondere: Es bezieht auch die gewaltigen Gasmengen mit ein, die ungenutzt in die Atmosphäre entweichen. Dr. Florian Dietrich, Wissenschaftler im Bereich für Umweltsensorik und Modellierung an der TUM.:„Wir wollten wissen, ob es – auch unter Berücksichtigung der Gasleckagen – klimafreundlicher ist, Gas für das Heizen und Kochen zu nutzen oder Elektrizität“. weiterlesen…

Beschleunigte Entwicklung von Systemen zur CO2-Abscheidung auf Seeschiffen

Zusammenarbeit für höhere Energieeffizienz und geringere Emissionen

CSSC Power (CPGC) und BASF wollen laut einer Medienmitteilung vom 13.06.2023 künftig die Entwicklung von CO2-Abscheidungssystemen für kommerzielle Schiffsanwendungen gemeinsam vorantreiben. CPGC, mit Fokus auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Dienstleistungen in den Bereichen Schiffsmotoren, Antriebssysteme und Energieanlagen für die Seeschifffahrt, arbeitet seit langem an CO2-reduzierten Lösungen für diese Branche. Durch die Kombination mit der Expertise der BASF in der Gasaufbereitung soll die Kooperation zu einer nachhaltigen Entwicklung in der globalen Schifffahrtsindustrie beitragen. Beide Unternehmen unterzeichneten während der „Shanghai International Carbon Neutrality Expo 2023“ am 10.06.2023 eine entsprechende Absichtserklärung. weiterlesen…

Abkommen zum Hochseeschutz international angenommen

Muss noch von mindestens 60 Staaten ratifiziert werden

Chinesisches Meer von Vietnam aus - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie UN-Mitgliedstaaten haben am 19.06.2023 in New York ein Hochseeschutzabkommen angenommen, mit dem erstmals flächendeckend auf der Hohen See Meeresschutzgebiete eingerichtet werden können. Die Beratungen darüber wurden nach mehrjährigen Verhandlungen bereits im März erfolgreich abgeschlossen. weiterlesen…

Weniger Risiko beim Meeresspiegelanstieg

Kieler Forschende modellieren zukünftige Städteentwicklung an europäischen Küsten

Europas Küsten sind dicht besiedelt und bereits heute von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen. Neben traditionellen, kostenintensiven Maßnahmen zum Küstenschutz werden zunehmend auch Strategien der Raumplanung wichtiger, um Küstengemeinden vor Schäden bei Hochwasser oder Sturmfluten zu bewahren. Derartige Planungsinstrumente sind beispielsweise ein kontrollierter Rückzug oder auch die Einrichtung von „Setback-Zonen“, also Küstengebieten, in denen bestimmte bauliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) führte erstmls eine europaweite Modellstudie zur Effektivität von unterschiedlichen Flächennutzungsplanungen und Setback-Zonen durch. weiterlesen…