Intensiv-Landwirtschaft Hauptursache für Vogelsterben

Einsatz von Gift und Dünger als wichtigster Faktor für Verlust von 550 Millionen Vögeln identifiziert

Der Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln in der intensiven Landwirtschaft ist hauptverantwortlich für den Rückgang der Vögel, haben Wissenschaftler festgestellt, schreibt Damien Gayle am 15.05. 2023 im Londoner Guardian. Ein Team von mehr als 50 Forschern hat Daten, die von Tausenden von Bürgerwissenschaftlern in 28 Ländern über fast vier Jahrzehnte gesammelt wurden, analysiert und festgestellt, dass vor allem die intensive Landwirtschaft für den Rückgang der Vogelpopulationen auf dem Kontinent verantwortlich ist. Sie publizierten ihre Ergebnisse in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS). weiterlesen…

Fortschritte beim Kampf gegen weltweite Umweltverschmutzung

UN wollen weltweit Gefährdungen durch Chemikalien und Abfälle verringern

Vom 1.–12. Mai haben in Genf die Vertragsstaatenkonferenzen der UN-Übereinkommen von Basel, Rotterdam und Stockholm zum Umgang mit gefährlichen Chemikalien und Abfällen getagt. Diese drei Chemikalien- und Abfallübereinkommen sind wichtige Bausteine der Bekämpfung der weltweiten Verschmutzungskrise. Bei allen drei Übereinkommen konnten jetzt wichtige Fortschritte erzielt werden, so eine Medienmitteilung des BMUV vom 16.05.2023. weiterlesen…

Photovoltaik im Multi-Terawatt-Maßstab

Abwarten ist keine Option – ein Artikel aus Science

Im Jahr 2022 wurde ein wichtiger Meilenstein im Bereich der erneuerbaren Energien erreicht: Die Photovoltaik (PV) hat eine weltweit installierte Kapazität von 1 TW überschritten. Doch trotz des beträchtlichen Wachstums und der Kostensenkungen im Laufe der Zeit macht die PV immer noch einen kleinen Teil der weltweiten Stromerzeugung aus (4 bis 5 % im Jahr 2022), und das Zeitfenster für Maßnahmen in großem Maßstab zur Senkung der Treibhausgasemissionen bei gleichzeitiger Deckung des weltweiten Energiebedarfs für die Zukunft wird immer kleiner, schreiben Andreas Bett und Eicke Weber gemeinsam mit 48 weiteren Autoren in einem in Science publizierten Artikel. Solarify dokumentiert ihn in Ausschnitten. weiterlesen…

Innerhalb von 5 Jahren: Welttemperatur erreicht Rekordhöhe

1,5-Grad-Grenze wird jedoch nicht dauerhaft überschritten

Die durschnittlichen Temperaturen werden in den kommenden fünf Jahren wahrscheinlich  ein Rekordniveau erreichen, angeheizt durch wärmefördernde Treibhausgase und ein natürliches El-Niño-Ereignis, so – passend zum vorausgegangenen Artikel auf Solarify in The Conversation  – am 17.05.2023  eine neue Aktualisierung der Weltorganisation für Meteorologie. dem maßgeblichen Sprachrohr der Vereinten Nationen für Wetter, Klima und Wasser (WMO). weiterlesen…

Neue Forschung: Doppelt schnelle Erwärmung

Vergleich der durchschnittlichen Sommertemperatur in Nordwesteuropa

Am 19.07.2022 wurde im Vereinigten Königreich die höchste Temperatur aller Zeiten gemessen. Mit 40,3? (in Coningsby, Lincolnshire) übertraf die Temperatur den bisherigen Rekord von 38,7? (in Cambridge) – ein Rekord, der nur drei Jahre zuvor aufgestellt worden war. „Meine neue Studie zeigt, dass dies Teil eines lang anhaltenden Trends zunehmender Hitzeextreme in Nordwesteuropa ist“, schreibt Matthew Patterson auf The Conversation. weiterlesen…

Kompostierbare Verpackungen auf Stärkebasis

Biobasiertes Verbundprojekt Schaumfolien

Geschäumte Kunststoffe bestehen in der Regel aus fossilen Rohstoffen. Sie bilden das Material für Verpackungen, die nach einmaligem Gebrauch aber oftmals im Abfall landen und nur selten recycelt werden. Um langfristig auf eine ressourcenschonende Alternative umzusteigen, forscht das Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit der Loick Biowertstoff GmbH, dem Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen (IKV), der SHS plus GmbH und der Gefinex GmbH an biobasierten und flexiblen Schaumfolien aus Stärke für Verpackungs- und Bauanwendungen. Nun ist das Projekt „Stärkeschaumfolien“ gestartet. (Grafik: Aus einem nachwachsenden Rohstoff wird eine flexible Schaumfolie © IKV Aachen, Gefinex, Fh-Umsicht) weiterlesen…

Kein Einweggeschirr mehr

Irland hat neues Klimaschutzgesetz

Irland hat am 16.05.2023 einen neuen Klimaschutzplan verabschiedet. Damit sollen die Emissionen des öffentlichen Sektors bis 2030 um 51 Prozent gesenkt werden, Energie soll deutlich effizienter genutzt werden, berichtet Sophie O’Rourke auf EURACTIV.com. (Foto: Government Buildings, Dublin – © Mike Peel (www.mikepeel.net)., CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Erstes Circular-Economy-Auto

SPACE und META

Die RWTH Aachen stellte am 11.05.2023 beim Aachener Werkzeugmaschinenkolloquium (AWK) ein Internet-of-Sustainable-Production Konzept (IOSP) für eine wertsteigernde und lebensverlängernde Kreislaufwirtschaft vor. Dazu wurden zahlreiche Demonstratoren präsentiert. Das WZL der RWTH Aachen hat zusammen mit dem Spin-off e.Volution ein Circular-Economy-Fahrzeug entwickelt, das 50 Jahre halten soll. (Foto: Der SPACE von e_volution, erster Circular-Economy-Pkw – © e.volution) weiterlesen…

Investitionsanreize setzen, Reservekapazitäten sichern

Optionen zur Marktintegration Erneuerbarer Energien

Der massive Ausbau der Erneuerbaren Energien als Voraussetzung für eine klimaneutrale Energieversorgung ist jedoch verbunden mit hohen Investitionskosten, zeitweise geringen Erträgen für die Stromerzeuger sowie einem geringen Stromangebot, wenn wenig Wind weht und die Sonne nicht scheint. Wie man Erneuerbare dennoch effektiv und effizient in den Markt integrieren kann, haben Fachleute des Akademienprojekts „Energiesysteme der Zukunft“ (ESYS) am 12.05.2023 mit zwei wesentlichen Ergebnissen diskutiert: Kurzfristig müssen Marktprämien einen sektorübergreifenden CO2-Preis ergänzen, um Erneuerbare Energien ausreichend zu fördern. Zum Sichern der Reservekapazitäten kommen verschiedene Marktmodelle infrage. weiterlesen…

Contribution-Claim-Ansatz: Alternative zur CO2-Kompensation

Konzeptpapier zu einem alternativen Ansatz zur CO2-Kompensation im Rahmen des freiwilligen Kohlenstoffmarkts veröffentlicht

Vor dem Hintergrund der sich verschärfenden Klimakrise wächst der Druck auf nicht-staatliche AkteurInnen, Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Unternehmen und andere Organisationen suchen vermehrt nach Alternativen zur strategischen Zielsetzung der eigenen Klimaneutralität und der damit in der Regel verbundenen CO2-Kompensation. Die Stiftung Allianz für Entwicklung und Klima hat – einer Medienmitteilung vom 12.05.2023 folgend – aus diesem Grund zusammen mit dem Wuppertal Institut das transdisziplinäre Projekt „Contribution Claim als alternativer Ansatz zur CO2-Kompensation“ initiiert. weiterlesen…