„Wir müssen – als menschliche Nation – klimaneutral werden“

5. Greentech Festival (GTF) ging zu Ende

Am 16.06.2023 ging auf dem Gelände der Urban Tech Republic am stillgelegten Berliner Flughafen Tegel das 5. Greentech Festival (GTF) zu Ende. Nach den Green Awards als Auftakt-Event am 14. Juni, konnten am 15. und 16. Juni rund 160 AusstellerInnen ihre nachhaltigen Produkte und Dienstleistungen auf der GTF Exhibition präsentierten und diskutieren. Die 11.500 BesucherInnen erlebten in diesen drei Tagen 180 Vortragende, u.a. den Klimaforscher Prof. Dr. Johan Rockström, die Bundesminister Robert Habeck und Christian Lindner, Bundesministerin Bettina Stark-Watzinger, Google CSO Kate Brandt und auch Aimée van Baalen, Sprecherin „Letzte Generation“. weiterlesen…

BDE wirbt für Reform des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Fachtagung unterzieht Gesetz einem „Transformations-Check“

Unter der Überschrift „Planungsbeschleunigung als Voraussetzung für Transformation: Ist die Kreislaufwirtschaft von besonderem öffentlichen Interesse?- Vorfahrt für Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ hat der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE) im Rahmen eines juristischen Symposiums das Kreislaufwirtschaftsgesetz einem „Transformations-Check“ unterzogen. Dabei beleuchteten Experten aus Wissenschaft und Praxis insbesondere, ob sich das neue „Deutschland-Tempo“ der LNG-Terminals auf Planung und Investitionen in Kreislaufwirtschaftsprojekte übertragen lässt und sich die für den Ausbau Erneuerbarer Energien geschaffene Regulatorik ebenso für Investitionsvorhaben im Entsorgungssektor, z.B. für neue Recyclingtechnologien, fruchtbar machen lässt. weiterlesen…

Klimabilanz von Erdgas oft noch schlechter als angenommen

Berechnungsmodell vergleicht Klimafreundlichkeit von Gas und Elektrizität

Das Heizen und Kochen mit Erdgas ist oft klimaschädlicher als bisher gedacht. Dies ergibt ein neues Berechnungsmodell, das Forschende der Technischen Universität München (TUM) entwickelt haben. Das Besondere: Es bezieht auch die gewaltigen Gasmengen mit ein, die ungenutzt in die Atmosphäre entweichen. Dr. Florian Dietrich, Wissenschaftler im Bereich für Umweltsensorik und Modellierung an der TUM.:„Wir wollten wissen, ob es – auch unter Berücksichtigung der Gasleckagen – klimafreundlicher ist, Gas für das Heizen und Kochen zu nutzen oder Elektrizität“. weiterlesen…

Beschleunigte Entwicklung von Systemen zur CO2-Abscheidung auf Seeschiffen

Zusammenarbeit für höhere Energieeffizienz und geringere Emissionen

CSSC Power (CPGC) und BASF wollen laut einer Medienmitteilung vom 13.06.2023 künftig die Entwicklung von CO2-Abscheidungssystemen für kommerzielle Schiffsanwendungen gemeinsam vorantreiben. CPGC, mit Fokus auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Dienstleistungen in den Bereichen Schiffsmotoren, Antriebssysteme und Energieanlagen für die Seeschifffahrt, arbeitet seit langem an CO2-reduzierten Lösungen für diese Branche. Durch die Kombination mit der Expertise der BASF in der Gasaufbereitung soll die Kooperation zu einer nachhaltigen Entwicklung in der globalen Schifffahrtsindustrie beitragen. Beide Unternehmen unterzeichneten während der „Shanghai International Carbon Neutrality Expo 2023“ am 10.06.2023 eine entsprechende Absichtserklärung. weiterlesen…

Abkommen zum Hochseeschutz international angenommen

Muss noch von mindestens 60 Staaten ratifiziert werden

Chinesisches Meer von Vietnam aus - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie UN-Mitgliedstaaten haben am 19.06.2023 in New York ein Hochseeschutzabkommen angenommen, mit dem erstmals flächendeckend auf der Hohen See Meeresschutzgebiete eingerichtet werden können. Die Beratungen darüber wurden nach mehrjährigen Verhandlungen bereits im März erfolgreich abgeschlossen. weiterlesen…

Weniger Risiko beim Meeresspiegelanstieg

Kieler Forschende modellieren zukünftige Städteentwicklung an europäischen Küsten

Europas Küsten sind dicht besiedelt und bereits heute von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen. Neben traditionellen, kostenintensiven Maßnahmen zum Küstenschutz werden zunehmend auch Strategien der Raumplanung wichtiger, um Küstengemeinden vor Schäden bei Hochwasser oder Sturmfluten zu bewahren. Derartige Planungsinstrumente sind beispielsweise ein kontrollierter Rückzug oder auch die Einrichtung von „Setback-Zonen“, also Küstengebieten, in denen bestimmte bauliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) führte erstmls eine europaweite Modellstudie zur Effektivität von unterschiedlichen Flächennutzungsplanungen und Setback-Zonen durch. weiterlesen…

„Arten verschwinden schneller als wir dachten”

Systematische Verzerrungen können drohenden Artenschwund verschleiern

Die Artenzahl ist kein verlässliches Maß, um Ökosysteme zu überwachen. Eine Untersuchung von Lucie Kuczynski und Helmut Hillebrand der Universität Oldenburg zeigt, dass systematische Verzerrungen eine drohende Abnahme der Artenvielfalt verschleiern können. Scheinbar gesunde Ökosysteme mit konstanter oder sogar steigender Artenzahl können bereits auf dem Weg in einen schlechteren Zustand mit weniger Arten sein. Selbst in langjährigen Datenreihen können sich solche Umbrüche erst mit Verzögerung zeigen. Grund dafür sind systematische Verzerrungen der zeitlichen Trends in der Artenzahl, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, die am 05.06.2023 open access in Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Durchbruch für ambitionierten EE-Ausbau in der EU

Rat nimmt Novelle der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien von Mitgliedstaaten an

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben am 16.06.2023 im Ausschuss der ständigen Vertreter einer umfassenden Neugestaltung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED) zugestimmt. Das europäische Ziel für erneuerbare Energien für 2030 wird damit laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK vom 16.06.2023 von bisher 32% auf 45% deutlich angehoben. Das bedeutet, eine Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien gegenüber dem 2021 erreichten Stand von knapp 22%. weiterlesen…

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 für Spitzendämmung

Gebäudedämmung – mit Aerogelen nachhaltig und kostengünstig

CO2-Emmissionen konsequent einzusparen, ist entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele. Eine wesentliche Stellschraube ist dabei die Dämmung von Gebäuden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben in Zusammenarbeit mit der PROCERAM GmbH & Co. KG einen nachhaltigen und kostengünstigen mineralischen Dämmstoff entwickelt, der die Dämmleistung von Styropor und Co. bei weitem übertrifft: Verglichen mit Styropor genügt die halbe Schichtdicke, um die gleiche Dämmleistung zu erreichen. Dafür werden drei Mitglieder des Entwicklerteams laut einer Medienmitteilung vom 25.05.2023 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 ausgezeichnet. (Foto: Das Aerogel wird mit einer Korngröße von zwei bis vier Millimetern in den Dämmputz integriert – © Fraunhofer UMSICHT/ Piotr Banczerowski, UMSICHT Oberhausen) weiterlesen…

Treibhausgasemissionen so hoch wie nie – Erde erwärmt sich schneller als je

Verlässliche Indikatoren über den Zustand des Klimas fehlen – Bericht von Piers Forster, Direktor des Priestley International Centre for Climate, Universität Leeds, in THE CONVERSATION

Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie zuvor: Die jährlichen Emissionen entsprechen 54 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Die Menschheit hat die Oberflächentemperaturen seit den späten 1800er Jahren um 1,14 °C erwärmt – und diese Erwärmung nimmt mit einer beispiellosen Geschwindigkeit von mehr als 0,2 °C pro Jahrzehnt zu. Die höchsten Temperaturen, die über Land gemessen werden (was Klimawissenschaftler als maximale Landoberflächentemperaturen bezeichnen), steigen doppelt so schnell an. Und es sind diese Temperaturen, die für die von den Menschen empfundene Rekordhitze oder das Aufflammen von Waldbränden am wichtigsten sind – schreibt Piers Forsten am 08.06.2023 in THE CONVERSATION. weiterlesen…