Shell koppelt Boni an CO2-Emissionen

Kritische Aktionäre noch zurückhaltend

Royal Dutch Shell will den CO2-Ausstoß seiner Energieprodukte verringern und knüpft Manager-Gehälter und Boni an bestimmte Nachhaltigkeits-Vorgaben. Wie der Ölmulti mitteilte, werde ab 2020 bis 2050 jährlich ein Zielwert für drei oder fünf Jahre festgesetzt. Über die Maßnahmen soll die Hauptversammlung 2020 entscheiden. Ein Nachhaltigkeitsbericht soll die Ergebnisse dokumentieren. Das anglo-niederländische Unternehmen hat den Schritt auf Druck der Investoren unter der Leitung des Vermögensverwalters Robeco und des Church of England Pensions Board getan. Die Unternehmen sagten, dass sie „der Klimawandel als eines der größten systemischen Risiken der heutigen Gesellschaft“ betrachteten. weiterlesen…

Sprung in der Muschel

Enthüllung: Shell vertuschte seit 1958 Klimarisiko

Den Chefs des Ölriesen Royal Dutch Shell waren die Klimarisiken fossiler Brennstoffe seit 60 Jahren bekannt. Schon in den 80er Jahren bezifferte das Unternehmen intern seinen Anteil an den globalen CO2-Emissionen auf 4 %. Während Shell schon ab 1989 seine Ölbohrinseln auf den Anstieg des Meeresspiegels vorzubereiten begann, unterstützte das Unternehmen die Klimawandel-Leugnung. Der CIEL-Bericht (Center for International Environmental Law), den die Heinrich Böll Stiftung am 25.04.2018 veröffentlichte, zeichnet diese Unternehmenspraktiken seit Ende der 50er Jahre nach. (Foto: Brandalism Reklame-Kunstwerk Exxon Mobil: Wir wussten über die Wirkung fossiler Energieträger, leugneten sie aber- Foto © Barnbrook brandalism.org.uk – CC BY-SA 4.0) weiterlesen…