Solarzellen: Verluste auf der Nanoskala sichtbar gemacht

Nanometergroße Kanäle für nachteilige Dunkelströme nachgewiesen

Siliziumsolarzellen sind inzwischen so günstig und effizient, dass sie Stromgestehungskosten von unter 2 Cent/kWh ermöglichen. Solarzellen aus kristallinem Silizium erreichen Spitzenwirkungsgrade, insbesondere in Verbindung mit selektiven Kontakten aus amorphem Silizium (a-Si:H). Ihre Effizienz wird jedoch durch Verluste in diesen Kontaktschichten begrenzt. Nun hat erstmals ein Team am Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie GmbH (HZB) und der University of Utah, USA, experimentell gezeigt, wie solche Kontaktschichten auf der Nanometerskala Verlustströme generieren und was deren physikalischer Ursprung ist. weiterlesen…

Grüner Wasserstoff ohne neokoloniale Last?

Debatte um künftige Energie-Importe – mit freundlicher Genehmigung von Jörg Staude

Den größten Teil des bald benötigten grünen Wasserstoffs wird Deutschland zwar importieren müssen – wie dabei aber neokoloniale Wirtschaftsmuster verhindert werden können, debattierte am 17.03.2021 die bündnisgrüne Bundestagsfraktion mit Entwicklungsexperten. Jörg Staude beschreibt die Diskussion auf Bizz-Energy. weiterlesen…

Preiswerte Alternative entthront Elektrokatalysatoren für Wasserstoffproduktion

Kostengünstig, ungiftig und einfach zu synthetisieren: Kalziumeisenoxid (CaFe2O4)

Wissenschaftler am Tokyo Institute of Technology (Tokyo Tech) haben einen neuen Elektrokatalysator für die Sauerstoffentwicklungsreaktion (OER) bei der elektrochemischen Wasserspaltung entdeckt: CaFe2O4. Dieses kostengünstige, ungiftige und einfach zu synthetisierende Material überbietet andere bimetallische OER-Elektrokatalysatoren und übertrifft sogar den von Iridiumoxid gesetzten Maßstab, was den Weg zur zugänglichen Wasserstofferzeugung für die aufstrebende Wasserstoffgesellschaft ebnet. Weil fossile Brennstoffe Hauptursachen für die globale Erwärmung und Luftverschmutzung sind, setzen viele Wissenschaftler weltweit ihre Hoffnungen auf das, was sie als den Kraftstoff der Zukunft ansehen: Wasserstoff (H2) – aber obwohl er ein sauberer Brennstoff mit unglaublich hoher Energiedichte ist, bleibt die effiziente Erzeugung großer Mengen davon eine schwierige technische Herausforderung. weiterlesen…

Stadtentwicklung: Smart, aber kaum nachhaltig

von Dieter Geissbühler – aus: Luzerner Zeitung – mit freundlicher Genehmigung des Autors

„Keine Straßen, dafür ausgeklügelte Röhrensysteme: So sieht die Stadt der Zukunft aus“, dies war der Titel eines Artikels über zwei neue sogenannte Smart-Citys im St.Galler Tagblatt vom 27.02.2021. Der Artikel beschäftigt sich fundiert mit bestehenden Großprojekten für stark technisierte, CO2-freie Städte der Zukunft – Planstädte, die von Grund auf neu gebaut werden. Die durchgeplante Stadt ist kein neues Phänomen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Beispiel wurde 50 Kilometer nördlich von London die erste Gartenstadt, Letchworth Garden City, gebaut. Doch selbst hier, wo eigentlich der Mensch ins Zentrum gestellt werden sollte, zeigte sich: Letztlich geht es bei Planstädten immer um eine Effizienzsteigerung städtischer Strukturen, die fast ausschließlich auf technologischen Fortschritt ausgerichtet ist. weiterlesen…

Auf neuen Wegen zu mehr Klimaschutz

Ordnungspolitischer Rahmen muss regulatorischen Flickenteppich überwinden helfen

Statt des bisherigen Flickenteppichs aus Förderprogrammen und Verboten braucht die Europäische Union ein zusätzliches Emissionshandelssystem, analysiert Ottmar Edenhofer, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und des Mercator Institute on Global Commons and Climate Change in Berlin. Er leitet zudem das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Ariadne-Projekt, das die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Energiewende erkundet. Sein Gastkommentar ist am 19.03.2021 im Handelsblatt erschienen. weiterlesen…

Perowskit-Schichten genau beleuchtet

Neues Modell zur Bestimmung der Photolumineszenz-Quantenausbeute

Photovoltaik trägt wesentlich zu einer nachhaltigen Energieversorgung bei. Perowskit-Solarzellen haben beim Wirkungsgrad gegenüber Silzium-Solarzellen deutlich aufgeholt – einige ihrer Eigenschaften sind aber noch nicht vollständig verstanden. Perowskit-Halbleiter gelten als vielversprechende Materialien für Solarzellen der nächsten Generation. Wie gut geeignet ein Halbleiter für die Anwendung in der Photovoltaik ist, lässt sich unter anderem an der sogenannten Photolumineszenz-Quantenausbeute erkennen. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben ein neues Modell entwickelt, mit dem sich die Photolumineszenz-Quantenausbeute von Perowskit-Schichten erstmals exakt bestimmen lässt (Foto: Perowskit-Schichten genau beleuchtet – © Markus Breig, KIT). weiterlesen…

SPD cancelt Koalitions(nach)verhandlungen zum EEG

„Vertrauen nachhaltig gestört“

Jetzt blockieren die Lobby-Affären innerhalb der Union sogar ein wichtiges Gesetz: Die SPD hat die innerkoalitionäre Nachverhandlungsrunde über die Novellierung der EEG-Novelle (Entschließungsantrag zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Solar- und Windparks, den weiteren Ausbaupfad für Wind- und Sonnenkraftwerke und die Zukunft der EEG-Umlage) am 18.03.2021 abgesagt. Begründung: Die Union solle zuerst ihre Lobbyverstrickungen aufklären. Denn ein Teilnehmer der Runde, der energiepolitische Sprecher der Unionsfraktion, Joachim Pfeiffer, rückt eben ins Licht der Lobby-Spots. Seine nach der Wahl (2002) in den Bundestag gegründeten Beratungsfirmen nutzen laut Recherchen der Zeit („Bundestag Consulting Group“) dieselbe Telefonnummer wie sein Wahlkreisbüro, und das sei nicht alles. weiterlesen…

Stark erweiterte Onlinedatenbank biogener Rohstoffe

DBFZ präsentiert Biomassepotenziale

Systematisch aufbereitete und leicht zugängliche Forschungsdaten können eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für eine Vielzahl von Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft darstellen. Die vom DBFZ entwickelte Ressourcendatenbank mit zahlreichen Informationen über verschiedene Biomassepotenzialen und deren aktueller Nutzung wurde umfangreich erweitert und steht mit einer Vielzahl von neuen Funktionalitäten ab sofort auch zweisprachig (DE/EN) zur Verfügung. Das neue Informationsangebot kam bereits u.a. bei der Deutschen Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) zum Einsatz und ist unter dem Link webapp.dbfz.de kostenfrei erreichbar. weiterlesen…

Gigantischer Irrtum: LCOE auf falscher Basis errechnet

Studie hält Stromgestehungskosten der Fossilen durchgehend für unterschätzt

Stromgestehungskosten (LCOE) zeigen die Preise von Kohle- oder Solarstrom über einen längeren Zeitraum an und werden als Grundlage für Energiekostenvergleiche genommen. Energie-Experte Hans-Josef Fell hat nun eine amerikanische Untersuchung („Das große Scheitern: Wie ungenaue Mainstream-LCOE-Schätzungen eine Billionen-Dollar-Blase in konventionellen Energieanlagen erzeugen“ gelesen, mit dem Ergebnis, dass die LCOE von Strom aus konventionellen Kraftwerken in den vergangenen zehn Jahren durchweg auf falscher Basis berechnet worden seien. weiterlesen…

Milliardenrisiko CO2-Zertifikate

Existenz thyssenkrupps steht auf dem Spiel

„Keine Kohle für den Wasserstoff“ – „Die EU verschärft die Klimavorgaben und die Preise für CO2-Zertifikate steigen. Im Fall thyssenkrupps sind das Milliarden. Dieses Geld fehlt dem Konzern ausgerechnet für den Umbau seiner Anlagen auf Wasserstoffbasis“, schreiben Angela Hennersdorf und Silke Wettach in der Wirtschaftswoche vom 16.03.2021 (Foto: „Wir kochen auch nur mit Wasserstoff“ – Plakat zur Pressemitteilung 20210118 © thyssenkrupp Steel Europe). weiterlesen…