Parlamentarischer Beirat für nachhaltige Entwicklung: Atomkraft? Nein danke!

Ganz große Koalition gegen Atom-Export-Garantien

Der Parlamentarische Beirat für nachhaltige Entwicklung fordert die Bundesregierung auf, keine Garantien mehr für Exportkredite für Atomgeschäfte zu gewähren. Der Beschluss wurde von Mitgliedern aller im Bundestag vertretenen Parteien getragen. weiterlesen…

EU kündigt Rio+20-Folgekonsultationen an

EU-Initiativen in fünf Bereichen geplant

Die UN-Konferenz Rio+20 über nachhaltige Entwicklung brachte keine verbindlichen Ergebnisse. Im ersten Quartal 2013 wird die EU-Kommission Folgemaßnahmen in fünf Bereichen vorschlagen. Die öffentliche Konsultation läuft bis Mitte Januar.
Der Abschlussbericht der Konferenz der Vereinten Nationen über Nachhaltige Entwicklung (Rio+20, Juni 2012) war mit Erklärungen zu den Themen Nachhaltigkeit, Armutsbekämpfung und Möglichkeiten der Bereitstellung von Elektrizität für Benachteiligte versehen. Die von Vertretern der EU und Umweltorganisationen vorab geforderten verbindlichen Verpflichtungen bezüglich Ressourcenschonung und wirtschaftlicher Nachhaltigkeit fehlten jedoch. weiterlesen…

Altmaiers 10 Punkte

Altmaiers Motto: „Mit neuer Energie“

Der Bundesumweltminister legte in der Berliner Bundespressekonferenz seine angekündigten 10 Punkte vor. Er habe sich seit seiner Ernennung versucht, sich  „einen umfassenden Überblick über Handlungsnotwendigkeiten und Handlungsmöglichkeiten zu verschaffen.“ Dazu habe er bereits zehn Bundesländer besucht, mit mehr als dreihundert Gesprächen und Begegnungen mit Bürgern, Parlamentariern, Umweltverbänden, Bürgerinitiativen, Vertretern von Wissenschaft, Wirtschaft und Gewerkschaften, darunter Energieerzeuger und Netzbetreiber. Beim Weltgipfel in Rio und bei Sitzungen der EU-Umweltminister, bei Gesprächen in Brüssel und beim Petersberger Klimadialog habe er „den Austausch mit wichtigen Akteuren der europäischen und internationalen Umweltpolitik gesucht“. weiterlesen…

PC in Holz

Öko-Computer in Holzoptik

Stundenlanges Surfen im Internet verbraucht viel Strom und belastet die Umwelt. Energiesparend arbeitet hingegen ein neuer Öko-PC: Er erzeugt etwa 70 Prozent weniger CO2 als herkömmliche Rechner und lässt sich zu 98 Prozent recyceln. Als erster Computer seiner Klasse erhielt er das europäische Umweltlabel »EU Ecolabel«. weiterlesen…

Stiftung für Finanzprodukte-Rating gegründet

Vaduz: Rating-Stiftung für Finanzprodukte-Rating CARLO FOUNDATION gegründet

Mit der „CARLO FOUNDATION wurde in Vaduz die erste internationale, nachhaltige Rating-Stiftung von Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Organisationen  gegründet. Die Gründer wollen ein unabhängiges Finanzprodukte-Rating zur Förderung nachhaltiger Geschäftsmodelle aufbauen. Damit soll die Transparenz von nachhaltigen Finanzprodukten gefördert, das Verständnis von Nachhaltigkeit bei den Anlegern geschärft und das Interesse an nachhaltigen Produkten bei den Anlegern und in der Öffentlichkeit gestärkt werden. Von der Stiftung versprechen sich die Initiatoren einen wichtigen Beitrag zu einem verantwortungsvolleren Umgang mit der Umwelt. Der Name der Stiftung geht zurück auf Hans Carl von Carlowitz, der erstmals das Prinzip der Nachhaltigkeit formulierte und als Urvater des Nachhaltigkeitsgedankens gilt. Sitz der  Stiftung ist Vaduz/Liechtenstein. In Berlin wurde das erste Projektbüro eröffnet. Weitere internationale Projektbüros sind in Planung. weiterlesen…

Koch-Weser: Lücke bei ökologischen Investitionen schließen

Die Lücke bei ökologischen Investitionen schließen – Green Growth Action Alliance gegründet

Die Deutsche Bank hatte in der B20-Arbeitsgruppe für umweltverträgliches Wachstum („green growth“), die ihre Empfehlungen kürzlich beim G20-Gipfel in Mexiko präsentierte, eine Schlüsselrolle inne. Der mexikanische Präsident Calderon sagte in seiner Eröffnungsrede, man müsse mit dem Mythos aufräumen, Wirtschaftswachstum könne nicht auf umweltverträgliche und CO2-arme Weise generiert werden. Caio Koch-Weser, Vice Chairman der Deutsche Bank Gruppe und Mitglied der Arbeitsgruppe, ist Ko-Autor des folgenden Blogeintrags: weiterlesen…

Nachhaltigkeit und Eigentum

Übernutzung der Gemeingüter muss gestoppt werden

von Gerhard Scherhorn

„Demokratisierung der Wirtschaft“ bedeutet mehr als Mitbestimmung. Es bedeutet auch Gleichrang für die werterhaltenden Kosten, Gleichheit der Bildungs- und Teilhabechancen, Freiheit für maßvolle Konsumansprüche, gerechte Verteilung der Einkommen und Vermögen. Diese Forderungen sind unerfüllt, weil die Gesellschaft den Gemeingütern keine Gerechtigkeit widerfahren lässt. Sie lässt es zu, dass die natürlichen und die sozialen Gemeinressourcen übernutzt werden, und gefährdet dadurch nicht nur die nachhaltige Entwicklung, sondern in hohem Maß auch die Demokratie. weiterlesen…

Chemie und Nachhaltigkeit

Nachhaltige Chemikalien
Einblicke in Theorie und Praxis

Chemikalien sind unabdingbar für eine nachhaltige Entwicklung. Sie können dabei helfen, Rohstoffe effizient einzusetzen und Produkte herzustellen, die ihrerseits dazu beitragen, Energie und Ressourcen sparsamer zu nutzen. Chemikalien und aus ihnen hergestellte Produkte müssen jedoch so produziert, eingesetzt und entsorgt werden, dass sie kein Risiko für Mensch, Natur und Umwelt darstellen. Arbeit-, Umwelt- und Verbraucherschutz sind Nachhaltigkeitsziele, an denen sich auch Chemikalien messen lassen müssen. weiterlesen…

Wald-Zertifizierung bedroht indigene Völker

Zertifizierung von nachhaltigen Wäldern bedroht indigene Völker
Kritik am Forest Stewardship Council

von Wolf-Dieter Hasenclever

Der Begriff der Nachhaltigkeit stammt aus der mitteleuropäischen Forstwirtschaft. Ursprünglich ist damit gemeint, dass nicht mehr abgeholzt werden darf, als nachwächst, um den Wald für künftige Generationen zu erhalten. Es ist zwanzig Jahre her, dass im Rahmen der Konferenz von Rio das erste Mal weltweit der Begriff der nachhaltigen Forstwirtschaft global definiert und erweitert wurde. Damals einigten sich alle Nationen auf die Bedeutung der Multifunktionalität der Wälder – das heißt, Waldbewirtschaftung muss ökologischen Kriterien genügen (dazu gehört Respekt vor der Tierwelt) und gleichzeitig soziale und wirtschaftliche Entwicklung möglich machen. Es ist offensichtlich, dass die beiden letztgenannten Aspekte für arme und sich entwickelnde Staaten hohe Bedeutung haben. weiterlesen…