Erste globale Klimarisikokarte für den Wald

Studie: Forsten in Zentral- und Westeuropa hohem Klimarisiko ausgesetzt

Der Klimawandel bringt Wälder zunehmend unter Druck. Ausgelöst durch Klimaextreme sind in Mitteleuropa in den letzten Jahren große Waldflächen abgestorben. Forschende unter Beteiligung der Technischen Universität München (TUM) haben nun die erste Klimarisikokarte für die Wälder der Erde erstellt. Diese zeigt: Neben Mitteleuropa sind Wälder im Westen Nordamerikas sowie der südliche Teil des borealen Nadelwaldgürtels und der östliche Amazonas besonders gefährdet. weiterlesen…

Upcycling von Kunststoffen

Vom Abfall zum Treibstoff für weniger Geld

Problematische Kunststoffe wie Plastikabfälle könnten mit einer neuen Technologie von der Mülldeponie ferngehalten und in nützliche chemische Grundstoffe wie etwa Brennstoffe umgewandelt werden, anstatt in der Umwelt zu landen. Eine am 22.08.2022 im Rahmen der Herbsttagung der American Chemical Society in Chicago vorgestellte und in ACS Catalysis veröffentlichte Innovation im Bereich des Kunststoffrecyclings, die mit weniger mehr erreicht, erhöht gleichzeitig die Umwandlung in nützliche Produkte und verbraucht dabei weniger des Edelmetalls Ruthenium. weiterlesen…

Hohe Preise verändern offenbar Investitionen

MCC: CO2-Preis bald bei 100 Euro – die Folgen?

Der CO2-Preis im Europäischen Emissionshandel nähert sich der Marke von 100 Euro – was bedeutet das für die Investitionsentscheidungen von Unternehmen? Zu den Folgen hoher Preise gibt es bislang wenig empirisch gestützte Erkenntnis. Eine Studie unter Federführung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) liefert jetzt Ex-ante-Evidenz nach dem Motto „Was würdet ihr tun, wenn …?“ Basis ist eine Befragung von hochrangigen Führungskräften in deutschen Energie- und Industriefirmen. Fazit: Investitionen könnten tatsächlich von fossilen in nicht-fossile Technologien umgelenkt werden. Die Studie wurde in Energy Policy veröffentlicht. weiterlesen…

Bundesbeauftragten für Erneuerbare Energien berufen!

Vorschlag von Eurosolar

Der Vorsitzende des Vorstands der deutschen Sektion von EUROSOLAR, Axel Berg, fordert gemeinsam mit Prof. Eicke R. Weber und Hans-Josef Fell in einem Brief an Bundesenergieminister Robert Habeck noch in diesem Jahr das Amt einer/s Bundesbeauftragen für Erneuerbare Energien der Bundesregierung einzuführen – so eine Medienmitteilung von Eurosolar vom 02.09.2022. Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Effiziente Kohlendioxid-Reduktion unter sichtbarem Licht

Mit neuartigem, kostengünstigen Katalysator

Ein neuartiger Photokatalysator auf der Basis von Koordinationspolymeren für die CO2-Reduktion zeigt eine noch nie dagewesene Leistung und gibt Wissenschaftlern des Tokyo Tech Institute of Technology (Tokyo Tech) Hoffnung im Kampf gegen die globale Erwärmung. Dieser vielversprechende Photokatalysator, der aus reichlich vorhandenen Elementen hergestellt wird und keine komplexe Behandlung oder Modifizierung nach der Synthese erfordert, könnte den Weg für eine neue Klasse von Photokatalysatoren zur effizienten Umwandlung von CO2 in nützliche Chemikalien ebnen – so eine Veröffentlichung auf ACS Catalysis.. weiterlesen…

Einblicke in Wechselspiel topologischer Isolatoren

Schlüssel für neuartige „spintronische“ Bauelemente

Wolfram-di-Tellurid (WTe2) hat sich zuletzt als vielversprechendes Material zur Realisierung topologischer Zustände bewährt. Diese gelten aufgrund ihrer einzigartigen elektronischen Eigenschaften als Schlüssel für neuartige „spintronische“ Bauelemente und Quantencomputer der Zukunft. Physiker des Forschungszentrums Jülich konnten mittels Untersuchungen am Rastertunnelmikroskop nun erstmals nachvollziehen, wie sich die topologischen Eigenschaften mehrlagiger WTe2-Systeme systematisch verändern lassen. Die Ergebnisse wurden in Nano Letters veröffentlicht. (Foto: Rastertunnelmikroskop – © Eigenes Werk, commons.wikimedia.orgCC BY-SA-3.0) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Gummibärchen aus Windgeneratorenflügeln

Kombination von Glasfasern mit pflanzlichem und synthetischem Polymer

Windturbinenblätter könnten eines Tages zu süßen Leckereien recycelt werden. Wissenschaftler haben ein neues Verbundharz veröffentlicht, das sich für die Herstellung dieser Giganten eignet und später zu neuen Rotorblättern oder einer Vielzahl anderer Produkte recycelt werden könnte, darunter Arbeitsplatten, Autorücklichter, Windeln und sogar Gummibärchen. Die Forschungsarbeit wurde am 23.08.2022 im Rahmen der Herbsttagung der American Chemical Society (ACS) vorgestellt und in Scientific American publiziert. (Foto: Gummibärchen – © Alexa auf Pixabay) weiterlesen…

Lesehinweis: Vermieter gegen Balkonkraftwerke

taz zur Energiewende in Hamburg

Viele Mie­te­r wollen Solarzellen auf dem Balkon, allerdings müssen Ver­mie­­ter meist zustimmen. In Hamburg verbieten manche die Installation. Die eigene Stromrechnung senken und etwas für den Klimaschutz tun: Das wollte ein Paar aus Hamburg – mit einem sogenannten Balkonkraftwerk. Die kleinen Solaranlagen mit einer Leistung von 300 bis 600 Watt sind für den Eigenverbrauch gedacht, so die taz am 03.09.2022. weiterlesen…

Treibhausgase und Meeresspiegel auf Rekordhöhe seit 1 Mio. Jahren

BAMS-Bericht 2021 von 530 Forschern aus mehr als 60 Ländern

2021 stiegen sowohl CO2-Konzentration als auch Meerestemperatur und -spiegel auf Rekordhöhe. Auch die Treibhausgase Methan und Distickstoffmonoxid erreichten im vergangenen Jahr Höchstwerte, stellte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie am 31.08.2022 in ihrem Jahresbericht zum Weltklima fest. Damit hat die CO2-Konzentration in der Atmosphäre den höchsten Wert seit mindestens einer Million Jahren erreicht. Das teilte die US-Behörde für Klima und Ozeanografie (NOAA) mit. Die CO2-Konzentration stieg in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich und hat nun den Wert von im Jahresschnitt 414,7 ppm (Teilchen pro Million) erreicht – 2,3 ppm mehr als noch im Jahr zuvor. (Titel: State of the Climate 2021 – © noaa.org) weiterlesen…

Nanopartikel auf Perowskit schützen vor Verkoken

Recycling von Treibhausgasen

Aus CO2 und Methan kann man wertvolle Synthesegase herstellen – allerdings verloren die  dazu nötigen speziellen Katalysatoren bisher stets rasch an Wirkung. Forscher der TU Wien entwickelten nun stabilere Alternativen, mit denen Treibhausgase in etwas Nützliches umgewandeln werden kann: Bei „Carbon Capture and Utilization“ hatte man nämlich mit dem Problem zu kämpfen, dass sich auf den Katalysatoren rasch eine Schicht aus Kohlenstoff bildete, man spricht von „verkoken“, der Katalysator verliert dadurch seine Wirkung. (Grafik: Methan-Trockenreformierung – © ars.els-cdn.com, CC BY 4.0) weiterlesen…