WMO: Acht wärmste Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen

Anstieg der Klimawandel-Auswirkungen

Die vergangenen acht Jahre sind auf dem besten Weg, die acht wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, angeheizt durch die ständig steigenden Treibhausgaskonzentrationen und die aufgestaute Hitze. Extreme Hitzewellen, Dürren und verheerende Überschwemmungen haben in diesem Jahr Millionen Menschen betroffen und Milliarden gekostet, so der vorläufige Bericht der Weltorganisation für Meteorologie über den Zustand des globalen Klimas im Jahr 2022. Die Folgen: Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich, die Gletscherschmelze in Europa bricht Rekorde und extremes Wetter verursacht allenthalben Verwüstungen so eine Medienmitteilung der Weltorganisation für Meteorologie vom 06.11.2022. weiterlesen…

Aktion Biotonne Deutschland startet „28-Tage-Biotonnen-Challenge“ für Bürger

Aus Küchen- und Gartenabfällen kann, getrennt gesammelt, wertvoller Kompost und Biogas werden

Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Verbänden setzt sich mit den „Aktionswochen Biotonne Deutschland“ für eine bessere Biomüll-Sammlung ein. Wie schon 2020 werben ab 07.11.2022 vor allem Kommunen in Deutschland vier Wochen lang für die Getrenntsammlung von Bioabfällen mit Aktionen vor Ort. Der Fokus der Aktionswochen liegt in diesem Jahr auf einer „28-Tage-Biotonnen-Challenge“ zur Sensibilierung von Bürgerinnen und Bürgern. Das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt sowie zahlreiche Naturschutz- und Wirtschaftsverbände, Städte, Landkreise und kommunale Unternehmen unterstützen die bundesweite Aktion. weiterlesen…

CO2-Anstieg in der Atmosphäre schädigt Pflanzen

Nicht mehr Wachstum, sondern weniger

Bisher galt die Kohlendioxid-Zunahme in der Atmosphäre als eine der einzig möglichen positiven Seiten der Erderwärmung, dass sie zumindest Pflanzen bei der Photosynthese hilft. Französische Forschende fanden jedoch heraus, dass sie dadurch weniger Mineralien aufnehmen – und die Ernten geringer ausfallen, und publizierten ihre Ergebniss am 03.11.2022 in Trends in Plant Science. weiterlesen…

Individuelle Mikroben für Kunststoffrecycling

Zweistufiger chemischer und biologischer Prozess verwandelt gemischte Kunststoffabfälle in wertvolle neue Materialien

Wissenschaftler, die an einer Lösung für Kunststoffabfälle arbeiten, haben ein zweistufiges chemisches und biologisches Verfahren entwickelt, um gemischte Kunststoffe aufzuspalten und in wertvolle Bioprodukte umzuwandeln. Das Projekt, an dem mehrere Institutionen beteiligt sind, stützt sich auf das Fachwissen im Bereich der synthetischen Biologie am Oak Ridge National Laboratory des US-Energieministeriums, um eine Mikrobe zu entwickeln, die dekonstruierte Kunststoffabfälle in Bausteine für Materialien der nächsten Generation umwandelt. weiterlesen…

Mehr Gips-Recycling, keine neuen Abbaugebiete

Für den Schutz wichtiger Ökosysteme fordern die Verbände daher u.a. den Einsatz von mehr Recyclinggips

Im Gipskarstgürtel im südlichen Harz wird seit 100 Jahren Gips abgebaut. Die Karstlandschaft Südharz war bisher davon ausgeschlossen, doch das könnte sich ändern. In der unberührten Naturlandschaft sollen Probebohrungen das Potenzial erkunden. Mehrere Verbände warnen vor der Ausweitung des Gipsabbaus im Südharz. Stattdessen fordern sie von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck eine verbindliche Rohstoffstrategie für einen kreislaufgerechten Einsatz von Gips, wie Petra Franke für energiezukunft recherchiert hat. (Foto: Questenberg liegt in der Gipskarstlandschaft Unterharz, der Karstwanderweg führt hier entlang – © DGuendel auf Wikimedia, CC BY 4.0) weiterlesen…

Blinde Flecken bei Überwachung von Plastikmüll

KIT-Forschende vermuten, dass viel mehr Plastik in fließenden Gewässern transportiert wird als bislang angenommen – neue Ansätze für die Modellierung

Ob im Trinkwasser, in der Nahrung oder sogar in der Luft: Plastik ist ein globales Problem – und das ganze Ausmaß der Verschmutzung ist möglicherweise noch gar nicht bekannt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Australien konventionelle Annahmen für den Transport von Plastik in Flüssen überprüft. Die tatsächliche Menge Plastikmüll in Flüssen könnte demnach bis zu 90 Prozent größer sein als bislang vermutet. Die neuen Erkenntnisse sollen dabei helfen, das Monitoring zu verbessern und Plastik aus Gewässern zu entfernen. Über ihre Ergebnisse berichten sie am 02.11.2022 in Water Research. (DOI: 10.1016/j.watres.2022.119078) (Foto: Blinde Flecken bei der Überwachung – mit Plastikmüll bestückte Flussmodelle – © Daniel Valero, KIT) weiterlesen…

Franz Alt: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

Das Klima liegt auf der Intensivstation

Die Cafés waren voll, man sah Spaziergänger in T-Shirts und Radfahrer in kurzen Hosen – im Oktober und Anfang November 2022. Wir erlebten global den wärmsten Oktober seit 1880. In Deutschland war es in diesem Jahr sogar um 3.3 Grad wärmer als in einem Durchschnitts-Oktober der vergangenen 120 Jahre. „Frühsommer im Herbst“ titelte die Süddeutsche Zeitung. In ganz Europa stiegen die Temperaturen im weltweiten Vergleich besonders stark an, beginnt Franz Alt seine Kolumne auf der Sonnenseite vom 05.11.2022. weiterlesen…

50 Millionen für Bio-Kerosin

Breakthrough Energy tätigt erste Katalysator-Finanzierung bei LanzaJet

Das Unternehmen Breakthrough Energy in Seattle, Washington, gab am 19.10.2022 die erste Katalysator-Projektfinanzierung in Form eines 50-Millionen-Dollar-Zuschusses an LanzaJet für die weltweit erste Anlage zur Herstellung von nachhaltigem Flugtreibstoff (SAF) aus Alkohol von Freedom Pines Fuels in Soperton, Georgia, bekannt. Das Programm Breakthrough Energy Catalyst will Unternehmen und philanthropische Organisationen zusammenbringen, um die Einführung von Basistechnologien zu beschleunigen, indem wichtige Projekte, die erstmals im kommerziellen Maßstab durchgeführt werden, finanziert werden. weiterlesen…

Deutschland und USA arbeiten bei Energiewende stärker zusammen

John Kerry und Robert Habeck einigten sich beim G7-Treffen in Berlin 2022 auf Dekarbonisierung des Energiesektors

Deutschland und die Vereinigten Staaten sind wichtige Akteure in der internationalen Klimapolitik. Sie verfolgen jedoch unterschiedliche Ansätze. Forschende der RWTH Aachen und des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung – IASS –  in Potsdam haben eine Bestandsaufnahme veröffentlicht, in der sie gemeinsame Interessen und Kooperationspotenziale der beiden Länder identifizieren, so eine IASS-Medienmitteilung vom 26.10.2022. weiterlesen…

Die Kühe und das Klima – historische Daten offenbaren Überraschendes

Seit 2003 stoßen Nutztiere in Deutschland weniger Methan aus als 1892

Zwei Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) haben den Methanausstoß von landwirtschaftlichen Nutztieren am Ende des 19. Jahrhunderts mit heutigen Werten verglichen. Das Ergebnis überraschte: Seit 2003 sind die Methanemissionen geringer als 1892. Die Ergebnisse der Studie wurden in Science of The Total Environment veröffentlicht. weiterlesen…