Vom Klimanotstand zur urbanen Energiewende

Alle relevanten Akteure müssen an einen Tisch, um für ihre Stadt die besten Lösungen für die Zukunft zu entwickeln

Im Mai 2019 hat Konstanz als erste deutsche Stadt den Klimanotstand ausgerufen. Rund 70 Kommunen sind dem Beispiel gefolgt, von Aachen bis Zorneding. Die Ausrufung ist symbolisch, doch die Städte versprechen damit, Klimaschutz zur Priorität zu machen. Beschleunigt das die Energiewende in den Städten? Dieser Frage ging Nicole Allé am 22.06.2020 für das Portal energiezukunft nach. weiterlesen…

Dekarbonisierung von Volkswirtschaften ist wie Entnuklearisierung von Waffesystemen – überlebenswichtig

Von Danny Dorling – in Lancet

Das Ende der Menschheit schien schon einmal bevorzustehen: Die Zahl der Atomwaffen stieg rapide an, von den ersten beiden am 6. und 9. August 1945 eingesetzten Waffen bis zu 10.000 im Jahr 1960, fast 40.000 1970 und einem Höchststand von mehr als 60.000 Mitte der 1980er Jahre. Damals fühlte es sich nicht wie ein Höhepunkt an; es fühlte sich an, als würden wir alle sterben. weiterlesen…

Mehr als 1.300mal Klimanotstand ausgerufen

1.354 Regierungen, Parlamente und Kommunalvertretungen repräsentieren 814 Millionen

1.354 Parlamente, Stadt- und Staatsregierungen von 25 Ländern haben bis zum 11.02.2020 den Klimanotstand ausgerufen. Die davon repräsentierte Bevölkerung beläuft sich auf 454 Millionen, von denen 53 Millionen (80 Prozent der Bevölkerung) im Vereinigten Königreich leben. In Neuseeland ist der Anteil mit 74 Prozent nahezu ebenso hoch. In Ländern wie der Schweiz und Italien sind es dagegen nur rund 25 Prozent. Das erklärt climateemergencydeclaration.org. weiterlesen…

Klimanotstands-Beschlüsse vielfach mehr als symbolisch

Viele Kommunen meinen es ernst

Immer mehr Kommunen rufen den „Klimanotstand“ aus. Das ist für viele mehr als ein symbolisches Anerkennen der Klimakrise, wie eine jetzt veröffentlichte Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung zeigt. Kommunen, die es sich vornehmen, alle kommunalen Maßnahmen verpflichtend auf ihre Klimawirkung zu prüfen und dies mit einem breiten Monitoring verbinden, heben den Klimaschutz auf eine neue Ebene, so die Einschätzung der Untersuchung. weiterlesen…

Klimanotstand in Europa ausgerufen

EU-Parlament mit großer Mehrheit für Antrag

Kurz vor der UN-Klimakonferenz COP25 in Madrid vom 2. bis 13. Dezember hat das Parlament am 28.11.2019 mit mit 429 gegen 225 Stimmen eine Resolution verabschiedet, mit der es den Klima- (siehe solarify.eu/klimanotstand) und Umweltnotstand für die EU ausruft. Es fordert die Kommission zudem auf, dafür zu sorgen, dass alle relevanten Gesetzes- und Haushaltsvorschläge vollständig mit dem Ziel übereinstimmen, die Erderwärmung auf unter 1,5° C zu begrenzen. weiterlesen…

Das Kind beim Namen nennen

‘Klimawandel’ oder ‘Klimakrise’ – was sind angemessene Begriffe bei der Klima-Berichterstattung?

Liegt es vielleicht an den verwendeten Begriffen, dass wir das Problem der Erderhitzung nicht in den Griff bekommen? Eine Reihe englischsprachiger Medien, etwa der britische Guardian, hat jüngst seine redaktionellen Sprachregeln im Themenfeld Klima überarbeitet. Wie ist der Stand in Deutschland, Österreich und der Schweiz? klimafakten.de hat sich bei Journalisten und Verlagen umgehört und das Ergebnis der Recherche am 17.09.2019 veröffentlicht. weiterlesen…

Klimakrise: Was jetzt getan werden muss

Umweltverbände veröffentlichen Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz

Mit eindringlicher Kritik an der Bundesregierung haben am 16.08.2019 zehn Natur- und Umweltschutzverbände ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht. Die Verbände (BUND, Campact, DUH, Germanwatch, Greenpeace, NABU, NaturFreunde Deutschlands, Umweltinstitut München, WWF Deutschland und der DNR) forderten am 16.08.2019 in einer gemeinsamen Medienmitteilung die Bundesregierung auf, endlich zu handeln und effektive Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Einhaltung des 1.5 Grad Erhitzungs-Limits von Paris zu ergreifen. weiterlesen…

Wiener Bundesrat einhellig pro Klimanotstand

Strom 2030 nur noch aus Erneuerbaren Energiequellen

SPÖ, ÖVP, NEOS und JETZT haben im österreichischen Nationalrat eine gemeinsame Initiative zur Ausrufung des Klimanotstands in Österreich eingebracht. Der Umweltausschuss soll noch vor der nächsten regulären Nationalratssitzung am 25.09.2019 seine Beratungen über einen entsprechenden Entschließungsantrag zu beenden. Nun ist der Bundesrat vorgeprescht, meldet die Wiener Parlamentskorrespondenz. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder der Länderkammer am Ende der Sitzung am 11.07.2019 dafür aus, auch in der Alpenrepublik die “Climate Emergency” zu erklären. weiterlesen…

US-Demokraten wollen “Klimanotstand” ausrufen

Aber kaum Mehrheit im Kongress

Ein Trio liberaler Gesetzgeber hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der den Klimanotstand ausrufen und den Kongress in die Pflicht nehmen soll, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen – schrieb Timothy Cama am 09.07.2019 auf E&E-News. Mit dem fünfseitigen Vorschlag würde der Kongress offiziell erklären, dass die globale Erwärmung, “verursacht durch menschliche Aktivitäten, die den Ausstoß von Treibhausgasen erhöhen, zu einer Klimakatastrophe geführt hat”. weiterlesen…

Erfolg für “Fridays for Future”: Konstanz beschließt Klimanotstand

…als erste Stadt in Deutschland: alle Entscheidungen unter Klima-Vorbehalt

Als erste deutsche Stadt in Deutschland hat Konstanz den Klimanotstand ausgerufen. Wie ein Sprecher der Schüler-Bewegung “Fridays for Future” Konstanz am 02.05.2019 mitteilte, fasste der Gemeinderat auf deren Initiative hin dazu einen einstimmigen Beschluss. Die Stadt Konstanz stellt damit alle Entscheidungen unter einen Klima-Vorbehalt. Mit England, Schottland und Wales haben in den vergangenen Tagen bereits die ersten Staaten, mit London, Los Angeles, Oakland, Vancouver und Basel die ersten Städte den Klimanotstand ausgerufen. weiterlesen…