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Energie für die Zukunft

SOLARIFY – das unabhängige Infoportal von Agentur Zukunft und Max-Planck-Gesellschaft für Nachhaltigkeit, Erneuerbare Energien, Klimawandel und Energiewende.



Erderwärmung reduziert N2O


Klimawandel verringert den Beitrag von Lachgas zum Treibhauseffekt

Distickstoffmonoxid (N2O), auch als Lachgas bekannt, ist das drittwichtigste anthropogene Treibhausgas und die bedeutendste, derzeit emittierte ozonabbauende Substanz. Geophysical Research Letters - Volume 43, Issue 11Die vom Menschen verursachten N2O-Emissionen betragen heutzutage etwa ein Drittel des weltweit emittierten N2O und stammen vor allem aus dem zunehmenden Einsatz von Dünger. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M) und des Forschungszentrums Jülich identifizieren in einer in den Geophysical Research Letters publizierten Studie einen atmosphärischen Mechanismus, der den Beitrag von N2O zur globalen Erwärmung bei steigenden globalen Temperaturen verringert. Mit ihrer Studie heben die Autoren eine Klima-N2O-Kopplung hervor, die bisher ignoriert wurde.


Robert Schlögl im Solarify-Selbst-Gespräch
„Ich möchte einen Beitrag leisten, dass wir über die Energiewende nicht immer nur reden, sondern endlich etwas tun“

Freut sich über Carbon2Chem-Start - Robert Schlögl - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDas Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr hat am 27.06.2016 im Landschaftspark Duisburg-Nord gemeinsam mit dem BMBF, der Thyssen AG und 16 weiteren Partnern ein Projekt eingeweiht, das einen entscheidenden Schritt von der umstrittenen CCS (Carbon Capture and Storage) hin zur CCU (Carbon Capture and Utilization, bzw. Use) unternimmt. Robert Schlögl, Gründungs-Direktor am MPI CEC und Direktor Anorganische Chemie am Fritz-Haber Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin, erklärt im Solarify-Selbst-Gespräch, was es mit „Carbon2Chem“ (=“Carbon to Chem“) auf sich hat, und warum er das macht.


Hendricks will deutlich weniger Kunststofftragetaschen

Der Verbrauch an Plastiktüten soll in den kommenden zehn Jahren fast halbiert werden. Das ist das Ziel einer freiwilligen Vereinbarung zwischen HDE logodem Handelsverband Deutschland (HDE) und Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Der HDE sagt darin zu, für Kunststofftragetaschen zukünftig ein Entgelt zu verlangen. HDE Vizepräsidenten Ernst Läuger, Michael Radau, Barbara Hendricks, HDE-Präsident Josef Sanktjohanser - Foto © BMUB_Sascha HilgersWeitere Handelsverbände und Unternehmen wollen sich an der Vereinbarung beteiligen.


Kraftstoffpreise und CO2-Effizienzklassen

'Grünes' Auto mit Energielabel- Foto_Montage © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyAm 30.06.2016 wurden die neuen Angaben zu Kraftstoffpreisen und CO2-Effizienzklassen für neue Personenkraftwagen im Bundesanzeiger veröffentlicht. Diese Angaben sind gemäß der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) bei der Erstellung eines Labels zur Energieeffizienz neuer Personenkraftwagen zugrunde zu legen.


Klimaschonender Schwerlastverkehr

LNG-Tankstelle - Foto © Zukunft ErdgasBedeutender Schritt beim klimaschonenden Schwerlastverkehr: In Ulm wurde am 28.06.2016 die erste Flüssigerdgas-Tankstelle für LKW eröffnet. Verflüssigtes Erdgas (LNG) ist eine effiziente und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Kraftstoffen. LKW erreichen aufgrund der hohen Energiedichte mit LNG, je nach Fahrzeugkonfiguration, die drei- bis vierfache Reichweite im Vergleich zu komprimiertem Erdgas (CNG). Sie stoßen deutlich weniger Stickoxide und Feinstaub aus als dieselbetriebene Fahrzeuge.


Zukunftshaus der Berliner degewo

Zukunftshaus der degewo - Bild © degewoEin acht Stockwerke hohes Wohnhaus im Berliner Stadtteil Lankwitz wird zum „Pilotprojekt für die Energiewende“, so eine Pressemitteilung der Wohnungsgesellschaft degewo, baut das 1955 errichtete Mehrfamilienhaus in der Havensteinstraße so um, dass es sich zu fast 100 Prozent selbst mit Wärme und Strom versorgt. Dabei nutzt das Haus ausschließlich Sonnenenergie und modernste Technologien. Das Ziel: die warmen Betriebskosten um mehr als zwei Drittel zu senken. Im Frühjahr 2017 soll der Umbau zum „Zukunftshaus“ abgeschlossen sein.

EEG-Novelle umstritten


„Fehlsteuerung EEG 2016“ – „Energiewende falsch verstanden“ – „kein guter Tag für Bürgerenergie“ – Änderungen gefordert

EEG 2016 Cover - © Carl Heymanns VerlagIm Windschatten des Brexit-Votums hat der Bundestag am 24.06.2016 den Entwurf der EEG-Novelle 2016 in erster Lesung beraten. Nun laufen die betroffenen Verbände Sturm: Die gemeinnützige Beratungsgesellschaft energie neu denken gUG sieht „keinen guten Tag für die Bürgerenergie“, eher einen „Bremsklotz für die Energiewende“. Andere, wie Eurosolar und das Bündnis Bürgerenergie ziehen mit.

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Brexit mit Klimafolgen

Nichts ist bekanntlich so schlecht, dass es nicht auch etwas Gutes hätte: der Brexit verbilligt Urlaube jenseits des Kanals, bedeutet aller Voraussicht nach das Aus für das geplante Atomkraftwerk Hinkley Point im Süden Englands – und der zu erwartende wirtschaftliche Abschwung wird den CO2-Ausstoß absenken, das erwartet jedenfalls Londons Ex-Minister für Energie und Klimawandel Chris Huhne. Doch das Aufatmen wird nicht von Dauer sein: die Welt-Finanzkrise senkte zwar 2008 und 2009 die weltweiten CO2-Emissionen um 1.4 %, aber bereits 2010 legten sie schon wieder um 5.9 % zu.
Auf längere Sicht sind die Vorhersagen der Fachleute für Europa, den CO2-Ausstoß wirklich entscheidend zu verringern, denn auch ähnlich düster wie damals. Der Brexit wird nach Expertenmeinung den politischen Willen unserer Weltregion absorbieren, die lange in der Bekämpfung des Klimawandels und der Entwicklung sauberer Energieformen führend war, mit der Folge, dass die Bestrebungen in Richtung einer entscheidenden CO2-Reduzierung zum Erliegen kommen würden, das ETS-System und die Bemühungen um seine Akti-, bzw. Renovierung gleich mit.
Bedenklich und schon lange nicht mehr harmlos dabei: Die auffällige Übereinstimmung der europäischen Rechtsparteien, -populisten, Rassisten und sonstigen Dumpfbacken in der Klimafrage – von UKIB bis AfD, von der norwegischen Fortschrittspartei bis zur Schweizer SVP, von Geert Wilders („Stopp der ‚Staatspropaganda‘ gegen Klimawandel“ – „unbewiesene Behauptung“) bis Victor Orbán, von Hofers FPÖ bis LePens Front National: Alle bestreiten den anthropogenen Klimawandel, die Notwendigkeit der CO2-Einsparung (AfD-Grundsatzprogramm: „Die Wahrnehmung des CO2 nur als Schadstoff werden wir beenden und alle Alleingänge Deutschlands zum Reduzieren der CO2-Emissionen unterlassen“) – und schließlich die vorrangige Förderung der Erneuerbaren Energien. Ein dergestalt zersplittertes Europa wird aber an Gewicht verlieren, an Überzeugungskraft, wird ökonomisch ins Hintertreffen geraten,
wird beim Kampf gegen den Klimawandel bald nicht mehr Vorreiter sein. Andere werden die Regeln bestimmen. Welche?
-Gerhard Hofmann-

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