Konventionelle Kraftwerke Grund für Negativ-Strompreise

Agora-Studie zu negativen Strompreisen: Konventionelle Kraftwerke sind zu unflexibel – Negative Strompreise werden häufiger

Eine Studie von Energy Brainpool im Auftrag von Agora Energiewende zu Ursachen und Wirkungen negativer Preise an der Strombörse belegt: Ein Teil der konventionellen Kraftwerke reagiert nicht auf Überangebot von Strom. Braunkohle- und Kernkraftwerke sowie große Kraft-Wärmekopplungsanlagen (KWK – Heizkraftwerke) sind die Hauptverursacher von Negativpreisen an der deutsch-französischen Strombörse EPEX Die Must-Run-Kapazität in Deutschland liegt bei etwa 20 bis 25 GW. weiterlesen…

Energiesystem global verändern

Voraussetzungen einer globalen Energietransformation

„Unser Energiesystem steckt tief in der Krise. Die jahrhundertelange Abhängigkeit von fossilen Energieträgern hat zu schweren Umweltschäden sowie zentralistischen Erzeugungs-, Verteilungs- und Eigentumsstrukturen geführt, von denen nur einige wenige profitieren“, beginnt eine Studie der Autorinnen Bärbel Kofler und Nina Netzer von Germanwatch und dem Wuppertal Institut. Gleichzeitig hätten jedoch weite Bevölkerungsteile keinen Stromanschluss. „Deshalb brauchen wir eine globale Energietransformation“, sagen die Autorinnen und analysieren, wie diese aussehen kann und warum sie bisher nicht umgesetzt wird. weiterlesen…

Biomasse mitentscheidend für Erfolg der Energiewende

Agrarminister Schmidt: EEG-Novelle senkt Energiekosten für Verbraucher und sichert bedarfsgerechte und speicherbare Stromproduktion

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat in Berlin noch einmal auf die enorme Bedeutung der Biomasse für den Erfolg der Energiewende hingewiesen: „Ohne nachhaltig erzeugte Biomasse ist die Energiewende nicht machbar. Biomasse ist der einzige erneuerbare Energieträger, der problemlos speicherbar ist und bedarfsgerecht eingesetzt werden kann“, sagte er laut einer Mitteilung seiner Ministeriums. Zur EEG-Novelle sagte Schmidt: „Das Erfolgskriterium ist die Höhe der Energieausgaben der Verbraucher. Ich bin davon überzeugt: Die EEG-Novelle wird dazu beitragen, die Kosten der Energiewende für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu senken.“ weiterlesen…

Auch RWE-Gewinn notleidend

„Blutspuren in unserer Bilanz“

„Die Energiewende macht den Energieversorgern immer stärker zu schaffen,“ so das Fazit mancher Beobachter (in diesem Fall n-tv) angesichts neuer Horrormeldungen aus der RWE-Zentrale. Das Überangebot an Ökostrom drücke die Börsenpreise – und damit auch den Gewinn von RWE. In Wirklichkeit hat RWE die Energiewende verschlafen und realitätsfremd starrsinnig auf Atomkraft gesetzt. Und bekommt dafür jetzt die Quittung. weiterlesen…

E.ON weiter im Sinkflug

Gewinn bricht um 13 Prozent ein

Die E.ON Geschäftsleitung hatte es auf der Internetseite so positiv wie möglich formuliert: „E.ON-Geschäftsentwicklung im ersten Quartal wie erwartet – EBITDA und nachhaltiger Konzernüberschuss gesunken, operativer Cashflow gestiegen – Erneuerbare Energien steigern EBITDA um 20 Prozent – Wirtschaftliche Netto-Verschuldung um weitere 1,1 Milliarden Euro zurückgeführt“. Im Klartext: Gewinneinbruch – 13 Prozent weniger – Rückschläge im Ausland – Umsatzrückgang um 11 Prozent. weiterlesen…

Strom vom eigenen Dach oder aus Region senkt Kosten und erhöht Akzeptanz

Neue Publikation: Chancen und Herausforderungen bei Eigenverbrauch und regionaler Direktvermarktung von erneuerbarem Strom

Besitzer einer Solarstromanlage und Grünstromlieferanten sollen nach dem Willen der Bundesregierung für selbst verbrauchten oder regional vermarkteten Strom künftig die EEG-Umlage bezahlen. Bislang befreite der Gesetzgeber den so genannten Eigenstromverbrauch – auf verlangte für Ökostrom, der nicht über die Strombörse, sondern direkt an einen Grünstromhändler verkauft wurde, nur einen ermäßigter Satz. Für Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien, eine logische Vorgehensweise. „Eigenverbrauch von Ökostrom und regionale Direktvermarktung haben den Vorteil, dass Strom dort verbraucht wird, wo er produziert wird. Beide dienen der dezentralen Energiewende und machen lange Transportwege überflüssig. Zudem erhöht der Strombezug von Anlagen aus der Region die Akzeptanz für die Energiewende vor Ort“, betont Vohrer. weiterlesen…

BDI und PwC: Energiepreissorgen

BDI-PwC-Mittelstandspanel: gedämpfter Optimismus – Regierung schlechter benotet

Der deutsche Mittelstand blickt überwiegend zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte 2014. Die Unsicherheiten über die Folgen der Energiewende und die Energiesicherheit allgemein entwickeln sich jedoch zu einem langfristigen Belastungsfaktor, zeigt das aktuelle BDI-PwC-Mittelstandspanel. weiterlesen…

„Energiewende nicht kentern lassen!“

10.05.2014 in Berlin: 12.000 bei Großdemonstration zu Lande und zu Wasser

„Mit ihrer Reform des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) will die Regierung die Energiewende ausbremsen“, erklärte der Demonstrationsveranstaler  Bündnis Energiewende retten! (u.a. aus BUND, ausgestrahlt, Campact und den NaturFreunden sowie 29 weiteren) und rief – „kurz bevor in Bundestag und Bundesrat über den Gesetzentwurf entschieden wird“ – zu einer Großdemonstration in Berlin auf, „zu Lande und zu Wasser. Damit die Energiewende nicht kentert.“ Denn die Regierung setze wieder auf Kohle- und Atomkraft. weiterlesen…

Globale Wende durch Energiewende-Club

Die aktuelle Kolumne

von Dirk Messner, Hans Joachim Schellnhuber und Jennifer Morgan (mit freundlicher Genehmigung des DIE)

Obwohl der Weltklimarat  (IPCC) erneut verdeutlicht hat, wie dringend wir handeln müssen, kommen die internationalen Klimaverhandlungen nur sehr langsam voran. Um neuen Schwung in den Klimaschutz zu bringen, braucht es zusätzliche Formen der Zusammenarbeit, zum Beispiel in Vorreiterclubs. Der Club der Energiewende-Staaten, den Deutschland im vergangenen Jahr mit neun anderen Ländern gegründet hat, könnte dabei eine zentrale Rolle spielen. Doch dazu muss er mehr werden als ein unverbindlicher Gesprächskreis. Das Treffen der Klimaminister in Abu Dhabi vom 4. bis 5. Mai 2014 war eine Gelegenheit, den im Jahr 2013 initiierten Energiewende-Club in eine Initiative mit transformativer Wirkung weiterzuentwickeln. weiterlesen…

Verkehr: Energiewende im Kriechgang

Mit 100.000 Elektro- und Hybridfahrzeugen erster Meilenstein erreicht – Biosprit-Anteil jedoch rückläufig

Während der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung dynamisch wachse, stehe die Wende bei den im Verkehrssektor verwendeten Energieträgern noch aus, teilte die Agentur für Erneuerbare Energien mit. Auch wenn es positive Entwicklungen gebe – erstmals mehr als 100.000 Fahrzeuge mit teil- oder vollelektrischem Antrieb, viele elektrische Zweiräder und wachsende Leistungen des Schienenpersonenverkehrs – seien weiterhin rund 95 Prozent der für E-Mobilität eingesetzten Energie fossilen Ursprungs. Der Anteil von Biokraftstoffen, die auch kurzfristig für einen klimafreundlicheren Pkw-Verkehr sorgen könnten, ist 2013 sogar um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr gesunken. weiterlesen…