SOLARIFY

Energie für die Zukunft

SOLARIFY – das unabhängige Infoportal von Agentur Zukunft und Max-Planck-Gesellschaft für Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.




Tschimpke: Mehr natur- und tierfreundliche Produktion gefordert – Prinzip des „Immer größer“ genießt keinen Rückhalt mehr

Dies zeigt eine aktuell vom NABU beim Meinungsforschungsinstitut forsa in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Demnach unterstützen nur neun Prozent der Befragten die derzeitige EU-Politik, wonach Landwirte überwiegend pauschal Gelder erhalten: Je größer ein Betrieb, desto mehr Förderung bekommen sie. Die überwiegende Mehrheit der Befragten (78 Prozent) hingegen würde ein System bevorzugen, das Fördergelder an die Erbringung konkreter gesellschaftlicher Leistungen koppelt, beispielsweise für den Umweltschutz.


13. Regierungsbericht über Aktivitäten des Gemeinsamen Fonds für Rohstoffe und der einzelnen Rohstoffabkommen

Von den durch den Gemeinsamen Fonds für Rohstoffe initiierten Projekten profitieren vor allem Rohstoffproduzenten in den am wenigsten entwickelten Ländern und ärmere Bevölkerungsschichten anderer Entwicklungsländer – meldet der parlamentseigene Pressedienst „heute im bundestag“ unter Bezug auf den „“, den die Bundesregierung dem Parlament als Unterrichtung übermittelt hat.


Klärschlammverordnung verpflichtet zur Phosphor-Rückgewinnung – aber erst in 12 Jahren

Auf Vorschlag von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat das Bundeskabinett am 18.01.ö2017 eine Änderung der Klärschlammverordnung beschlossen – mit ihr will die Bundesregierung das Recycling von Wertstoffen aus kommunalen Abwässern und Klärschlämmen verstärken. Dabei soll vor allem Phosphor zurückgewonnen werden, der für Düngemittel verwendet werden kann. Nun können Kläranlagen – technisch aufwändig und langwierig – auf Phosphor-Recycling vorbereitet werden.


Rekordzubau von 1,561 GW

Der französische Markt für Windkraftanlagen ist im vergangenen Jahr um gut 45 Prozent gewachsen – das ist Rekord. Davon profitieren auch die Turbinen-Hersteller aus Deutschland. 2016 wurden insgesamt neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 1,561 GW installiert. Das meldet der französische Windenergieverband France Energie Eolienne (FEE). Die insgesamt installierte Leistung zum Jahresende 2016 belaufe sich auf 12.065 MW.


500 Millionen für den Grünen Klimafonds

Wie der Guardian laut Euractiv berichtete, hat Barack Obama seinem Nachfolger Trump drei Tage vor seinem Ausscheiden aus dem Amt noch eine Festlegung angedeihen lassen: In letzter Minute überwies er eine zweite Tranche von 500 Millionen Dollar an den Grünen Klimafonds, um die Zukunft des Pariser Klimaabkommens COP21 zu sichern.


Neue Abgastests ziehen höhere Kfz-Steuern nach sich

Die Umstellung auf das neue Messverfahren WLTP, um wirklichkeitsnahe CO2-Werte von Pkw zu erreichen, wird die Kfz-Steuern nach Überzeugung des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) drastisch ansteigen lassen. In einer dem Nachrichtenmagazin Focus vorliegenden Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Änderung des Kraftfahrzeugsteuergesetzes rechnet der VDA mit einer „Erhöhung der Kraftfahrzeugsteuer von rund 20 Prozent“. Vergangenen Montag hatte das Finanzressort den Entwurf an die Verbände geschickt und um umgehende Stellungnahme gebeten.


SVP-Referendum gegen erstes Maßnahmenpaket der Energiestrategie 2050 vielfach abgelehnt

SES LogoMit einem „klaren Ja zur Energiestrategie 2050“ wendet sich die Schweizerische Energie-Stiftung SES gegen das Referendum der Schweizerischen Volkspartei (SVP), mit dem die Schweizer Rechtsausleger das sogenannte erste Maßnahmenpaket der Energiestrategie 2050 zu Fall bringen will. Ebene hat die SVP die Unterschriften zum Referendum gegen den Gesetzentwurf abgegeben. Der kommt nach fünfjähriger Kompromissfindung am 21.05.2017 ins Parlament.

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Hirnlose Gier


Brüssel lacht über VW

Am 11.11.2015 flehte ein Mega-Poster am VW-Kraftwerk gegenüber dem Wolfsburger Hauptbahnhof, jeder Zugpassagier konnte es lesen: “Wir brauchen Transparenz, Offenheit, Energie und Mut. Vor allem aber brauchen wir Euch.“ Wenn nicht irgendwer Fremder das Plakat aufgehängt hat, war das eine kaum vorstellbare Dreistigkeit – denn zu diesem Zeitpunkt wussten Ex-VW-Boss Winterkorn und Heute-noch- Mitvorstand Diess längst über den Skandal Bescheid – so jedenfalls der Rechercheverbund von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. Quelle: das FBI aufgrund der Aussagen von fünf VW-Beschäftigten.
Ab hier Zitate: Ex-VW-Chef Winterkorn bekommt täglich (! – das Ausrufezeichen von Solarify) 3.100 Euro Betriebsrente. US-Staranwalt Hausfeld hat jetzt auch in Deutschland Klage gegen VW eingereicht. Seine Argumentation bringt VW in Bedrängnis. Weitere Musterklagen sollen in den nächsten Tagen eingereicht werden. Bei VW sollten zwei Männer die Abgasaffäre aufklären, die während der Manipulation bereits im Vorstand saßen; gegen einen von ihnen wird ermittelt, und auch für den anderen wird es gefährlich. Der Berliner Politikwissenschaftler Grottian ruft zum VW-Boykott auf, denn Volkswagen entschädigt zwar Kunden in den USA, nicht aber in Europa. In Deutschland regt sich Unmut, VW steht eine erste Musterklage ins Haus. Wegen ihres laxen Umgangs mit dem VW-Abgasskandal steht die Bundesregierung in Brüssel am Pranger; die EU-Kommission hat ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet, weil sie daran zweifelt, dass VW die Folgen des Abgasskandals beherrscht.
In Brüssel (und nicht nur dort) – die deutschen Streber hatten sie in Europa schon immer dick – lachen sie sich tot, nach dem Motto: Wie kann man nur so blöd sein..! Nur: Währenddessen müssen sich weltweit viele der 600.000 Beschäftigten Sorgen um ihren Arbeitsplatz, um ihre Existenz machen; sie können nicht mit einer Betriebsrente rechnen. Vielleicht kann Herr Winterkorn den einen oder anderen mit seinen bescheidenen Mitteln unterstützen. Aber er wird den Präzedenzfall fürchten…
-Gerhard Hofmann-

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