Soziales Nachhaltigkeitsbarometer 2019

Breite Unterstützung für Energiewende – aber nicht so, wie sie zurzeit gemacht wird

Das Soziale Nachhaltigkeitsbarometer zur Energiewende wurde im Jahr 2019 zum dritten Mal erstellt. Über 6500 Bürger in Deutschland wurden 2017, 2018 und 2019 zu ihren Einstellungen, Erfahrungen und Präferenzen der Energiewende befragt. Die Ergebnisse sind nach soziodemographischen und geographischen Merkmalen sowie nach Anhängerschaft der politischen Parteien differenziert. Das Barometer ist ein Produkt der Partnerschaft dynamis, die das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS), die 100 prozent erneuerbar Stiftung und die innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft bilden. weiterlesen…

Der Bundesrat soll’s richten

NRW plant Energiewende als Konjunkturmotor aus der Krise

Offenbar strebt das Land Nordrhein-Westfalen mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien ein grünes Wachstumspaket als Ausweg aus der Corona-Krise an. Die Fachmedien Energate Messenger und Tagesspiegel Background berichten heute über ein entsprechendes Positionspapier der NRW-Landesregierung. Der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) habe früh ein klimafreundliches Konjunkturpaket gefordert, und begrüße die bekannt gewordenen Pläne, heißt es in einer Pressemeldung vom 17.04.2020. weiterlesen…

Corona als Sündenbock für Fossile

„Anschlag auf die Energiewende“
von Christfried Lenz, Bürgerenergie Altmark

Eine „gigantische, revolutionäre Zerstörung der Energiewende und damit des Klimaschutzes“ resumiert Frank Farenski sein Gespräch mit Andreas Piepenbrink, Geschäftsführer von E3/DC, dem zu entnehmen ist, dass mit dem „Barometer-Gutachten“ des Bundeswirtschaftsministeriums beabsichtigt wird, einer dem dezentralen Wesen der Erneuerbaren Energien entsprechenden Struktur aus autonomen, in sich autarken, aber zusätzlich miteinander vernetzten Energiezellen den Riegel vorzuschieben. Die von Millionen klimaschutzengagierten Menschen über Jahrzehnte hin dezentral und demokratisch vorangetriebene Energiewende soll demnach zur Sackgasse erklärt werden – schreibt Christfried Lenz in einem Kommentar auf pv magazine. weiterlesen…

Tricksen und Täuschen

Corona als Vorwand, Klimaschutz und Energiewende erst einmal zu verschieben
von Klaus Oberzig

„Im Schatten von Corona wird auch beim Thema Energiewende getäuscht und getrickst. Die für viele Solarfreunde erst einmal schlüssig scheinende Auskunft, wegen des Virus habe man in den Ministerien keine Zeit, sich um Erneuerbare Energie und Klimaschutz zu kümmern, stellt sich als Schwindel heraus,“ schreibt Klaus Oberzig auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Solarenergie. weiterlesen…

Corona, gut fürs Klima, aber…

… schlecht für die Energiewende

„Stillstehende Fabriken, kaum noch Autos auf den Straßen und nur wenige Flugzeuge in der Luft. Corona sorgt dafür, dass die Treibhausgasemissionen zurückgehen und Millionen von Tonnen CO2 eingespart werden. Auf das Klima wirkt sich die Epidemie also positiv aus – zumindest kurzfristig“, schreibt Kathrin Witsch im Handelsblatt. Doch die langfristigen Folgen dürften weniger umweltfreundlich ausfallen. Experten warnen schon jetzt vor Einsparungen bei dringenden grünen Investitionen. weiterlesen…

Investieren für den Tag X

Einmaleffekte bringen keinen Klimaschutz

Er wird kommen, der Tag danach. Der Tag, an dem die Ausgangs- und Kontaktsperren aufgehoben werden, weil wir die Ausbreitung des Coronavirus eingedämmt haben. Wir werden uns über unsere wiedergewonnene Freiheit freuen, aus unseren Homeoffices nach draußen strömen, um in den Cafés gemeinsam die Sonne zu genießen oder zu feiern – selbstredend mit genügend Sicherheitsabstand. Doch wir werden dann eine heftige Wirtschaftskrise bewältigen müssen, schon jetzt werden Aufträge storniert, Investitionen verschoben, Handelspartnern fehlt die Liquidität. Wie es gelingen könnte, die auf die Corona-Krise folgende Wirtschaftskrise zu bewältigen, erläutert der Direktor der Denkfabrik Agora Energiewende, Patrick Graichen, in der Zeit vom 04.04.2020. weiterlesen…

Setzt den Erfolg der Energiewende fort

Das EEG braucht nach 20 Jahren neue Impulse, um weiter fossile Energiequellen durch nachhaltige zu ersetzen

„Kaum ein Gesetz hatte einen gleichermaßen ökonomisch wie ökologisch großen Erfolg wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, das am 1. April vor 20 Jahren in Kraft trat. Mit rund 43 Prozent steuerten die erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2019 bereits mehr zum Bruttostrombedarf bei als Stein- und Braunkohlekraftwerke zusammen. Ihre Klimaschutzwirkung ist immens: Sonne, Wind, Bioenergie & Co. sparen über alle Sektoren hinweg mittlerweile mehr als 200 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr ein – und damit mehr als der gesamte Verkehrssektor an CO2 ausstößt.“ – Ein Gastbeitrag von Simone Peter in der Frankfurter Rundschau vom 29.03.2020. weiterlesen…

Bei der Corona-Krise an morgen denken

Klimaschutzbemühungen nicht aufschieben! – Wirtschaftsexperten fordern verstärkte Investitionen in Strukturwandel

„Das Falsche lassen“ und zugleich „das Richtige tun und an morgen denken“ – Wirtschaftsexperten vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) haben im Auftrag von Greenpeace Handlungsrahmen für verschiedene Bereiche erstellt, die in der aktuellen Corona-Krise kurz- wie langfristig Nutzen für Wirtschaft und Klimaschutz bringen. Dabei warnen sie davor, drängende Aufgaben im Angesicht des Klimawandels zurückzustellen, wie Manuel Först am 24.03.2020 für energiezukunft berichtet. weiterlesen…

Energiewende ausgebremst

Eine erratischen Energiepolitik ist verantwortlich, nicht der Corona-Virus

Die deutsche Energiewende sollte eigentlich beispielhaft werden – geworden ist daraus aber ein Exempel dafür, wie man es nicht macht. Besonders ärgerlich findet Michael Bauchmüller am18.03.2020 in der Süddeutschen Zeitung, dass einige Politiker aus der Union versuchen, ihr politisches Versagen in der Corona-Krise zu verdrängen. Ein Kommentar. weiterlesen…

Rückblick aus dem Anthropozän

Inventur des fossilen Zeitalters

Der Klimawandel erfordert, dass wir uns von Erdöl und Kohle verabschieden. Doch unsere Gesellschaft, speziell unser Ideal von Freiheit und Wohlstand, ist in ungeahntem Maße von den fossilen Rohstoffen geprägt. Wie stark diese Abhängigkeit ist und welche Wege es gibt, davon loszukommen, untersuchen Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte (MPIWG) in Berlin. Jeannette Goddar beschrieb am 10.03.2020 die Arbeit des MPI und mehr auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…