AMOC möglicherweise an kritischer Schwelle

Meeresströmung im Atlantik hat an Stabilität verloren

Eine wichtige Strömung im Atlantik, zu der auch der Golfstrom gehört, hat im Laufe des letzten Jahrhunderts möglicherweise an Stabilität verloren. Das zeigt eine neue am 05.08.2021 in Nature Climate Change publizierte Untersuchung von Niklas Boers vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Die Atlantische Umwälzströmung (Atlantic Meridional Overturning Circulation, AMOC) transportiert warme Wassermassen aus den Tropen an der Meeresoberfläche nach Norden und kaltes Wasser am Meeresboden nach Süden, was für die relativ milden Temperaturen in Europa von großer Bedeutung ist. Außerdem beeinflusst sie Wettersysteme weltweit. Ein möglicher Zusammenbruch dieses Meeresströmungssystems könnte daher schwerwiegende Folgen haben. weiterlesen…

Buch: Vom Wesen unserer Flüsse

Ein faszinierender Lebensraum im Wandel

Flüsse gehören zu den attraktivsten Lebensräumen, nicht nur für Pflanzen und Tiere. Auch Menschen siedeln sich dort mit Vorliebe an – und sorgen für zahlreiche Umweltkonflikte: Auwälder werden gerodet, Flüsse begradigt oder aufgestaut, und „Jahrhunderthochwasser“ werden dadurch immer häufiger. In seinem Blick auf ausgewählte Flüsse Mitteleuropas plädiert Josef H. Reichholf für eine differenzierte Sicht auf unser Tun. Das Buch erscheint im oekom-verlag am 14.09.2021. weiterlesen…

Nach der Flut: Klimaneutraler Wiederaufbau

Nach Hochwasser Häuser, Heizungen und Wärmenetze im Einklang mit Klimaschutz sanieren

Die verheerenden Hochwasser haben die Gebäude und die Infrastruktur in den Überschwemmungsgebieten in West- und Süddeutschland stark in Mitleidenschaft gezogen. Häuser und Versorgungsleitungen wurden teilweise völlig zerstört. Die Fluten haben deutlich gemacht, wie wichtig es ist, beim Wiederaufbau nun neben der notwendigen Maßnahmen im Hochwasserschutz auch den Klimaschutz im Rahmen der vereinbarten Klimaziele zu berücksichtigen – schreiben Barbara Saerbeck und Patrick Graichen im Blog von Agora Energiewende. (Foto: Überschwemmung der Ahr in Marienthal bei Dernau, Bad Neuenahr-Ahrweiler – © mit freundlicher Genehmigung HwK Koblenz). weiterlesen…

Energiewende für den Süden riskanter als für den Norden

Risiken einer ungleichmäßigen Energiewende

Ungleiche Übergangsmuster in der Energiewende erhöhen das Risiko wirtschaftlicher Instabilität und verringern die Wettbewerbsfähigkeit der „späten Dekarbonisierer“. Zu diesem Schluss gelangen die Doktorandin Laima Eicke und Prof. Andreas Goldthau von der Willy Brandt School of Public Policy an der Universität Erfurt in einem am 02.08.2021 in Environmental Science & Policy veröffentlichten Artikel über die Bedeutung des relativen Timings von Energiewendeprozessen und die Auswirkungen einer globalen Kluft zwischen Vorreitern und Nachzüglern der Energiewende. weiterlesen…

Automatisierte chemische Synthese

Zuverlässige Herstellung und zügiger Erkenntnisgewinn

Eine der modernsten Infrastrukturen zur automatischen Prozessführung in der Chemie baut das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gemeinsam mit der BASF SE auf: Die Anlage wird zunächst neue Substanzen parallelisiert für Anwendungen in Bereichen von Biologie bis Materialwissenschaften herstellen. Langfristig wird die Anlage auch ein Hochdurchsatzverfahren für chemische Reaktionen ermöglichen. In dieses Projekt investiert das KIT rund vier Millionen Euro. Die Anlage ist in der Karlsruhe Nano Micro Facility (KNMFi) angesiedelt und wird internen sowie externen Forschenden offenstehen. (Foto: Automatisierte Anlage zur Herstellung neuer Materialien durch Kombination aus etabliertem Equipment und Open-Hardware-Komponenten – © Patrick Hodapp, KIT) weiterlesen…

Warnung vor „Net Zero“

Vorsicht, wenn globale Öl- und Gasriesen das Klimaziel „Netto-Null 2050“ beschließen

„Net Zero 2050“ war in diesem Jahr das große Thema in der Klimapolitik im Vorfeld des globalen Politikforums in Glasgow. Analysen zeigen jedoch, dass „Net Zero 2050“-Strategien viele Jahrzehnte der unnötigen Nutzung fossiler Brennstoffe bis weit über das Jahr 2050 hinaus festschreiben werden, mit einem nicht nachhaltigen Wirtschaftspfad, gefährlichen „Ausgleichs“-Kompromissen und inakzeptablen Risiken einer unaufhaltsamen Klimaerwärmung, schreiben David Spratt und Ian Dunlop vom National Centre for Climate Restoration (Breakthrough), einer unabhängigen australischen Denkfabrik. Mit diesen Thesen haben sie sich bereits im April zu Wort gemeldet (Siehe: solarify.eu/co2-budget-eine-schimaere). weiterlesen…

Aiwanger legt Grundstein für neues Gaskraftwerk Irsching 6

„Erstes Großkraftwerk allein für Netzstabilisierung“

Der bayerische Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger hat am 28.07.2021 offiziell den Grundstein für das neue Gaskraftwerk Irsching 6 bei Ingolstadt gelegt. Das Kraftwerk mit 300 Megawatt Leistung wird von Uniper gebaut und später auch betrieben werden. Es wird ausschließlich als Sicherheitspuffer für die Stromversorgung dienen. Damit wird die Anlage nicht dem Markt zur Verfügung stehen, sondern nur in Notsituationen kurzfristig einspringen, wenn die Systemsicherheit gefährdet ist. Uniper erhielt Ende 2018 den Zuschlag für Bau und Betrieb. Die Inbetriebnahme von Block 6 ist für Oktober 2022 geplant. (Foto: Uniper-Gaskraftwerk_Irsching Mai 2020 – © Ma. Gr. 1234 – Eig. Werk, CC BY-SA 4.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

2,7 Mrd. für energetische Sanierung bewilligt

610 Mio. ausgezahlt

hat im ersten Halbjahr 2021 mehr als 2,7 Mrd. Euro für die energetische Gebäudesanierung bewilligt und rund 610 Mio. Euro ausgezahlt. Im zweistufigen Verfahren der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden mit der Bewilligung die Fördermittel reserviert. Nach der Umsetzung des Projekts und Prüfung der Nachweise zahlt das BAFA den Förderbetrag aus. weiterlesen…

Eineinhalb Jahre zu spät: 1 Million E-Fahrzeuge auf deutschen Straßen

Mehr als 50 Prozent rein batteriebetrieben – Innovationsbonus für E-Auto-Kauf bis Ende 2025 verlängert

E-Mobilität im Berliner Westend Renault Twizy - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyIm Juli wurden laut Kraftfahrtbundesamt in Deutschland etwa 57.000 Elektrofahrzeuge neu zugelassen. Damit erreichen Industrie und Bundesregierung – so eine gemeinsame Medienmitteilung von BMWi, BMU und BMVI am 02.08.2021 – das gemeinsame Ziel, eine Million elektrisch betriebene Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen. Über die Hälfte davon sind rein elektrische Fahrzeuge, die u?brigen sind Plug-In-Hybride sowie Brennstoffzellenfahrzeuge. Deutschland wird somit seinem Anspruch gerecht, Leitanbieter und Leitmarkt fu?r diese wichtige Mobilitätstechnologie zu werden. weiterlesen…