Wind rauf – PV runter

Studie: Solar-Jobs schrumpfen – Wind boomt

Die Energiewende sorge insgesamt zwar für mehr Beschäftigung, das aber sehr unterschiedlich in den einzelnen Branchen. Von 2004 bis 2012 sei  die Zahl der Beschäftigten im Bereich der erneuerbaren Energien von 160.500 auf 400.000 gestiegen – 2013 allerdings hätten 7 Prozent (28.600) ihren Job verloren, die Zahl sei auf 371.400 gesunken. Dies geht unter anderem aus der neuen (kostenfreien) Studie Die Beschäftigungseffekte der Energiewende hervor. weiterlesen…

PV: Kaum Brandgefahr

PV-Anlagen stellen geringes Brandrisiko dar

In einem Forschungsprojekt über zum vorbeugenden Brandschutz haben der TÜV Rheinland und das Fraunhofer-ISE das Brandrisiko von PV-Anlagen bewertet und einen Leitfaden mit Empfehlungen für die brandschutzgerechte Planung, Installation und den Betrieb von PV-Anlagen erstellt. Nach ihren Erhebungen sind bislang 210 Brände durch Solaranlagen bekannt, wobei die Hauptursache auf Installations- oder Produkt-Mängel zurückzuführen ist. weiterlesen…

Neuer Aluminium-Akku in Minutenschnelle aufladbar

Mehr als 7.500 Ladezyklen

Forscher der Stanford University haben eine Aluminium-Ionen-Batterie mit hoher Lebensdauer entwickelt, die in Minutenschnelle aufgeladen werden kann. Aluminium-Akkus sind zudem relativ billig und im Vergleich zu Alkalibatterien umweltfreundlicher. Gegenüber Lithium-Ionen-Akkus gewinnt die Stanford-Batterie ebenfalls, denn, so Hongjie Dai, Chemieprofessor in Stanford: „Unser Akku fängt kein Feuer, selbst wenn man ihn anbohrt“. In (e) Science News und nature urden jetzt Daten veröffentlicht: Hongjie Dais Neuentwicklung lädt nicht nur extrem schnell, sondern hält auch mehr als 7.500 Ladezyklen ohne Kapazitätsverlust durch – mehr als gängige Lithium-Ionen-Akkus. weiterlesen…

0,25 Prozent weniger für PV-Einspeisung

Bundesnetzagentur: Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen sinkt erneut nur um 0,25 Prozent

Die Bundesnetzagentur gab bekannt, dass die Vergütungssätze für PV-Anlagen im Zeitraum vom 01.04.2015 bis zum 01.06.2015 jeweils zum Monatsersten um 0,25 Prozent sinken. Die Zubauzahlen der vergangenen zwölf Monate liegen mit 1.811 Megawatt unterhalb des im EEG angestrebten Zubaukorridors von 2.400 bis 2.600 MW. Der Zubau von PV-Anlagen geht weiterhin konstant zurück. weiterlesen…

„Von der Energiewende lernen“

FES-Studie: Erwartungen der Entwicklungsländer an Deutschland
von Thomas Hirsch

Das Interesse in Entwicklungs- und Schwellenländern an der deutschen Energiewende und an erneuerbaren Energien ist ungebrochen hoch. Daraus folgen Erwartungen, dass Deutschland durch Entwicklungszusammenarbeit und Klimafinanzierung Partnerländer unterstützt, strategische Kompetenz und Wissen für eine Energiewende aufzubauen – noch vor der Hoffnung auf finanzielle Förderung und mehr Direktinvestitionen sowie dem Wunsch nach technischer Zusammenarbeit und Technologietransfer. Die bisherige Förderpraxis wird diesen Erwartungen jedoch nur teilweise gerecht. In seiner FES-Studie „Erwartungen der Entwicklungsländer an Deutschland“ formuliert Thomas Hirsch zehn Empfehlungen, wie Deutschland Energiewendeprozesse in Entwicklungsländern noch besser unterstützen kann. weiterlesen…

Gabriels Klima-Cent

Energieminister Gabriel hat eine erstaunliche Wende vollzogen: Argumentierte er bisher, in Deutschland eingespartes CO2 würde lediglich woanders zusätzlich ausgestoßen, hat er sich mit seinem Eckpunktepapier „Strommarkt” offensichtlich eines Besseren besonnen. Der Think Tank Agora Energiewende erklärte in einer Analyse, warum dieses abgegriffene, dessen ungeachtet aber gleichwohl von kohle-affinen Strom-Produzenten immer wieder gern genommene Argument nicht greift.
Der europäische Emissionshandel ETS krankt derzeit an Fettleibigkeit – an einem massiven Zertifikate-Überschuss von satten 2,1 Milliarden – und das, obwohl die EU bereits 900 Millionen aus dem Markt genommen hat (Backloading – siehe: solarify.eu/backloading). Dieser Überschuss werde in den nächsten Jahren noch weiter wachsen, so Agora – aus zwei Gründen: Die Vergabe von Zertifikaten sei erstens für die kommenden Jahre bereits festgelegt und die europäischen CO2-Emissionen würden zweitens eher sinken. Maßnahmen wie die inner- und außerhalb der Koalition umstrittenen Eckpunkte würden aber zunächst lediglich den Zertifikate-Überschuss steigern, nicht jedoch die Emissionen in Europa – so Agora. Denn andere europäische Klimasünder müssen die Zertifikate erst einmal kaufen. Die klimapolitisch relevante Frage sei nun, „was mit dem Überschuss geschieht“. Zentraler Mechanismus dieser eben in der EU intensiv verhandelten Reform ist die so genannte Marktstabilitätsreserve (MSR – siehe solarify.eu). Diese soll das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage dadurch beheben, dass die überschießenden Zertifikate automatisch abgeschöpft und in einer Reserve aufgehoben werden.
Die Frage ist nur, wann sie in Kraft tritt: Schon 2017 (man könnte auch sagen „erst“ 2017) oder gar erst 2021, wie im Kommissionstext von 2014 vorgeschlagen. Wenn sie funktioniert (und nicht erst eingeführt wird, nachdem das Kind bereits unrettbar im Brunnen ist) entkräftet die MSR das Emissions-Verlagerungs-Argument. weiterlesen…

Marktstabilitätsreserve (MSR)

Die EU-Kommission will durch die Einführung einer Marktstabilitätsreserve an Zertifikaten („Reserve“) das von der Kommission wahrgenommene Ungleichgewicht zwischen Zertifikateangebot und Zertifikatenachfrage beheben sowie das „optimale Gleichgewicht“ zwischen dem Zertifikatepreissginal und den notwendigen Investitionen in CO2-arme Technologien sicherstellen („intertemporale Effizienz“). Diese „Stabilisierung“ des Zertifikatemarktes soll erreicht werden, indem Zertifikate je nach Marktlage entweder dem Markt entzogen und in die Reserve eingestellt oder aus der Reserve freigegeben und dem Markt zugeführt werden. weiterlesen…

Redispatch-Mechanismus

Der Begriff „Dispatch“ bezeichnet die Einsatzplanung von Kraftwerken durch den Kraftwerksbetreiber (Dispatch = Kraftwerkseinsatzplanung). Redispatch hingegen ist die kurzfristige Änderung des Kraftwerkseinsatzes auf Geheiß der Übertragungsnetzbetreiber zur Vermeidung von Netzengpässen. weiterlesen…