Energieverbrauch und Energiemix verändern sich durch Pandemie und Wetter

Kohlen legen kräftig zu – Erneuerbare holen Frühjahrsrückstand auf

Der Energieverbrauch in Deutschland lag in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Nach vorläufigen Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) erhöhte sich der Verbrauch im 1. Halbjahr um 4,3 Prozent auf 6.191 Petajoule (PtJ – 1.720 TW) beziehungsweise 211,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten (Mio. t SKE). Nach drei Monaten hatte der Verbrauch noch leicht im Minus gelegen, teilte die AG Energiebilanzen weiter mit. weiterlesen…

1.261 Brennstoffzellen-Pkw zugelassen

Laut Definition des EmoG Elektrofahrzeuge

Am 01.06.2021 waren in Deutschland 1.261 Pkw mit Wasserstoff-Brennstoffzellenantrieb zugelassen. Diese Zahl nennt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/31761) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (19/30905). Brennstoffzellen-Pkw seien laut Definition des Elektromobilitätsgesetzes (EmoG) Elektrofahrzeuge. Entsprechend gälten die Ziele der Bundesregierung für Elektrofahrzeuge. weiterlesen…

Biomasse: Verwertung von Laub

Neuer Brennstoff für klimaneutrale Energie

Laub verrottet langsam, weshalb es in Kompostieranlagen eher unerwünscht ist. Gleichzeitig verfügt es jedoch nach entsprechender Vorbehandlung über gute Verbrennungseigenschaften. Diesen Eigenschaften wollen Forschende des Fraunhofer UMSICHT weiter auf den Grund gehen mit dem Ziel, einen geschlossenen Kreislauf für die kommunale Verwertung von Laub zu entwickeln. Entstehen soll ein Konzept für die Nutzung regionaler Brennstoffe zur Gewinnung von Energie in Biomassefeuerungen und von Nährstoffen auf Böden. weiterlesen…

Bundesnetzagentur übernimmt Aufgaben bei Regulierung von Wasserstoffnetzen

Freiwillige Regulierung für Betreiber von Wasserstoffnetzen

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDie Bundesnetzagentur übernimmt mit dem am 27.07.2021 in Kraft getretenen Energiewirtschaftsgesetz neue Aufgaben im Bereich der Regulierung von Wasserstoffinfrastrukturen. Durch die Regelungen werden die notwendigen Rahmenbedingungen für einen zügigen Markthochlauf für Wasserstoff geschaffen, sagt Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. weiterlesen…

Klimaneutralität – realistische Vision oder Mogelpackung?

Viele Missverständnisse bei Begriffen rund um den Klimaschutz
-mit freundlicher Genehmigung von Mario Schmidt, Hochschule Pforzheim-

Nach Ansicht von Professor Mario Schmidt, Professor für Ökologische Unternehmensführung an der Hochschule Pforzheim, vergreifen sich selbst Klimaschützer nicht selten in der Wortwahl: „Klimaneutralität bedeutet, dass von menschlichen Aktivitäten keine Auswirkungen mehr auf das Klima ausgehen. So hat es der Weltklimarat definiert. In der öffentlichen Diskussion wird dagegen immer Treibhausgasneutralität gemeint, was etwas anderes ist.“ Das sei keine Haarspalterei: selbst wenn es gelänge, alle Emissionen in Deutschland zu vermeiden, so wären die Auswirkungen auf das Klima doch immer noch beträchtlich. weiterlesen…

Wasserstoff aus Klärschlamm?

100 kg H2 aus einer Tonne Biomasse

Am Fraunhofer ISI sowie an der TH Bingen haben zwei Wissenschaftler den mittels einer Testanlage auf Basis einer hybriden Reformierungstechnologie entwickelten BHYO-Prozess verfahrenstechnisch begutachtet und auf Möglichkeiten zur energietechnischen Systemintegration geprüft. Mit dem Verfahren lassen sich aus einer Tonne Biomasse bis zu 100 Kilogramm Wasserstoff herstellen – aus Abfällen aus der Landschaftspflege, dem Inhalt brauner Tonnen oder sogar aus kommunalem Klärschlamm. Ein Gutachten bescheinigte dem Prozess einen sehr guter Kaltgaswirkungsgrad. weiterlesen…

Klimaziel erreichbar mit nur 20 Prozent mehr Windgeneratoren

Neue Generation erzeugt zehnmal mehr Strom

Die Hochwasser-Katastrophe in Teilen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen hat bundesweit zu einer Debatte über schnellere Klimaschutz-Maßnahmen geführt. Im Gespräch ist nicht nur ein vorzeitiger Ausstieg aus der Kohleverstromung, sondern auch die notwendige Steigerung beim Bau neuer Windgeneratoren. Am 02.08.2021 wies der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) auf die Ergebnisse einer Untersuchung, die er im vergangenen Spätherbst über die energiewirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Generation von Windturbinen veröffentlicht hat, derzufolge nur ein Fünftel zusätzlicher Windgeneratoren neu gebaut werden müssen, um das Klimaziel zu erreichen. weiterlesen…

Moleküle in kollektiver Ekstase

Empa: Zehnfach effizientere chemische Lichtverstärker als bisher

Wenn sich fluoreszierende Farbstoffmoleküle perfekt aneinanderschmiegen, entsteht etwas völlig Neues – so Rainer Klose auf der Internetseite der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa): Ein über viele Moleküle verteilter angeregter Zustand. Solche „kollektiven Anregungen“ lassen sich vielfältig nutzen – etwa für organische Solarpanels, in Sensoren, für ultraschnelle Datenübertragung oder in der Mikroskopie. Empa-Forschern ist es gemeinsam mit Kollegen der ETH Zürich, der EPFL, des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der IBM Research Zürich gelungen, solche chemischen Lichtverstärker zehnfach effizienter zu machen als bisher. (Grafik: Farbstoffmoleküle an den Phasengrenzen einer bikontinuierlichen Emulsion – Illustration © Empa) weiterlesen…

Messdaten-Pool für realistische Vorhersagen des Energieertrags von Offshore-Windparks

Messung von Windparkeffekten über der Nordsee mit zwei Flugzeugen

Für das Projekt X-Wakes (dt. „Wirbelschleppen“) sind bei einer Messkampagne in diesem Sommer zwei Flugzeuge im Einsatz, um die räumliche Verteilung und die Erholung des Windfeldes vor und hinter Offshore-Windparks zu untersuchen. Für das Projekt wird ein umfangreicher Datensatz erhoben, um die Windverhältnisse über der Nordsee und die Wechselwirkung von Windparks und Atmosphäre zu analysieren. Für die letzten Messflüge im Projekt kommen dabei sogar erstmalig zeitgleich zwei Forschungsflugzeuge der Technischen Universität Braunschweig zum Einsatz – so eine Medienmitteilung der TU. (Foto: Die Forschungsflugzeuge der TU Braunschweig – © Astrid Lampert) weiterlesen…

PV-Heimspeicher zunehmend gefragt

Aufträge aus ganz Europa

PV-Heimspeicher sind zunehmend gefragt: Dies gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch für viele andere europäische Länder. Dies sind zumindest die Erfahrungen von Sonnen, die der Hersteller auf Basis seiner Absatzzahlen für das erste Halbjahr sammelte. Im ersten Halbjahr hat sonnen in Wildpoltsried bei Kempten Bestellungen für Speichersysteme mit mehr als 20 Megawattstunden auch Belgien Dänemark und Spanien erhalten. Doch nicht nur dort und im deutschsprachigen Raum, sondern auch in Großbritannien, Schweden oder Irland verzeichnet man wachsende Absätze – so Sandra Enkhardt auf pv magazine über eine Mitteilung der sonnen GmbH. weiterlesen…