Erneuerbare Energien in Zahlen

Datensammlung zum Thema Erneuerbare

Die Fachpublikation des BMU (Stand Oktober 2012) informiert über die Entwicklung der erneuerbaren Energien im Jahr 2011 in Deutschland. Diese Informationen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland werden ergänzt mit Informationen zu den erneuerbaren Energien in der EU und global. weiterlesen…

Studie: Deutsches Energiespar-Defizit größer als erwartet

EU-Frist läuft – DENEFF: Aufholen möglich und große Chance für niedrigere Energiekosten

Ohne weit höhere Anstrengungen beim Energiesparen wird Deutschland die EU-Energiesparziele um mehr als die Hälfte verfehlen. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Ecofys, die im Auftrag der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz e.V. (DENEFF) erstellt und am 25.10.2012 in Berlin vorgestellt wurde, werden bestehende Förderprogramme und Vorgaben jährlich voraussichtlich nur 0,7 Prozent Energieeinsparung statt der von der EU geforderten 1,5 Prozent bewirken. Diese Lücke entspricht in etwa dem Endenergieverbrauch zweier Großstädte oder der Stromerzeugung zehn Großkraftwerken im Jahr (379 Billiarden Joule). weiterlesen…

Die Konsequenzen des Nichthandelns

Trübe Aussichten: OECD-Umweltausblick bis 2050 fordert schnelles und koordiniertes Handeln

Die deutsche Fassung des “OECD Environmental Outlook to 2050“ (vom Mai 2012) ist jetzt erschienen. Die Studie enthält neueste Projektionen zu den sozio-ökonomischen Trends der kommenden vier Jahrzehnte und zu deren Auswirkungen auf Klimawandel, Artenvielfalt, Wasser sowie Gesundheit und Umwelt. Der Bericht plädiert unter anderem dafür, Umweltverschmutzung durch Steuern oder weltweiten Emissionshandel zu verteuern; natürliche Ressourcen mit einem Preis zu versehen sowie wirtschaftliche Instrumente mit Vorschriften und Normen zu kombinieren (z.B. für die Luftqualität oder bei der Raumplanung). weiterlesen…

Neues zu „Teller oder Tank“

Gibt es überschüssige Flächen für Bioenergie? Neue Studie

In der aktuellen Diskussion um Bioenergie wird verschiedentlich vorgeschlagen, überschüssige Landflächen oder Restflächen verstärkt für den Anbau von Energiepflanzen zu nutzen, um dadurch die Landnutzungskonkurrenz mit der Produktion von Nahrungsmitteln abzumildern. Sind solche Vorschläge schlüssig und stehen die dazu entwickelten nationalen und globalen Konzepte auf wissenschaftlich gesicherten Fundamenten? Mit dieser Frage haben sich elf Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen aus Europa und den USA befasst und dazu insgesamt über 170 Studien und Publikationen ausgewertet. Ihre Einschätzung: Zwar gebe es Möglichkeiten für eine effiziente Nutzung solcher Flächen, allerdings dürften dabei ökologische, ökonomische und soziale Gesichtspunkte nicht aus den Augen verloren werden. Die Wissenschaftler führen wichtige Kriterien auf, um die Eignung und das Potenzial entsprechender Flächen bewerten zu können. Ihre Ergebnisse haben sie jetzt in dem Open-Access-Journal „BioRisk“ veröffentlicht. Damit ist die 46-seitige Studie frei im Internet verfügbar. Dies ist Thema der gemeinsamen Pressemitteilung des Johann Heinrich von Thünen-Institutes (vTI), Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) vom 18. Oktober 2012, die Solarify dokumentiert. weiterlesen…

Potsdamer Kartoffel

Aus dem Weltraum gesehen wirkt unsere Erde auf den ersten Blick wie eine Kugel. Aus geodätischen Messungen weiß man, dass die Erde abgeplattet ist. Aber auch die Abplattung der Erde ist nicht perfekt. Da die Verteilung der Erdmassen – und damit das gestaltprägende Schwerefeld – räumlich ungleichförmig sind, gibt es weitere Abweichungen: Die Darstellung der schwerkraft-bedingten Abweichungen der Erdgestalt gegenüber der regelmäßigen Ellipsoidoberfläche ist als „Potsdamer Kartoffel“ bekannt geworden. weiterlesen…

Leopoldina, acatech und Akademieunion greifen ein

E-Wende: Wissenschaftsakademien stellen Masterplan auf – 200 Millionen für Speicherforschung vom BMBF

Die nationalen Akademien Leopoldina, acatech und die Union der Länderakademien werden eine Roadmap für die Energiewende erstellen –  Titel der Initiative: „Energiesysteme der Zukunft“. In einem Grußwort zum Tageskongress „Die Energiewende – wohin?“ der Deutschen Gesellschaft der Naturforscher und Ärzte am 12.10.2012 in Berlin kündigte Karl Eugen Huthmacher, Abteilungsleiter „Zukunftsvorsorge – Forschung für Grundlagen und Nachhaltigkeit“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung, die neue Initiative an. weiterlesen…

UBA: Biokunststoffe nicht besser

Verpackungen aus bioabbaubaren Kunststoffen sind denen aus herkömmlichen Kunststoffen nicht überlegen

Biologisch abbaubare Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen haben keinen ökologischen Vorteil. Durch den Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für diese Verpackungen versauern Böden und eutrophieren Gewässer stärker als durch die Herstellung herkömmlicher Kunststoffverpackungen. Zudem entstehen höhere Feinstaubemissionen. Auch die vermehrt angebotenen Bioplastiktüten haben damit keinen Umweltvorteil. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes. Diese sollte vor allem ermitteln, ob die Erleichterungen in der Verpackungsverordnung für bioabbaubare Kunststoffverpackungen aus ökologischer Sicht weiterhin gerechtfertigt sind. Eine entsprechende Sonderregelung läuft Ende des Jahres aus. „Verpackungen auf der Basis von so genannten Biokunststoffen haben unter dem Strich keine Umweltvorteile. Die Klimabilanz von Biokunststoffen ist zwar günstiger, dafür gibt es Nachteile bei anderen Umweltbelastungen,“ sagt Jochen Flasbarth, Präsident des Umweltbundesamtes (UBA). „Die Ergebnisse sprechen dafür, die Sonderregelung für solche Verpackungen, wie etwa die Befreiung von der Rücknahmepflicht des Handels, nicht zu verlängern.“ weiterlesen…

Ungereimtheiten

Strom wird 2013 (im Wahljahr!) wieder teurer. Schuld daran ist aber – allen Behauptungen Interessierter zum Trotz – nur zu einem verschwindenden Teil die Umlage für die Strom-Einspeisung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz. Hauptverantwortliche sind vielmehr die gestiegenen Importpreise für die fossilen Energieträger Kohle, Öl und Gas, aber auch die Befreiung ausgerechnet der größten Stromverbraucher und -verschwender in der Industrie. Die Schwellenwerte für die Befreiung hat die Regierung weiter gesenkt: Sie belohnt Stromverschwendung und nimmt Einnahmeverluste in Milliardenhöhe*) in Kauf. Selbst Hähnchenmäster oder Rechenzentren sind von der Umlage befreit (Trittin). Zudem ist seit 1998 der Steuer- und Gebührenanteil am Strompreis um 178 Prozent gestiegen (BDEW) – die Kilowattstunde ist um die Hälfte teurer geworden. Umweltminister Altmaier will dem Strompreis „ein Schnippchen schlagen“ – und sparen. Bei den Haushalten. Die sollen kostenlos beraten werden. Die Industrie nicht? Stimmt – die sollte man eher zwingen, oder mit steuerlichen Anreizen locken.
Der Durchschnittshaushalt mit 3500 kWh Verbrauch wird 2013 im Monat etwa 15 Euro für die Erneuerbaren bezahlen – verschwindend wenig gegenüber den Milliarden, die für Kohle und Atom flossen (die Mängel-Meiler sind nicht einmal versichert, weil keine Versicherung das Risiko übernimmt). Ohne die indirekte Subvention für Stromgroßverbraucher, ohne den unehrlich billigen Strom aus fossilen Energien und ohne den hohen Steueranteil wäre die Energiewende völlig ungeeignet zum Prügelknaben für den steigenden Strompreis. ho weiterlesen…

Jahrbuch Ökologie 2013

Wende überall? – Von Vorreitern, Nachzüglern und Sitzenbleibern

Die neue Ausgabe des Jahrbuchs Ökologie rückt das Thema „Wende“ ins Zentrum und geht der Frage nach, wie es um die vielfach geforderte notwendige Umsteuerung in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft eigentlich bestellt ist. Teil I beschäftigt sich mit Stand, Form und Wirkung einer Wende in den Sektoren Energie, Verkehr, Landwirtschaft, Ernährung, Wirtschaft und Wissenschaft sowie mit der Wende in den Köpfen und Herzen. Dabei zeigen sich neben manchen Gemeinsamkeiten große Unterschiede. Während über die zukünftige Energiegewinnung und -versorgung höchst kontrovers debattiert wird, mangelt es im Politikfeld Verkehr an einer vergleichbaren Diskussion, und die Bereiche Landwirtschaft und Ernährung erweisen sich bislang als äußerst wenderesistent. Auf die Wirtschaft bezogen werden zwei Beispiele für nachhaltigkeitsorientiertes Unternehmenshandeln präsentiert. weiterlesen…

70% Bio im Kraftstoff bis 2050?

Shell Biokraftstoffstudie

Der Anteil von Biokraftstoffen an der Kraftstoffversorgung könnte mittel- bis langfristig deutlich steigen. Allein in Deutschland könnten heimische Biokraftstoffe bis 2030 rund 20%, bis 2050 sogar 70% des – bis dahin stark gesenkten – Kraftstoffbedarfes abdecken.Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Nachhaltigkeit der Rohstoffbereitstellung gewährleistet ist, die Produktionskosten fortschrittlicher Biokraftstoffe gesenkt werden und die Biokraftstoffe mit den jeweiligen Verkehrsträgern kompatibel sind. weiterlesen…