Acht Jahre Fukushima – und jetzt?

Linke und Grüne wollen Atomausstieg beschleunigen – Bundestagsmehrheit lehnt fast alles ab

Am 11. März jährte sich zum achten Mal die Atomkatastrophe von Fukushima. Am 26.04.2019 ist der 33. Jahrestag des Super-GAU von Tschernobyl. Bei einer Bundestagsdebatte aus diesen Anlässen stießen Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke auf teils heftigen Widerspruch mit ihrer Forderung, den Atomausstieg zu beschleunigen und in ganz Europa und darüber hinaus voranzutreiben. In zwei Anträgen dazu, die der Bundestag am 14.03.2019 beriet, hatten beide Fraktionen auf das Atomunglück von Fukushima vor genau acht Jahren verwiesen – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. weiterlesen…

Exportstopp für Brennelemente in Schrott-AKW gefordert


Hendricks: “Geht nicht” – Rede “Grenzregionen vor Atomrisiken schützen” – “Atomausstieg konsequent umsetzen”

Die Oppositions-Fraktionen Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen forderten in einer Bundestagsdebatte am 28.04.2017 den sofortigen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen in die belgischen AKW Tihange und Doel. Überhaupt sollten die Lingener Fabrik und die Urananreicherungsanlage Urenco in Gronau stillgelegt werden. Vertreter der Koalitionsfraktionen und der Bundesregierung bestritten in einer leidenschaftlich geführten Debatte die Möglichkeit des Exportstopps (die Stilllegung werde aber geprüft) und warfen den Grünen Wahlkampfmanöver für Nordrhein-Westfalen vor. weiterlesen…

Teure Atomenergie


Fukushima-Folgekosten steigen enorm

energiezukunft logoWie Nicole Allée in energiezukunft schreibt, werden laut Japans Regierung die aus dem atomaren GAU von Fukushima resultierenden Kosten in den nächsten Jahren in Milliardenhöhe steigen. AKW-Gegner hatten immer davor gewarnt. Doch aller Vernunft zum Trotz setzt Japan weiterhin auf Atomenergie. Eine von der Regierung gestellte Kommission soll im Rahmen der Folgen der Atomreaktorkatastrophe von Fukushima im März 2011 für den AKW-Betreiber Tepco einen Kostenplan aufstellen. weiterlesen…

e.on verzockt Klage


E.ON scheitert mit Klage auf Entschädigung für Atom-Ausstieg

eon logoe.on hat eine Klage gegen den Bund, Bayern und Niedersachsen verloren. Das Landgericht Hannover wies am 04.07.2016 die Forderung ab, mit welcher der Energiekonzern 380 Millionen Euro Schadenersatz für den Atomausstieg einklagen wollte. Der Konzern ist offenbar juristisch ungeschickt vorgegangen. weiterlesen…

30 Jahre Tschernobyl und die Energiewende


Aus Politik und Zeitgeschichte: “Energie global”

ppb logoDie Bundeszentrale für Politische Bildung hat in ihrer Schriftenreihe “Aus Politik und Zeitgeschichte” ein Heft über das Thema Energie publiziert: “Energie global“. Vor 30 explodierte der Druckbehälter des Atomkraftwerks “Wladimir Iljitsch Lenin” bei Tschernobyl und der bisher nur theoretisch bekannte GAU, der größte anzunehmende Unfall, mündete in die bis dahin schlimmste Katastrophe der zivilen Atomenergienutzung. Vor fünf Jahren folgte im japanischen Fukushima ein weiterer nuklearer GAU. Beide Unglücke haben dazu beigetragen, dass Deutschland inzwischen klar auf Atomausstiegskurs ist und eine “Energiewende” eingeleitet hat. weiterlesen…

“Deutschland – globales Zugpferd”


Fukushima will weg vom Atom und hin zu EE

Bürgermeister Kaoru Kobayashi nimmt im Herbst 2015 eine Windkraftanlage bei Kassel in Betrieb - Foto © Fukushima CityDie Energiewende in Deutschland sorgt international für wichtige Impulse auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Anlässlich des GAU-Jahrestages am 11.03.2011 sagte der Bürgermeister von Fukushima, Kaoru Kobayashi (Foto: bei einem Besuch in Kassel) laut Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), er wünsche sich, “dass Deutschland die zahlreichen Herausforderungen der Energiewende meistert und als globales Zugpferd der Erneuerbaren Energien auch uns den Weg weisen wird.“ weiterlesen…

Was bleibt von Tschernobyl und Fukushima


1 Mio. Jahre aufpassen

Ex-Premier Kan mit Hubert Weiger- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftIm Rahmen einer Konferenz des Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) unter dem Titel “Lernen aus den Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima – was folgt daraus für unsere Zukunft?” forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger erneut den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. In der Berliner Vertretung des Landes Niedersachsen beim Irina Gruschewaja - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftBund sprachen unter anderen der frühere japanische Ministerpräsident Naoto Kan (“Der Fukushima-Unfall geht weiter, er ist noch nicht abgeschlossen.”) und die weißrussische Professorin Irina Gruschewaja, Geschäftsführerin des Internationalen Rates Zukunft für die Kinder von Tschernobyl (“Atomkraft ist ebenso unsichtbar ist wie das Rettende”). weiterlesen…

“Der Stöpsel ist aus der Flasche”


Agora mit positiver Bilanz fünf Jahre nach Fukushima
Zahlreiche Trends weisen in richtige Richtung, einige Baustellen noch offen

agora_logoFünf Jahre nach Fukushima ist die Bilanz laut Agora Energiewende zumindest im Strombereich überwiegend positiv. „Der Anteil der Erneuerbaren Energien hat sich beinahe verdoppelt, der Ausstieg aus der Kernenergie verläuft nach Plan, die Versorgungssicherheit mit Strom hat sich noch verbessert und die großen Kostensteigerungen beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gehören der Vergangenheit an“, Patrick Graichen - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft resümierte Agora-Direktor Patrick Graichen in einer Veranstaltung zum fünften Jahrestag des Super-GAU. Der Thinktank präsentierte anlässlich des fünften Jahrestages der Energiewendebeschlüsse eine Chronologie seit den 80er-Jahren, die auf der Webseite und als gedrucktes Poster zur Verfügung steht. weiterlesen…

5 Jahre Fukushima


Hendricks zum Gedenktag: Atomkraft hat keine Zukunft

Karte von Fukushima- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftFünf Jahre nach dem Super-GAU (am 11.03.2011) im japanischen AKW Fukushima Daiichi erinnern viele Publikationen vor allem aus der Politik und von NGOs daran, dass damals Unmengen von Radioaktivität mit verheerenden Folgen für Mensch und Natur freigesetzt wurden (siehe solarify.eu/5-jahre-fukushima). Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will im Mai nach Japan reisen. Greenpeace energy_no-point-825x452 Einer Emnid-Umfrage im Auftrag von Greenpeace Energy zufolge wollen 68 Prozent der Deutschen, dass die Bundesregierung auf EU-Länder wie Polen, Tschechien, die Slowakei und Ungarn politisch einwirkt, damit dort keine Atomkraftwerke gebaut werden. Bodensee-Stiftung und Deutsche Umwelthilfe (DUH) weisen auf atomare Zeitbomben direkt an der deutschen Grenze hin. Agora Energiewende stellte unter www.agora-energiewende.de ein Tool zur Entwicklung der Energiewende auf seine Webseite. weiterlesen…

5 Jahre Fukushima – 5 Jahre Atomwende


DIW und TUB – Rückblick und Ausblick

diw_logoAm 11.03.2011 ereignete sich im japanischen Atomkraftwerk Fukushima I („Daichi“) ein Super-GAU, einer der über den größten anzunehmenden Unfall hinausgehenden, schwersten Unfälle in der Geschichte der Atomkraft, der u.a. zur Kernschmelze der Reaktoren 1, 2 und 3 führte und bis heute nicht unter Kontrolle ist. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung und die TU Berlin schauten zurück auf Fukushima – TU Berlin logound nach vorne: Ziel der Veranstaltung am 25.02.2016 war sowohl eine rückblickende Erörterung der Ereignisse rund um den März 2011, als auch ein Ausblick auf zukünftige Herausforderungen der Atom- und Energiewende. weiterlesen…