„Aufregende“ Entdeckung eines porösen Treibhausgas-speichernden Materials

Schnellere CO2-Speicherung als Bäume


Ein neuartiges poröses Material aus hohlen, käfigartigen Molekülen, das Kohlendioxid und andere Treibhausgase speichern kann, wurde von einem Team von Wissenschaftlern unter der Leitung der Heriot-Watt University in Edinburgh entwickelt. Forschende begrüßten die „aufregende“ Entdeckung und sagten, das Material könne helfen, „die größten Herausforderungen der Gesellschaft zu lösen“. Das Material weist hohe Speicherkapazität für Treibhausgase wie Kohlendioxid und Schwefelhexafluorid auf – ein noch stärkeres Gas als CO2, das sich über Tausende von Jahren in der Atmosphäre halten kann. weiterlesen…

Klimapolitik braucht mehr Ehrgeiz

MCC-geführtes Forschungsteam beziffert erstmals „Lücke“ bei CO2-Entnahmen

Seit 2010 misst die UNO-Umweltorganisation UNEP einmal im Jahr die Emissionslücke: die Differenz zwischen den Klimaschutzversprechen der Staaten und dem, was nötig wäre zum Begrenzen der Erderhitzung auf 1,5 (oder wenigstens unter 2) Grad. Die Botschaft dieser UNEP Emissions Gap Reports lautet: Klimapolitik braucht mehr Ehrgeiz. Eine Studie wendet dieses Analysekonzept jetzt explizit auf CO2-Entnahmen an, also das Zurückholen des wichtigsten Klimagases aus der Atmosphäre. Die Studie wurde geleitet vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und publiziert in Nature Climate Change. (Foto: CO2-Uhr des MCC – © MCC ) weiterlesen…

Heizen wir bald mit Ameisensäure aus CO2?

Von Kohlendioxid zu Treibstoff

US-Forscher haben eine effiziente Methode entwickelt, um Kohlendioxid in Treibstoff umzuwandeln. Dieser lässt sich beispielsweise in einer Brennstoffzelle für das Heizen von Gebäuden einsetzen, schreibt Amelie Siekmann am 09.05.2024 in agrarheute. ForscherInnen von Harvard und MIT haben erstmals CO2 in nutzbaren Treibstoff umgewandelt und damit Häuser und industrielle Betriebe beheizt: CO2 wird in Ameisensäure (Methansäure) umgewandelt, die ähnlich wie Wasserstoff, Brennstoffzellen antreiben und so Elektrizität erzeugen kann. Der schlagende Vorteil der Ameisensäure allerdings ist, dass sie im Gegensatz zu Kohlenstoffdioxid weder entflammbar noch giftig ist. Auch der Transport ist einfach zu bewerkstelligen. Das Verfahren wandelt das Treibhausgas direkt in Formiat um, einen festen Brennstoff, der unbegrenzt gelagert und zum Heizen von Häusern oder zur Stromerzeugung in der Industrie verwendet werden kann. weiterlesen…

Für einen nachhaltigen Umgang mit Batterien

Gesetzentwurf zur Anpassung an die neue EU-Batterieverordnung veröffentlicht

Das Bundesumweltministerium hat einen Entwurf für ein Gesetz zur Anpassung an die neue EU-Batterieverordnung (EU-BattVO) vorgelegt. Die Verordnung sieht einen EU-weit nachhaltigen Umgang mit Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette vor. Der nun vorgelegte Gesetzentwurf dient in erster Linie der Festlegung von Zuständigkeiten und Befugnissen für die neuen Aufgaben aus der EU-BattVO. Außerdem sollen Verbraucherinnen und Verbraucher künftig die Möglichkeit haben, zusätzlich zu sämtlichen Geräte-Altbatterien auch die ausgedienten Batterien von zum Beispiel E-Bikes oder E-Scootern am kommunalen Wertstoffhof zurückzugeben. Des Weiteren sollen bisher gut funktionierende Strukturen, beispielsweise im Bereich der Geräte-Altbatterieentsorgung ausgeweitet werden. Damit wird die Kreislaufwirtschaft gestärkt und zugleich für mehr Transparenz und erweiterte Entsorgungsmöglichkeiten für Verbraucherinnen und Verbraucher gesorgt. weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft im Bauwesen

Nachhaltige Architektur: Bauhandwerk digital neu interpretiert

Die Klimabilanz der Baumaterialien wird bislang viel zu wenig beleuchtet, sagt Moitz Dörstelmann, Tenure-Track-Professor für Digital Design and Fabrication (DDF) am Institut Entwerfen und Bautechnik des KIT, laut Nicole Allé in energiezukunft. Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft im Bauwesen sind aber innovative Ansätze nötig. Architekten und Forscher verbinden digitale Entwurfs- und Fertigungsstrategien mit historischer Architektur und neuentwickelten Materialien aus natürlichen Rohstoffen. weiterlesen…

Zirkuläre Wertschöpfung – industriepolitische Kernaufgabe

Zukunftsdialog Industrie setzt sich für mehr zirkuläre Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen ein

Als europaweit beachteter Industriestandort vereint Nordrhein-Westfalen die verschiedensten Branchen und Wertschöpfungsketten. Die Voraussetzungen für Veränderungen und Wandel sind deshalb hier besonders gut – gleichzeitig sind aktuelle Herausforderungen auch besonders präsent. Die Landesregierung hat deshalb den Zukunftsdialog Industrie ins Leben gerufen, um den klimaneutralen Umbau zu koordinieren und alle Akteure zu vernetzen. Bei seiner vierten Sitzung hat der Zukunftsdialog Industrie am 07.04.2024 gemeinsam mit Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sowie Umwelt- und Verkehrsminister Krischer die Herausforderungen und Chancen der Circular Economy und die Bedeutung von Ressourcenschonung und Umweltfreundlichkeit beraten. weiterlesen…

Neuheit Carbonbeton

Baustoff der Zukunft?

Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) hat am 29.04.2024 die Baustelle an der 49. Grundschule in Dresden besucht. Wie ihr Ministerium am Montag mitteilte, wird dort eine Schulturnhalle mit einem neuartigen Baustoff hochgezogen. Für die erste Carbonbeton-Wand an einem öffentlichen Gebäude legte Geywitz den Grundstein. Der Ministerin zufolge leistet Carbonbeton einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität der Baubranche. Die Halle ist bundesweit das erste öffentliche Gebäude mit Carbonbeton. weiterlesen…

Aus Alt mach Neu

naturstrom bringt mit Partnern Windpark-Repowering auf den Weg

Fünffache Leistung und zehnfacher Energieertrag – das Repowering von neun altgedienten Windrädern im ostwestfälischen Lügde hebt den Windpark Niese-Köterberg auf ein neues Level. Möglich machen es drei gleichberechtigte Projektpartner: die naturstrom AG sowie die ortsansässigen Koch Wind & Solar GmbH & Co. KG und ToGro Windenergie OHG. Gemeinsam errichten sie drei leistungsstärkere Windenergieanlagen mit insgesamt 13,5 Megawatt Leistung. Mit Beginn der Fundamentarbeiten startete kürzlich der Bau. (Foto: Rückbau bisheriger Nordex-Windräder © naturstrom AG) weiterlesen…

Von Holzbauten bis zu Luftfiltern – wie grüne Städte CO2 aus der Atmosphäre holen könnten

Eine Gigatonne pro Jahr zur Mitte des Jahrhunderts – eine MCC-Studie ermittelt die Potenziale, verschiedene Zusatznutzen und mögliche Hindernisse
Mehr als tausend Städte weltweit haben mittlerweile „Netto-null“ angekündigt: Sie wollen nur noch so viel CO2 in die Atmosphäre emittieren, wie sie gleichzeitig zurückholen. Eine aufwendige Metastudie bündelt jetzt den Wissensstand dazu, welche Methoden dienlich sein und was sie ausrichten könnten: Fazit: Technisch betrachtet könnten sich urbane Entnahmen dieses wichtigsten Klimagases zur Mitte des Jahrhunderts auf eine Gigatonne jährlich addieren, also 1000 Millionen Tonnen. Die Studie wurde erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und veröffentlicht in der Fachzeitschrift Nature Cities. weiterlesen…

Schluss mit „Nehmen, Herstellen, Wegwerfen“

EU-Parlament verabschiedet neues Gesetz für Kreislaufwirtschaft

Das EU-Parlament hat am 23. 04.2024 neue Vorschriften zu den Nachhaltigkeitsanforderungen von Produkten verabschiedet. Diese sollen dafür sorgen, dass in der EU verkaufte Produkte besser wiederverwendet, repariert, verbessert und recycelt werden können. Auf Euractiv.com erläutert Nathan Canas Details zum Gesetz für Kreislaufwirtschaft. weiterlesen…