Die Energiewende – kein europäisches Projekt?

Antrag von Fraktion B90/Grüne warnt vor „Renationalisierung“

Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hat vor einer „Renationalisierung“ der europäischen Energiepolitik gewarnt. Ein Sprecher der Fraktion führte am Mittwoch in der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie als Beleg die britischen Pläne für neue Atomkraftwerke und die polnische Kohlepolitik an. Die Fraktion hatte daher einen Antrag (18/777) eingebracht, in dem die Bundesregierung aufgefordert wird, die Energiewende europäisch zu verankern. Die Bundesregierung stehe in der Pflicht, „jetzt die Chance auf europäischer Ebene zu nutzen, um die von allen Fraktionen unterstützte nationale Energiewende auch in Europa zu verankern und ihren Fortgang damit effizienter und schneller zu gestalten“, heißt es in dem Antrag, der von den Koalitionsfraktionen CDU/CSU und SPD abgelehnt wurde, die Linksfraktion stimmte zu. weiterlesen…

Hüttl: „Energiewende hat weltweite Signalwirkung“

Reinhard F. Hüttl, acatech Präsident, im Solarify-Selbst-Gespräch

Also, wenn Sie mich fragen: Schafft es Deutschland bis 2022 aus der Kernenergienutzung auszusteigen?

Dann sage ich: Ja, das ist absolut realistisch. Zu diesem Ergebnis sind wir bereits 2011 im Rahmen der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ gekommen. Jetzt gilt es, diesen Ausstieg so zu gestalten, dass die Energieversorgung in Deutschland sicher und bezahlbar bleibt. Dabei müssen wir auch unbequeme Folgen offen ansprechen. Dass wir etwa unsere Energienetze ausbauen müssen, weil mehr Strom von Nord nach Süd transportiert und immer mehr dezentrale Energieerzeuger integriert werden müssen. Und dass wir auch mittelfristig effiziente Gas- und Kohlekraftwerke brauchen. weiterlesen…

Gabriel: Ende März Kuh vom Eis

„Wir kommen Stück für Stück zueinander“

Bundeswirtschafts- und Energieminister Gabriel ist zuversichtlich, dass er im Konflikt mit der EU um die deutschen Ausnahmen von der EEG-Umlage bald eine Lösung erreichen werde: „Ich bin sehr sicher, dass wir bis Ende März die Kuh vom Eis haben“, sagte er am 15.03.2014 in der Sendung „Zwölfzweiundzwanzig“ des Berliner inforadios. Brüssel sieht in den Befreiungen von mehr als 2000  energieintensiven deutschen Unternehmen von der EEG-Umlage unzulässige Beihilfen. Berlin klagt gegen das Verfahren beim EuGH. weiterlesen…

Deutsche EE-Unternehmen fordern: Energiewende nicht platzen lassen!

Bundesweiter Aktionstag verdeutlicht: Den Ausbau Erneuerbarer Energien zu bremsen, schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland

Mit dem Appell „Energiewende nicht platzen lassen!“ haben sich am 06.03.2014 mehr als 60 Unternehmen der EE-Branche in ganz Deutschland an Politiker der Bundes- und Landesebene gewandt. Im Rahmen der Initiative „Erneuerbare Energiewende Jetzt!“ setzten Anlagenhersteller, -betreiber und Projektierer mit öffentlichen Aktionen am jeweiligen Firmensitz Zeichen für Planungs- und Investitionssicherheit, während Bundes- und Landespolitiker über die Novellierung des EEG beraten. Sie warnten davor, dass ein Ausbremsen des Ausbaus der Erneuerbaren Energien genau jenen Branchen schade, die wichtig seien für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Deutschlands. weiterlesen…

Fahrplan für die Energiewende

Wissenschaftler und BUND fordern drastische  Effizienz-Steigerung und raschen Ausbau erneuerbarer Energien

Wissenschaftler und Umweltschützer haben entschlossene Energiesparmaßnahmen und die schnelle Steigerung der Energieeffizienz gefordert. Die nach dem Fukushima-GAU beschleunigte Energiewende könne nur zum Erfolg geführt werden, wenn der Ausbau von Wind- und Solarkraftwerken ungebremst weitergehe und von einer zielgerichteten Energiesparpolitik flankiert werde. Wie schon Töpfers Ethik-Kommission mit dem Energiewende-Bauftragten forderten sie bei der Präsentation des im Münchner Oekom-Verlages erschienenen Buches „Gemeinschaftsprojekt Energiewende, Fahrplan zum Erfolg“ die Einrichtung einer zentralen Koordinierungsstelle für die Energiespar- und Effizienzpolitik. weiterlesen…

E.on mit halbem Gewinn

Energiewende verschlafen? Miserable Jahresbilanz

Bei allen wichtigen Kennzahlen meldet E.on Rückgänge. „Und das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht“, so der Nachrichtensender n-tv. Den Aktionären wird die Dividende gekürzt. Der Gewinn von Deutschlands größtem Energiekonzern E.on hat sich halbiert – „wegen der Energiewende und der Konjunkturschwäche in Südeuropa“, behaupten E.On-freundliche Berichterstatter. In Wirklichkeit trifft wohl eher (oder auch) die Kritik von Experten der erneuerbaren Energien zu, dass E.on – wie die anderen großen EVU auch – die Energiewende schlicht verschlafen hat. weiterlesen…

Hendricks erntet Lob – EEG-Novelle Kritik

DENEFF lobt Hendricks Vorstoß zu Energieeffizienz
„EEG-Novelle gefährdet KWK“

Rund 250 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik trafen sich bei der Jahresauftaktkonferenz der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) am 12.03.2014 im Berliner Umweltforum zum Thema „Innovationen. Energieeffizienz weiterdenken!“ Dabei fand insbesondere das Grußwort der Bundesumweltministerin Barbara Hendricks großen Zuspruch. Die Zusicherung der Ministerin, dass der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz ganz oben auf der politischen Agenda der Energiewende stehe, begrüßte die DENEFF als lang erwarteten Vorstoß. weiterlesen…

AEE: Erneuerbaren Energien weltweit zum Durchbruch verhelfen

Drei Jahre nach Fukushima: Wind, Sonne, Biomasse und Co. untermauern ihre Leistungsfähigkeit

Drei Jahre nach Fukushima erschließen grüne Energien weltweit neue Märkte. „Der Ausbau hat an Fahrt gewonnen. Das ist gut für Klima und Wirtschaft, angesichts eines weiter wachsenden Energiebedarfs in Schwellenländern und steigenden Klimagasemissionen aber noch nicht gut genug“, saget Philipp Vohrer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). Zwar machten die Erneuerbaren schätzungsweise 1.700 GW der weltweit installierten Kapazität aus. Gleichzeitig sei aber der fossile Anlagenpark weiter stark gewachsen. „Strukturelle Hemmnisse für den Ausbau der Erneuerbaren Energien bestehen nicht nur aufgrund der Marktverzerrungen zugunsten fossiler Energieträger, sondern auch durch Vorurteile gegenüber den Erneuerbaren, die es auszuräumen gilt“, betont Vohrer. weiterlesen…

„Größere Schuhe – aber keine Knobelbecher“

Tanja Gönners Buch – vorgestellt von Klaus Töpfer

„Deutschland soll seine Zurückhaltung aufgeben und bei der Lösung globaler Zukunftsfragen mehr Gestaltungswillen aufbringen. Das meinen Politiker, Künstler, Unternehmer und Wissenschaftler aus allen Erdteilen, wie eine GIZ-Umfrage in fast zwei Dutzend Ländern offenbart.“ Das schreibt der Murmann-Verlag in seinem Text zu Tanja Gönners Buch „Zieht die größeren Schuhe an, sie werden euch passen!“ Und das ist auch die Überzeugung der Autorin, baden-württembergische Umwelt- und Sozialministerin a.D., aktuell Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Ihr Buch stellte am 11.03.2014 Klaus Töpfer vor – der zur Vorstellung keine Titelsammlung mehr braucht. weiterlesen…

Töpfer: „Energiewende ist Innovations-Schatzkammer“

Klaus Töpfer und die Chancen der Energiewende

Der frühere Bundesumweltminister und UNEP-Direktor Klaus Töpfer sieht trotz aller Herausforderungen durch die Energiewende vor allem die Chancen, wenn Deutschland seine „Innovations-Schatzkammer“ der Welt öffne und eine nachhaltige Energieversorgung realisiere. Eine Veranstaltung des Bildungsforums Brandenburg der Konrad-Adenauer-Stiftung. weiterlesen…