“….dem Tempo des Klimawandels nicht gewachsen”

Kipp-Prozesse: Größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes bedroht

Ein größerer Teil des Amazonas-Regenwaldes als bislang bekannt läuft Gefahr, einen Kipp-Punkt zu überschreiten, an dem er austrocknen und zu einer Art Savanne werden könnte. Das zeigt eine Studie auf der Grundlage von Computermodellen und Datenanalyse, die jetzt von einem Team von Wissenschaftlern – darunter Johan Rockström, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung – in Nature Communications veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Weltweit erste Wissenschaftsinitiative widmet sich dem Überleben der Amazonasregion

“Den größten und artenreichsten Regenwald der Welt retten”

Beraten von politischen Entscheidungsträgern, CEOs, kulturellen Repräsentanten und gewählten indigenen Führungspersönlichkeiten und angespornt durch die wachsende Dringlichkeit der katastrophalen Umweltbedrohungen für das Amazonasgebiet wird ein von 150 renommierten Wissenschaftlern aus acht Amazonasländern, Französisch-Guayana und globalen Partnern gebildetes Forschungsgremium die erste wissenschaftliche Bewertung des Zustands des Amazonasbeckens liefern, kündigte das Sustainable Development Solutions Network am 24.07.2020 an. weiterlesen…

Amazonas-Wendepunkt: Letzte Chance zum Handeln

Von Thomas E. Lovejoy und Carlos Nobre in Science Advances

Zwei renommierte Wissenschaftler warnen vor einem „Kipppunkt“ des Klimas im Amazonas-Becken und in weiten Teilen Südamerikas. Brandrodungen und andere rasch voranschreitende Entwicklungen könnten Teile des Regenwalds in eine Savanne verwandeln, die Tierwelt zugrunde richten und Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre emittieren, schreiben Thomas Lovejoy (li.) von der George Mason University im US-Bundesstaat Virginia und Carlos Nobre von der Universität Sao Paulo in Brasilien in „Science Advances“. weiterlesen…

Vatikan-Tagung: Schutz indigener Völker und Klimawandel

“Notwendige Kooperation”

Im Rahmen einer Studientagung während der derzeit im Vatikan stattfindenden Amazonas-Synode wurde die Bedeutung des Engagements der indigenen Völker betont. Ihr Kampf gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes diene “der ganzen Menschheit”, wie Vatican News meldet. Sie müssten daher dringend stärker geschützt werden, auch weil sie überproportional Opfer von Gewalt werden. 80 Prozent aller Morde an Indigenen geschehen derzeit in Brasilien, Kolumbien, Mexiko und auf den Philippinen – so Mattia Prayer Galletti vom Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) in Rom. weiterlesen…

Bolsonaros Klimakrieg

Flammendes Inferno in Brasiliens Regenwäldern

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat dem Klimaschutz den Krieg erklärt. Jetzt bezichtigt er sogar Umweltschützer, Waldbrände gelegt zu haben. Dabei hat er selbst Bauern zur Brandrodung ermutigt, um seine Pläne mit dem Agrobusiness voranzubringen. Mehr zur Zerstörung der grünen Lungen unseres Planeten von Nicole Allé in energiezukunft vom 23.08.2019. weiterlesen…

“Es gibt keine Möglichkeit, sich an Motorsägen anzupassen”

Der Amazonaswald kann durch wechselhafte Regenfälle trainiert werden – dem Tempo des Klimawandels und der Zerstörung durch Menschenhand ist er möglicherweise dennoch nicht gewachsen

Der Amazonas-Regenwald hat sich über Millionen von Jahren entwickelt und sogar Eiszeiten überlebt. Heute droht diesem riesigen Ökosystem durch menschliche Einflüsse und durch den weltweiten Klimawandel ein großflächiges Absterben – mit weit reichenden Folgen für seine Funktion als globale CO2-Senke. Eine jetzt in Nature Geoscience veröffentlichte Studie zeigt, dass die Teile des Amazonaswaldes, in denen die Regenmengen stärker schwanken, widerstandsfähiger gegen heutige und zukünftige Klimastörungen sind. Trotz dieses “Trainingseffekts” wird der Regenwald wohl jedoch mit dem Tempo des fortschreitenden Klimawandels nicht Schritt halten können, erklären die Forscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
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