Neue Eigenschaft von Wasserstoff prophezeit

Forschende aus Kiel und Dresden berechnen ungewöhnliches Verhalten von Elektronen

Wasserstoff ist das am meisten verbreitete Element im Universum. Es bestimmt die Eigenschaften von Sternen und Planeten und ist entscheidend für das Leben auf der Erde – nicht zuletzt durch seine Rolle für die klimaneutrale Energieversorgung. Generationen von WissenschaftlerInnen aus Physik und Chemie haben Wasserstoff sehr intensiv erforscht, sowohl in Experimenten als auch mithilfe von Computer-Simulationen. Trotz seines sehr einfachen Aufbaus – ein Wasserstoff-Atom besteht nur aus einem Elektron und einem Proton – sind nach wie vor viele Eigenschaften nicht abschließend geklärt. Am 24.07.2023 haben Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) eine weitere überraschende Eigenschaft von Wasserstoff vorhergesagt. weiterlesen…

PFAS-kontaminiertes Wasser wird wieder sauber

Erfolgversprechendes und umweltschonendes Verfahren entwickelt

Menschgemachte Umweltbelastungen gibt es viele. Zu den gravierendsten gehört die Verschmutzung mit der gesundheitsschädlichen Ewigkeitschemikalie PFAS, die in vielen Böden und Gewässern und damit auch in unserer Nahrung zu finden ist. Sie zu entfernen ist zwar möglich, aber aufwendig und produziert Sondermüll. Nun ist es Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB laut einer Medienmitteilung vom 25.07.2023 gelungen, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem PFAS energieeffizient aus kontaminiertem Wasser entfernt werden könnten. Das Projekt AtWaPlas endete dieser Tage nach zwei Jahren Forschungsarbeit mit konkret anwendbaren Ergebnissen. weiterlesen…

Wie Atomkerne schwingen

Veröffentlichung in Nature Physics

Mithilfe ultrapräziser Laserspektroskopie an einem einfachen Molekül untersuchten Physiker um Prof. Stephan Schiller Ph.D. von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) mit bisher nicht erreichter Präzision die wellenartige Schwingung von Atomkernen. Sie berichten am in der Fachzeitschrift Nature Physics, dass sie damit die Wellennatur der Bewegung von Kernmaterie genauer als bisher bestätigen konnten und keine Hinweise für eine Abweichung von dem etablierten Gesetz der Wechselwirkung zwischen Atomkernen fanden. (Grafik: MHI aus Wasserstoff- (p) und Deuteriumkern (d), umeinander rotierend und gegeneinander vibrierend, dazu ein Elektron (e) – © HHU, Soroosh Alighanbari) weiterlesen…

Klimakrise nicht anthropogen – Westen und Kapitalismus Hauptschuldige

„Verzweifelter Versuch“

Die Schuld der Konzerne an der Klimakrise auf die ganze Menschheit zu übertragen, sei der verzweifelte Versuch, dass die Schuldigen sich hinter der Menschlichkeit verstecken können, schreibt S. Faizi am 29.07.2023 im Indian Express. Jede Benennung der vom Imperialismus und den Konzernen entfesselten Gewalt gegen das Erdsystem sollte die objektive Realität widerspiegeln, dass die Schuldigen die Verantwortlichen der Konzerne seien und nicht alle Menschen. weiterlesen…

Lösungen für die Kreislaufwirtschaft

Entwickelt von Studierenden der Bergischen Universität Wuppertal

Reparieren, wiederverwenden, recyceln: In einer Kreislaufwirtschaft werden Rohstoffe effizienter genutzt und Abfall minimiert – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Was aber bedeutet das für Unternehmen, die ihre etablierten Geschäftsmodelle, Produkte und Services daran erst anpassen müssen und wie kann die Transformation gelingen? Diesen Fragen gingen Studierende der Bergischen Universität Wuppertal nun in einem Seminar unter dem Titel „Circular Business Innovation“ nach: In Kleingruppen erarbeiteten sie konkrete Lösungen, auf die seit dem 27.07.2023 der Praxischeck wartet. (Foto: Bergische Universität Wuppertal, Campus Grifflenberg – © Atamari – Eigenes Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

„Die Menschen müssen wachgerüttelt werden“

US-Meteorologe benennt Hitzewellen nach Öl- und Gasriesen

Der bekannte Meteorologe Guy Walton, der einen Blog und klimabezogene Kinderbücher („Harry Potter trifft die Klimakrise“) herausgibt, hat damit begonnen, Hitzewellen in den USA nach Öl- und Gaskonzernen zu benennen, um sie für ihre Rolle in der Klimakrise bloßzustellen – er hat die Hitzewellen dieses Sommers „Amoco“, „BP und Chevron genannt, meldet Illuminem aus dem Guardian. Walton, erfahrener ehemaligen Meteorologe des Weather Channel, hat seine eigenen Kriterien für die Benennung von Hitzewellen aufgestellt, die auf Dauer und Schweregrad basieren, ähnlich der Kategorisierung von Hurrikans. weiterlesen…

Wasserreinigung mit Biotechnologie

Forschende finden neuen Ansatz durch Kombination von Pilzen und Bakterien

Stickstoff, vor allem in Form von anorganischem Nitrit und Nitrat, ist eine der größten stofflichen Belastungen in Süßgewässern und menschlichen Abwässern. Forscherinnen und Forscher des chinesischen Ministeriums für Natürliche Ressourcen in Xiamen und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) haben eine natürliche Pilz-Bakterien-Kombination identifiziert, die Nitrat besonders effizient und konstant verstoffwechselt und am 06.05.2023 open access in iScience und am 20.07. auf der IGB-Webseite veröffentlicht. Das könnte für die Weiterentwicklung der Biotechnologie in der Wasseraufbereitung entscheidend sein und ist ein weiterer Beleg für die wichtige Rolle von Pilzen in aquatischen Ökosystemen. weiterlesen…

US-Regierung belebt altes Gesetz wieder

Könnte unzählige Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben bewahren

Die Regierung Biden will eine Reihe von Änderungen rückgängig machen, die während der Amtszeit von Präsident Trump am Endangered Species Act von 1973 vorgenommen wurden – wie Associated Press berichtet – sie glaubt, dass diese Änderungen möglicherweise gefährdete Pflanzen und Tiere vor dem Aussterben bewahren könnten. Die von der Trump-Regierung eingeführten Änderungen wurden in erster Linie als Begünstigung umweltverschmutzender Industrien wie Bohrungen, Bergbau und industrielle Kahlschläge auf Kosten gefährdeter Wildtiere angesehen. weiterlesen…

Licht und Schatten beim Treffen der G20-Umwelt- und KlimaministerInnen

Zusammenarbeit gegen Verschmutzungskrise kommt voran – der Klimakrise werden Entscheidungen nicht gerecht

„Die Ergebnisse des Treffens der Umwelt- und KlimaschutzministerInnen der G20-Staaten in der indischen Stadt Chennai zeigen ein sehr gemischtes Bild“, erklärten das BMUV und das BMWK in einer gemeinsamen Medienmitteilung am 28.07.2023. Positiv wertete das BMUV, dass sich die G20 „klar zur raschen und vollständigen Umsetzung des Weltnaturschutzabkommens von Montreal und zum neuen Schutzabkommen für die Hohe See“ bekennen. „Erstmals richten sie besonderes Augenmerk auf den Waldschutz. Die MinisterInnen verabreden eine bessere Zusammenarbeit für den Schutz des Wassers und gegen die globale Plastikverschmutzung.“ (Foto: Tagungsort: Das Grand Chola Hotel in Chennai, Tamil Nadu, Indien – © Rajukhan Sr Rajesh, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

UBA: Chancen und Grenzen des Recyclings im Kontext der Circular Economy

Rahmenbedingungen, Anforderungen und Handlungsempfehlungen: Ressourcenkommission veröffentlicht Strategiepapier

Kreislaufwirtschaft ist – neben ökologischen und klimapolitischen Zielen – auch wichtig für die Stärkung der Versorgungssicherheit und anderen wirtschaftspolitischen und sozio-ökonomischen Zielen. Recycling ist dabei eine der Stellschrauben, zusammen mit weiteren Ansätzen und Strategien wie Langlebigkeit, Nutzungsintensität und Sharing Economy. Das am 26.07.2023 erschienene Strategiepapier „Chancen und Grenzen des Recyclings im Kontext der Circular Economy – Rahmenbedingungen, Anforderungen und Handlungsempfehlungen“ der Ressourcenkommission am Umweltbundesamt (KRU) fasst den aktuellen Wissensstand zum Recycling zusammen. (Titel: Recycling Circular Economy – © Umweltbundesamt) weiterlesen…