Web 3.0 und Metaverse: Zwischen Chancen und Hype

Anhörung im Bundestag: „Eigentum in Bezug auf personenbezogene Daten“ contra „Recht auf Vergessenwerden“

Was ist das Metaverse und wie sollte man mit diesem neuen digitalen Raum umgehen? Damit hat sich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – der Digitalausschuss in einer öffentlichen Anhörung am 14.12.2022 befasst. Die geladenen Sachverständigen bewerteten die Chancen und Risiken zum sogenannten Web 3.0 und dem Metaverse des Facebook-Konzerns Meta sehr unterschiedlich – während einige Potenziale hervorhoben, sprach die Mehrheit von einem „Hype“, der von der Angst getrieben sei, den Anschluss zu verpassen. weiterlesen…

Strompreisbremse: Einige Giftzähne für Erneuerbare gezogen

Gesetz bleibt aber Hemmschuh

„Die Koalitionsfraktionen haben den Regierungsentwurf des Gesetzes zur Einführung einer Strompreisbremse (StromPBG) überarbeitet und dabei auch einige Kritikpunkte der Branche berücksichtigt. Dennoch bleibt das Gesetz in seiner Komplexität und Ausgestaltung ein Hemmschuh für Marktakteure und deren Investitionsbereitschaft“, kommentiert die Präsidentin des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE e.V.), Dr. Simone Peter, den neuen Entwurf, der am 14.12.2022 im Ausschuss beraten wurde. Am 15.12.2022 soll das StromPBG in zweiter und dritter Lesung verabschiedet werden. weiterlesen…

„Ja, es geht“

Nahrungs- und Energieproduktion, Biodiversitäts- und Klimaschutz gemeinsam auf einer Agrarfläche

Kann zukünftige Nahrungsproduktion, nachhaltige Rohstoff- und Energieerzeugung, Biodiversitätsschutz und Wasserbewirtschaftung auf Deutschlands Agrarfläche in ausreichendem Maße gesichert werden? Ja, das geht, sagten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler einer Medienmitteilung vom 24.11.2022 beim Strategischen Forum der DAFA vom 8.-9. November 2022 zufolge. Der Vorstand der Deutschen Agrarforschungsallianz (DAFA) empfiehlt deshalb die Förderung des Ausbaus von Photovoltaik in Agrarlandschaften, Anpassung des genehmigungs- und förderrechtlichen Rahmens für Landnutzungsänderungen, Preise stärker mit gesellschaftlichen Erfordernissen in Einklang zu bringen und das gemeinsame Experimentieren von Wissenschaft und Praxis voranzutreiben. weiterlesen…

Soziale Folgen von Klimaschutz im Verkehr

Untersuchung von MCC und Leibniz-Institut SAFE – Edenhofer: „Strategische Partnerschaft“

Eine neue, als besonders zukunftsträchtig ausgezeichnete Forschungskooperation soll dabei helfen, Klimaschutz im Verkehrssektor noch sozialverträglicher auszurichten. Das Projekt heißt „Stranded assets, financial constraints, and the distributional impacts of climate policy“ (gestrandete Vermögenswerte, finanzielle Engpässe und Verteilungswirkungen von Klimapolitik).  Die Projektidee gewann am 12.12.2022 im Wettbewerb Kooperative Exzellenz der Leibniz-Gemeinschaft und erhält ab 2023 Fördermittel für drei Jahre. Projektpartner sind das Leibniz-Institut für Finanzmarktforschung SAFE in Frankfurt am Main und das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). weiterlesen…

Grüner Wasserstoff aus Namibia

Ein Exportschlager?

Seit Oktober 2022 analysieren Forschende der Frankfurter Institutionen DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. und ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung mit welchen Mitteln in Namibia der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft gelingen kann und welche Möglichkeiten des Exports es nach Deutschland gibt. Im Rahmen einer Untersuchung, die in den nächsten zweieinhalb Jahren erarbeitet wird, analysieren die Projektpartner:innen Aspekte der Produktion, der Umwandlung und des Transports von grünem Wasserstoff in Namibia. Die Studie soll das Potenzial einer grünen Wasserstoffindustrie – einschließlich innovativer Meerwasserentsalzungstechnologien vor Ort – sowie Möglichkeiten des Wasserstoffexports nach Deutschland eruieren. weiterlesen…

Projekt OceanNETs: Alkalinisierung des Ozeans

Hilft chemische CO2-Bindung gegen Ozeanversauerung?

Wenn man Mineralien wie Silikat oder auch Kalk zerkleinert und verteilt, binden sie im Verwitterungsprozess CO2. Für die chemische Bindung von Kohlendioxid werden alkalische Substanzen, zum Beispiel Silikat oder Kalk direkt ins Oberflächenwasser des Ozeans eingeleitet. Die Mineralien können an Land in Minen abgebaut, per Schiff aufs Meer transportiert und dort im Wasser verteilt werden. Bei Anwendung dieser Methode etwa im Projekt Projekt OceanNETs könnte der Ozean nicht nur mehr CO2 aufnehmen, als positiver Nebeneffekt würde dies zugleich der Ozeanversauerung entgegenwirken – so das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Grundsätzlich gibt es weltweit ausreichend Mineralien, um damit alle CO2-Emissionen zu binden. Diese müssten abgebaut und zu einem feinen Pulver zermahlen oder chemisch aufbereitet werden, damit sie sich schnell im Wasser auflösen und mit dem CO2 reagieren. (Foto: 2010, Kongsfjord, Spitzbergen: Erster Mesokosmen-Einsatz in der Arktis, die am stärksten von Ozeanversauerung bedroht ist – © Signe Klavsen, GEOMAR) weiterlesen…

Der Wald in Zeiten des Klimawandels

Verbundprojekt der Universität Göttingen entwickelt Monitoringsystem zur Verdunstung in Wäldern

Der Klimawandel stellt die Agrar- und Forstwirtschaft vor zahlreiche Herausforderungen: Eine davon ist die Verfügbarkeit von Wasser. Wälder verbrauchen Wasser, speichern es und stellen es in bester Qualität wieder bereit. Wie viel Wasser in unseren Wäldern verdunstet und welcher Anteil des Niederschlags zur Neubildung von Grundwasser führt, wird an den Waldbeobachtungsstellen des forstlichen Umweltmonitorings aber nur modellbasiert geschätzt. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen, der Technischen Universität Dresden und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft will nun anstelle dieser Schätzungen effektive und effiziente Routinen für das Monitoring der Verdunstungsraten der Waldbäume entwickeln. weiterlesen…

WWF-Hintergrundpapier Circular Economy im Gebäudesektor

Kreislaufwirtschaft zentraler Hebel

In Deutschland steht der Gebäudesektor vor großen Herausforderungen. Dem Gebäudesektor kommt mit seinem hohen Ressourceneinsatz, Flächenbedarf, Energieverbrauch und hohen Abfallmengen sowohl in der Herstellungs- und Bau- als auch in der Nutzungsphase eine bedeutende Rolle im Klima- und Ressourcenschutz sowie im Schutz unserer Ökosysteme zu – so ein WWF-Papier unter dem Titel „Gebäude in der Kreislaufwirtschaft“. Einerseits gibt es einen Bedarf an Wohnungen, der u. a. durch den Neubau von jährlich 400.000 Wohnungen gedeckt werden soll (aber in diesem Jahr nicht gedeckt werden kann). Zugleich muss der Gebäudebestand aus Gründen der Energieeinsparungen weitreichend saniert werden. weiterlesen…

Erstes bundesweites Expertentreffen zu Treibhausgasemissionen in Milchviehhaltung

Großer Bedarf an betriebsübergreifendem Austausch

Im Vorfeld der diesjährigen THeKLa-Tagung (Treibhausgasbilanzierung und Klimaschutz in der Landwirtschaft) trafen sich am 22.11.2002 in Straubing knapp 30 Expert*innen aus Forschung und Beratung zu einem ersten bundesweiten Austausch rund um das Thema Treibhausgasemissionen in der Milchviehhaltung.  Initiiert wurde das Treffen vom Thünen-Institut für Betriebswirtschaft. „Die Milchbranche ist im Aufbruch, viele sind auf der Suche nach vergleichbaren Methoden und Möglichkeiten zur Kooperation. Die Tatsache, dass aus ganz Deutschland und sogar aus der Schweiz und Österreich Kolleginnen und Kollegen dabei sind, zeigt, dass das Thema überall relevant ist, nicht nur in einzelnen Regionen oder bei bestimmten Betriebstypen“, so Katrin Agethen vom Thünen-Institut und Mit-Initiatorin des Treffens. weiterlesen…

DAC mit 70 Prozent weniger Energie als Climeworks

Repair Carbon will CO2 effizienter aus der Luft filtern

Das 2020 gegründete israelische Cleantech-Unternehmen RepAir Carbon hat nach eigenen Angaben eine Direct Air Capture-Technologie (DAC) entwickelt, die 70 Prozent weniger Energie verbraucht als die vergleichbare Climeworks-Lösung, schreibt Martin Jendrischik auf cleanthinking. Jetzt hätten die Israelis eine erste Finanzierungsrunde abgeschlossen und wollten damit zunächst einen Prototyp bauen, der pro Jahr eine Tonne CO2 aus der Luft filtern soll. Anschließend solle die schnelle Skalierung gelingen, hoffen CEO Amir Shiner und sein Team. weiterlesen…