WHO fordert Tabak-Bann

Tabakindustrie soll für Umweltschäden zur Verantwortung gezogen werden

Weggeworfene Zigarettenstummel sind eine Form der Umweltverschmutzung, die Meereslebewesen schädigen und Gewässer vergiften kann. Die Tabakindustrie schädige sowohl die Umwelt als auch die menschliche Gesundheit und müsse für die von ihr verursachte Zerstörung zur Verantwortung gezogen werden, erklärte die Weltgesundheitsorganisation WHO am 31.05.2022, dem Weltnichtrauchertag. Die Tabakindustrie koste jedes Jahr weltweit mehr als acht Millionen Menschenleben. Außerdem würden bei der Herstellung von Tabak jährlich 600 Millionen Bäume, 200.000 Hektar Land und 22 Milliarden Tonnen Wasser verbraucht und 84 Millionen Tonnen CO2 emittiert – so die WHO. (Siehe auch Randnotiz) weiterlesen…

Solar Decathlon: Bau der Häuser in Wuppertal abgeschlossen

Ab 10. Juni geöffnet

Nach dem offiziellen Spatenstich am 19.05.2022 ist die Aufbauphase des Solar Decathlon nun praktisch beendet. Zwei Wochen lang hatten die internationalen Studenten-Teams Zeit, ihre klimafreundlichen Häuser in Wuppertal zu bauen. Vom 10. bis zum 26. Juni 2022 können Besucher dann die besten Ideen für nachhaltige Städte erkunden. (Grafik: Solar Decathlon Europe 21/22 – © sde21.eu) weiterlesen…

Verfahren erhöht Methanausbeute von Biogasanlagen

Fünf Kubikmeter pro Stunde

Biogasanlagen erzeugen Methan – und etwa 40 Prozent CO2, das bislang ungenutzt entweicht. Forschende des Mainzer Fraunhofer-Instituts für Mikrotechnik und Mikrosysteme IMM wandeln dieses Abfallprodukt nun ebenfalls in Methan um und erhöhen dadurch die Methanausbeute von Biogasanlagen drastisch. Einem Artikel in Fraunhofer Kompakt vom zufolge läuft das Verfahren, derzeit skaliert das Forscherteam die Demonstrationsanlage auf fünf Kubikmeter Methan pro Stunde. weiterlesen…

Grundlastfähig und erneuerbar

Tiefe Geothermie als Gamechanger für die Wärmewende

Deutschland kann bei der Wärmewende entschiedener und effizienter vorangehen, deshalb appelliert ein Bündnis aus Erneuerbaren-Energien-Verbänden und Verbänden der Energiewirtschaft an die Politik. Während das Land vor dem Hintergrund der aktuellen Gaspreiskrise mit Sorge auf den nächsten Winter blickt, wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor seit Jahren nur langsam. Die Tiefe Geothermie kann als grundlastfähige und klimaneutrale Technologie Abhilfe schaffen – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Geothermie (BVG) vom 01.06.2022. weiterlesen…

SPARTACUS macht Batterien stark

Batterietechnik arbeitet mit Sensoren, um inneren Status festzustellen

Häufiges Auf- und Entladen und damit verbundene Alterungsprozesse beeinträchtigen die Leistung von Batteriezellen und verkürzen ihre Lebensdauer. Im Forschungsprojekt SPARTACUS nutzen Forschende des Fraunhofer ISC eine Reihe unterschiedlicher Sensoren, die den internen Status der Batteriezellen beobachten. Die Daten ermöglichen dem Batteriemanagement-System, Lade- und Entlade-Prozesse und die Belastung einzelner Zellen im Batteriemodul zu optimieren. Dadurch lässt sich das Aufladen deutlich beschleunigen – und sogar die Lebensdauer der Akkus verlängern. weiterlesen…

Ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft?

Katalytische Dekonstruktion von PET durch Zirkonium-Metallorganisches Gerüst

Polyethylenterephthalat (PET), einer der verbreitetesten Kunststoffe, landet ausgedient meist auf Mülldeponien, in der Umwelt oder wird verbrannt, die Recyclingrate ist immer noch sehr niedrig. In Angewandte Chemie berichtet ein Forschungsteam der Northwestern University, Illinois, jetzt von einer Zirkonium-basierten metallorganischen Gerüstsubstanz, die einen Abbau von PET in seine Monomere katalysiert. Diese können erneut zu hochwertigem PET verarbeitet werden, sodass eine Kreislaufwirtschaft aufgebaut werden könnte. (Grafik: Katalytische Dekonstruktion von PET durch Zirkonium-Metallorganisches Gerüst – Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft? – © m.frdl. Genehmigung, Angewandte Chemie, Wiley-VCH) weiterlesen…

Zukunfts-Materialien aus Abfallstoffen

Freiberger Forschende extrahieren u.a. Schwermetalle

Unterhalb des Freiberger Entwicklungsstandortes Spülhalde Davidschacht dient der „Rote Graben“ (RG) der Entwässerung verschiedener Gruben. Deren bis heute einem Vorfluter zugeführte Grubenwasser sind sehr stark mit Schwermetallen verunreinigt, darunter Cadmium, Aluminium, Arsen und Zink- entsprechend stark verschlammt ist der RG. Das vom BMBF geförderte Großforschungsprojekt „rECOmine ZauBer“ soll Flüsse und Gräben reinigen und dabei wichtige Rohstoffe für die moderne Industrie und Wirtschaft aufbereiten, außerdem die Verwertung von eisenhaltigen Grubenschlämmen gemeinsam mit Schlackenrückständen aus der Hüttenindustrie realisieren. Dabei steht die Gewinnung enthaltener Wertstoffe sowie die Stabilisierung der Reste in neuartigen elutionsstabilen Baustoffen im Fokus. ZauBer Zudem erforscht die Technische Universität Freiberg mit vier regionalen Firmen neue Recyclingtechnologien für Klärschlämme. (Foto: Roter Graben bei Tuttendorf – © Unukorno – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

„Starkes Signal für mehr Klimaschutz und ambitionierten Umweltschutz“

Abschlusserklärung der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister mit erstmaligem Bekenntnis zum Kohleausstieg

Das Treffen der G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltminister ist einer gemeinsamen Medienmitteilung zufolge am 27.05.2022 mit einer Abschlusserklärung zu Ende gegangen, die ein starkes Signal für mehr Klimaschutz mit Blick auf die 1,5-Grad-Grenze und Solidarität mit den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern sendet. Damit haben die G7 auch die Weichen gestellt, um dringend notwendige Fortschritte im Kreis der G20 und bei der nächsten Weltklimakonferenz COP27 anzustoßen. Die Klima- und Energiekrise, das massenhafte Artenaussterben und die Verschmutzungskrise machen keine Pause und verschärfen sich mit jedem Tag des Zögerns. Lösungen gelingen nur mit internationalen Absprachen und in enger Zusammenarbeit. Dieses starke Signal der Geschlossenheit und das Bekenntnis für mehr Klima- und Umweltschutz ist die Botschaft des zweitägigen G7 Klimaschutz-, Energie und Umweltministertreffens in Berlin. weiterlesen…

Kontroversen über Stilllegungen von Ackerflächen

Anhörung im Landwirtschaftsausschuss

Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat sich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 16.05.2022 in einer öffentlichen Anhörung mit einem Antrag (20/1336) der CDU/CSU-Fraktion zur Sicherung der weltweiten Nahrungsmittelversorgung befasst. Die Experten waren sich einig, dass der Umbau der Landwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit weitergehen muss, gleichzeitig aber agrarpolitische Maßnahmen zur Unterstützung der Staaten des globalen Südens ausgebaut werden müssten, um nicht nur die globale Versorgung mit Lebensmitteln sicherzustellen, sondern auch die europäische und deutsche Landwirtschaft gegen Krisen wie den Ukraine-Krieg und den Klimawandel zu wappnen. weiterlesen…

Update planetarer Grenzen: Limit für Süßwasser überschritten

Ernste Bedrohung für lebenserhaltende Systeme der Erde

Eine Neubewertung der planetaren Grenze im Bereich Süßwasser deute darauf hin, dass diese nun überschritten sei, so ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Stockholm Resilience Centre und unter Beteiligung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Diese Schlussfolgerung sei auf die erstmalige Einbeziehung von „grünem Wasser“ – dem für Pflanzen verfügbaren Wasser – in die Bewertung der planetaren Grenze zurückzuführen, wie das PIK-Potsdam mitteilt. weiterlesen…