Erneuerbare Kraftstoffe aus Grünen Raffinerien

reFuels versprechen bis  90 % weniger CO2

Synthetische Kraftstoffe aus erneuerbaren Energien sind notwendig, um die Klimaziele im Verkehr zu erreichen. Die sogenannten reFuels versprechen eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen. Um den auch zukünftig bestehenden Bedarf im Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr, sowie für die Grundstoffversorgung der chemischen Industrie zu decken, brauchen wir entsprechende industrielle Anlagen. Wie viel reFuels tatsächlich benötigt werden und wie die Grünen Raffinerien der Zukunft beschaffen sein müssen, um sie zuverlässig bereitzustellen, wollen laut einer Medienmitteilung vom 22.05.2023 Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und ihre Partner jetzt im Projekt REF4FU (Refineries for Future) herausfinden. (Foto: Erneuerbare Flüssigkraftstoffe werden auch bei zunehmender Elektrifizierung für den Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr dringend gebraucht – © Markus Breig, Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

Durchbruch für ambitionierten EE-Ausbau in der EU

Rat nimmt Novelle der EU-Richtlinie für erneuerbare Energien von Mitgliedstaaten an

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben am 16.06.2023 im Ausschuss der ständigen Vertreter einer umfassenden Neugestaltung der EU-Erneuerbaren-Richtlinie (RED) zugestimmt. Das europäische Ziel für erneuerbare Energien für 2030 wird damit laut einer Medienmitteilung aus dem BMWK vom 16.06.2023 von bisher 32% auf 45% deutlich angehoben. Das bedeutet, eine Verdoppelung des Anteils erneuerbarer Energien gegenüber dem 2021 erreichten Stand von knapp 22%. weiterlesen…

Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 für Spitzendämmung

Gebäudedämmung – mit Aerogelen nachhaltig und kostengünstig

CO2-Emmissionen konsequent einzusparen, ist entscheidend für das Erreichen unserer Klimaziele. Eine wesentliche Stellschraube ist dabei die Dämmung von Gebäuden. Forschende des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT in Oberhausen haben in Zusammenarbeit mit der PROCERAM GmbH & Co. KG einen nachhaltigen und kostengünstigen mineralischen Dämmstoff entwickelt, der die Dämmleistung von Styropor und Co. bei weitem übertrifft: Verglichen mit Styropor genügt die halbe Schichtdicke, um die gleiche Dämmleistung zu erreichen. Dafür werden drei Mitglieder des Entwicklerteams laut einer Medienmitteilung vom 25.05.2023 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis 2023 ausgezeichnet. (Foto: Das Aerogel wird mit einer Korngröße von zwei bis vier Millimetern in den Dämmputz integriert – © Fraunhofer UMSICHT/ Piotr Banczerowski, UMSICHT Oberhausen) weiterlesen…

Diagnosewerkzeug für die Energiewende online

Ist die Energiewende auf Kurs?

Ein neues Werkzeug von Klimaforschern zeigt ab sofort an, wo es bei der Energiewende hakt. Der „Transformations-Tracker“ ist heute online gegangen. Wenn Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will, muss das Energiesystem in nie dagewesenen Tempo umgebaut werden. Der Transformation-Tracker nimmt rund 40 konkrete Schlüsselindikatoren für den Fortschritt der Energiewende in den Blick und vergleicht Ist-Daten mit Zielpfaden aus den Ariadne-Szenarien. Wie der Vize-Leiter des Ariadne-Projekts und Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Gunnar Luderer, sagte, sind die Ergebnisse ziemlich ernüchternd. „Unsere Analysen zeigen: Um auf Kurs zur Klimaneutralität zu kommen, geht es mit den Fortschritten der Energiewende in den meisten Bereichen zu langsam voran.“ weiterlesen…

Buch: Deutschland vor dem Wassernotstand – was jetzt passieren muss

17. Juni: Welttag für Bekämpfung von Wüstenbildung und Dürre

Wasser wird zunehmend zum raren Gut: Schon heute entnehmen Industrie, Landwirtschaft und Haushalte mehr (auch mehr Grundwasser), als natürlich nachkommt. Dennoch wird zu wenig über die Folgen dieser drohenden Notlage oder über die bereits jetzt hinter den Kulissen zwischen Unternehmen wie Mineralwasserherstellern, Kommunen und BürgerInnen stattfindenden Verteilungskämpfe. In seinem Buch „Zwischen Dürre und Flut“ zeigt Investigativ-Journalist Uwe Ritzer in Reportagen aus der ganzen Bundesrepublik, was uns in Deutschland bei drohendem Wassermangel erwartet und stellt dabei u.a. die Fragen: Woher kommt unser Trinkwasser eigentlich? Und wem gehört Wasser überhaupt? (Titel: Uwe Ritzer – Zwischen Dürre und Flut – © Penguin) weiterlesen…

Die Zwei-Grad-Grenze reicht nicht aus

Warum die Welt den Temperaturanstieg unter 1 °C halten muss

von Jonathan Bamber, Professor für Glaziologie und Erdbeobachtung, Universität von Bristol
und Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft, Technische Universität Lappeenranta

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 war ein historischer Schritt in Richtung einer sichereren Zukunft für die Menschheit auf der Erde. Es zielte darauf ab, die globale Erwärmung unter 2° C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und den Anstieg nach Möglichkeit auf 1,5° C zu begrenzen. Es wurde von 196 Konferenzteilnehmern aus aller Welt unterzeichnet, welche die überwältigende Mehrheit der Menschheit repräsentierten. Heute erscheinen, so am 14.06.2023 ein Artikel in THE CONVERSATION (creativecommons), die 1,5 Grad nicht mehr ausreichend. weiterlesen…

Zukünftige Telekommunikation: Ultraschnell und abstimmbar

Umwandlung von Terahertzlicht in sichtbares Licht durch Wärmestrahlung von Graphen-Metamaterialien

Ein Forschungsteam des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR), des Catalan Institute of Nanoscience and Nanotechnology (ICN2), des University of Exeter Centre for Graphene Science und der TU Eindhoven hat herausgefunden, dass auf Graphen basierende Materialien Terahertz-Hochfrequenzsignale effizient in sichtbares Licht umwandeln können. Dieser Mechanismus ist ultraschnell und justierbar, wie das Team in Nano Letters (DOI: 10.1021/acs.nanolett.3c00507) berichtet. Die Ergebnisse eröffnen den Weg für neue Anwendungen in der Informations- und Kommunikationstechnologie der nahen Zukunft. weiterlesen…

Solarwirtschaft rechnet für 2023 mit starkem Marktwachstum

Sprung in den Mobilitäts- und Wärmesektor geschafft

Zwei Drittel der ImmobilieneigentümerInnen wollen sich eine Solarstromanlage anschaffen, jeder sechste in den kommenden 12 Monaten. Bei neuen Photovoltaik-Systemen zählen Solarbatterien inzwischen zum Standard. Immer häufiger wird die Solaranlage laut Umfrage auch mit einer Wallbox zum Laden von E-Autos und mit einer Wärmepumpe kombiniert, teilte der Bundesverband BSW-Solar am 13.06.2023 mit. weiterlesen…

Verbundprojekt Stärkeschaumfolien

Biobasierte kompostierbare Verpackungen auf Stärkebasis

Geschäumte Kunststoffe bestehen in der Regel aus fossilen Rohstoffen. Sie bilden das Material für Verpackungen, die nach einmaligem Gebrauch aber oftmals im Abfall landen und nur selten recycelt werden. Um langfristig auf eine ressourcenschonende Alternative umzusteigen, forscht das Fraunhofer UMSICHT einer Medienmitteilung vom gemeinsam mit der Loick Biowertstoff GmbH, dem Institut für Kunststoffverarbeitung an der RWTH Aachen (IKV), der SHS plus GmbH und der Gefinex GmbH an biobasierten und flexiblen Schaumfolien aus Stärke für Verpackungs- und Bauanwendungen. Nun ist das Projekt „Stärkeschaumfolien“ gestartet. (Grafik: Aus nachwachsenden Rohstoffen wird eine flexible Schaumfolie – © IKV Aachen, Gefinex) weiterlesen…

Spree droht nach Kohleausstieg in der Lausitz verstärkter Wassermangel

UBA-Studie: Sachsen, Brandenburg und Berlin stehen gemeinsam vor Mammutaufgabe

Eine Studie für das Umweltbundesamt (UBA) sieht gewaltige Aufgaben für die Wasserversorgung entlang der Spree, wenn mit Ende der Braukohleförderung in der Lausitz deutlich weniger Grundwasser in den Fluss gepumpt werden wird. Laut Studie kann dies in trockenen Sommermonaten dazu führen, dass die Spree örtlich bis zu 75 Prozent weniger Wasser führt – mit entsprechenden Konsequenzen für den Spreewald, seine Seen und Kanäle sowie die Trinkwasserversorgung in der Region Berlin. weiterlesen…