Selbst die Besten machen zu wenig Klimaschutz

Nur 24 von 197 Staaten erreichen Marke, aber nicht mehr

Weltweit könnte man nur 24 Länder als Vorreiter bezeichnen – das mindestens Nötige, ein jährlicher Rückgang der Emissionen um 4 Prozent, wurde bislang fast nirgendwo erreicht. Von den 197 Staaten, die sich im Klimaabkommen von Paris auf die Begrenzung der Erderhitzung verständigt haben, bekamen bisher nur 24 Länder eine „dauerhafte“ Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hin, darunter 22 in Europa – so eine Medienmitteilung aus dem Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) vom 29.11.2021. weiterlesen…

120 Seiten Klimalösungen

Von SPIEGEL-Bestseller-Autoren

Der Klimawandel ist zwar unbestritten menschengemacht, aber wir können noch etwas tun. Das Buch „Machste dreckig – machste sauber: Die Klimalösung“ von David Nelles und Christian Serrer zeigt 120 Klimalösungen auf. Mehr als 250 Wissenschaftler haben daran mitgewirkt. Sie zeigen darin, wie es möglich ist, den Klimawandel in den Griff zu bekommen und somit die globale Erwärmung zu begrenzen. (Bild: Buchtitel “Machste dreckig – machste sauber” – Illustrationen: Eva Künze – © klimawandel-buch.de) weiterlesen…

Überraschende Entdeckung

Katalysatoren: Gleichzeitig vergiftet und sehr lebendig

Eine überraschende Entdeckung an der TU Wien, am 16.11.2021 veröffentlicht: Ein Katalysator scheint üblichen Gesetzen zu widersprechen und kann gleichzeitig völlig unterschiedliche Zustände annehmen. Manchmal funktionieren chemische Reaktionen im Labor so wie man sich das vorstellt, und manchmal nicht. Beides ist nicht ungewöhnlich. Höchst ungewöhnlich ist aber das, was ein Forschungsteam an der TU Wien nun beobachtete, als man Wasserstoff-Oxidation an einem Rhodium-Katalysator untersuchte: Die Oberfläche einer Rhodium-Folie kann an manchen Stellen chemisch hoch aktiv sein, an anderen, nur ein paar Mikrometer entfernt, hingegen völlig inaktiv, und an wieder anderen stellt sich ein oszillierender Wechsel zwischen dem aktiven und dem inaktiven Zustand ein. (Grafik: Katalyse: Lokale Musterbildung der oszillierenden Wasserstoffoxidation auf Rhodium – © tuwien.at, nature.com, open access) weiterlesen…

Lebensqualität steigt, wenn wir energieeffizient wohnen, essen und reisen

Aufwendiges Forschungsprojekt: Weltumspannendes Expertenteam ergründet Zusammenhang von „nachfrageseitigen Klima-Lösungen“ und „menschlichem Wohlergehen“

Das Angebot an erneuerbarer Energie und energieeffizienter Produktion ist nur die eine Seite beim Klimaschutz. Um die Erderhitzung wie im Paris-Abkommen vereinbart zu begrenzen, braucht es laut den wissenschaftlichen Szenarien auch „nachfrageseitige Klima-Lösungen“, die vor allem den Verbrauch von Energie in den privaten Haushalten drosseln. Ihr Potenzial ist groß: Sie können in den Sektoren Gebäude, Verkehr, Ernährung und Konsumprodukte 40 bis 80 Prozent der Treibhausgas-Emissionen einsparen. Und sie bedeuten nicht qualvollen Verzicht, sondern ganz überwiegend sogar ein Mehr an Lebensqualität. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam aus 17 Ländern, angeführt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde am 25.11.2021 in Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…

Zweite Förderphase für „FestBatt“

Der nächste Schritt auf dem Weg zur Batterie der Zukunft

Das Kompetenzcluster für Festkörperbatterien „FestBatt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) geht unter Koordination durch Prof. Jürgen Janek vom Gießener Zentrum für Materialforschung mit rund 23 Millionen Euro Förderung in die zweite Förderphase. Das BMBF setzt ab November 2021 die Förderung von „FestBatt“ mit insgesamt rund 23 Millionen Euro für weitere drei Jahre fort. Beteiligt sind 17 wissenschaftliche Einrichtungen – hierunter Universitäten, Helmholtz-Zentren sowie Institute der Fraunhofer-Gesellschaft und der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Parakristalliner Diamant

Kohlenstoffmaterial mit einzigartiger Struktur

Forscher der Universität Bayreuth haben einer Medienmitteilung vom 25.11.2021 und einer Publikation in Nature zufolge gemeinsam mit Partnern in China und den USA erstmals ein Kohlenstoffmaterial hergestellt, das nicht die streng geordnete Struktur eines Kristalls aufweist, aber auch nicht amorph ist. Es handelt sich um parakristallinen Diamant mit einzigartigen optischen, mechanischen und the chtkristalliner Materialien sowie für die gezielte Synthese weiterer neuer Kohlenstoffmaterialien. In Nature stellt das internationale Team seine Entdeckung vor. (Bild: Diamant © Dimitris Christou auf Pixabay) weiterlesen…

WinGD legt Entwicklungszeitplan für Methanol- und Ammoniakmotoren fest

Schweizer Motorenentwickler will 2024/25 fossile Antriebe ersetzt haben

Die Multi-Fuel-Lösungen von WinGD (Winterthur Gas & Diesel Ltd.) werden auf den bewährten dieselgetriebenen X-Motoren und den Dual-Fuel-Motoren X-DF basieren – so eine Medienmitteilung am 23.11.2021. Die Möglichkeit, kohlenstofffreie oder kohlenstoffneutrale Kraftstoffe wie Ammoniak und Methanol in den beiden Hauptmotortypen zu verwenden, wird Schiffsbetreibern eine noch nie dagewesene Flexibilität bei der Reduzierung von Emissionen bieten. weiterlesen…

Nachhaltigkeit für deutsche Unternehmen immer wichtiger

Erste Befragung der Bertelsmann-Stiftung

In mehr als der Hälfte der Unternehmen ist das Thema Nachhaltigkeit mittlerweile beim Vorstand oder der Geschäftsführung angesiedelt. Aber nicht nur in Bezug auf die Positionierung, auch inhaltlich gewinnt das Thema an Bedeutung. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung unter Nachhaltigkeits-Verantwortlichen in Unternehmen. (Grafik: Ähnlich: Die Agenda 2030, 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) Grafik – © UN) weiterlesen…

Magnetische Induktion in chemischen Prozessen

Intensivierung und Anpassung an schwankende erneuerbare Energien

Bei der Katalyse sind Energieeffizienz, Unschädlichkeit der Reaktionsbedingungen und Anpassungsfähigkeit Parameter immer bedeutender. Mittels magnetischer Induktion lassen sich magnetische Nanokatalysatoren auf extrem lokale, schnelle und energieeffiziente Weise direkt erwärmen. Während die direkte Erwärmung viel versprechende neue Perspektiven für die Prozessintensivierung bietet, ist die Entwicklung von katalytischen Systemen, mit denen hohe Temperaturen unter magnetischer Induktionsaktivierung erreicht werden, besonders schwierig. Infolgedessen sind die Vorteile der magnetischen Induktion bisher nur unter Verwendung komplexer und speziell entwickelter Materialien zugänglich. Jetzt berichtet ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Alexis Bordet, Arbeitsgruppe “Multifunktionale katalytische Systeme” in der Abteilung von Prof. Walter Leitner am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) , am 24.11.2021 in Angewandte Chemie International Edition über eine innovative Strategie zur Entwicklung, Synthese und Anwendung von katalytischen Systemen, die durch magnetische Induktionserwärmung aktiviert werden. weiterlesen…

Aurora Research: Ampel-Pläne senken Strompreise bis 2030

Gleichzeitig Kannibalisierungseffekte bei Marktwerten für Photovoltaik und Windkraft

Aurora Energy Research (AER) hat die Pläne der neuen Ampel-Koalition auf die Strompreise bis 2030 untersucht. Definiertes Ziel von SPD, Grünen und FDP ist es, den Anteil der Erneuerbaren bis zum Ende des Jahrzehnts auf 80 Prozent zu erhöhen. Dies ist ein deutlich ambitioniertes Ziel als der bisherigen Regierung und erfordert einen schnelleren Ausbau von Photovoltaik und Windkraft. Die Analyse zeigt, dass die Strompreise 2030 um 13 Prozent niedriger liegen werden als in einem Weiter-so-Szenario. Allerdings sind steigende CO2-Preise notwendig, um die Marktwerte für Erneuerbaren-Anlagen zu stabilisieren – schreibt Sandra Enkhardt am 26.11.2021 auf pv magazine. weiterlesen…