Innovatives Verfahren der CO2-Abscheidung in der Zementindustrie

thyssenkrupp, Holcim und TU Berlin starten Forschungsprojekt zur Emissionsreduktion durch Aminwäsche (Carbon Capture)

In der Zementindustrie wird vielfach an der Reduktion von CO2-Emissionen gearbeitet. Denn auch bei vollständigem Einsatz von erneuerbaren Energien wird bei der Zementherstellung rohstoffbedingt CO2 frei und an die Atmosphäre abgegeben. In einem gemeinsamen Projekt untersuchen drei Partner daher den Einsatz neuster Aminwäsche-Technologie zur CO2-Abtrennung. Der CO2-Ausstoß von bestehenden Zementanlagen soll deutlich reduziert und gleichzeitig das abgetrennte CO2 für weitere Anwendungengenutzt werden. Konkret werden unter anderem neue Stoffaustausch-Apparate entwickelt, die den Wirkungsgrad verbessern und widerstandsfähiger gegen Verunreinigungen sein sollen – so eine gemeinsame Medieninformation von TU Berlin, thyssenkrupp Uhde und Holcim Deutschland GmbH. weiterlesen…

Plastikmüll bindet Kohlendioxid oder wird zu Wasserstoff

Labor der Rice University verwandelt schwer zu verarbeitenden Abfall in Muster der Kohlenstoffspeicherung

Noch eine Möglichkeit, mit dem Berg an gebrauchtem Plastik umzugehen: Es soll überschüssiges Kohlendioxid aufnehmen. Forscher eines Labors der Rice-Universität in Hoston haben eine nach eigenen Angaben am 07.04.2022 als Win-Win-Situation für zwei drängende Umweltprobleme bezeichnete Technik gefundenn, mit der sich Kunststoffabfälle in ein effektives Kohlendioxid (CO2)-Sorptionsmittel für die Industrie verwandeln lassen. weiterlesen…

Schnelligkeit, vergessener Faktor zur Kostensenkung der Energiewende

Schneller, billiger und viel sauberer

Eine Untersuchung von von Frank Wouters, MSc, und Prof. Dr. Ad van Wijk, für Dii Desert Energy – die weltweit erste Organisation für Energie aus der Wüste. Um die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen, müssen unsere Energiesysteme bis spätestens 2050 kohlenstoffemissionsfrei sein, und viele Länder haben sich dazu verpflichtet. Für eine fiktive Wirtschaft namens Utopia wurde ein Modell auf hohem Niveau erstellt, um drei Wege zu einer kohlenstofffreien Wirtschaft bis 2050 zu bewerten: einen allmählichen (linearen) Ersatz fossiler Brennstoffe durch saubere Energie, einen beschleunigten Weg, der bis 2035 zu einem kohlenstofffreien System führt, und einen verzögerten Weg, bei dem der Ersatz erst ab 2035 erfolgt. Das Modell liefert sehr klare Ergebnisse. (Titel: Faster, cheaper and cleaner – Dii-Broschüre – Titelbild – © Wouters und van Wijk) weiterlesen…

Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um 18-faches verbessert

Natur-inspirierte Konzepte zur Umwandlung von CO2

Forscher der Universität Cambridge haben ein effizientes Konzept zur Umwandlung von Kohlendioxid in saubere, nachhaltige Kraftstoffe entwickelt, ohne dass dabei unerwünschte Nebenprodukte oder Abfälle entstehen. Die Wissenschaftler hatten bereits gezeigt, dass biologische Katalysatoren oder Enzyme Kraftstoffe auf saubere Weise aus erneuerbaren Energiequellen herstellen können, allerdings mit geringer Effizienz. Ihre jüngsten Forschungsarbeiten haben die Effizienz der Kraftstoffherstellung im Labor um das 18-fache verbessert und gezeigt, dass umweltschädliche Kohlenstoffemissionen effizient und ohne Energieverschwendung in grüne Kraftstoffe umgewandelt werden können. Die Ergebnisse werden in zwei verwandten Artikeln in Nature Chemistry und Proceedings of the National Academy of Sciences. veröffentlicht. (Bild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – m. frdl. Genehmigung © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Auf dem Weg zum klimaneutralen Straßenverkehr

Vergleich von Batterie-, Brennstoffzellen- und mit synthetischen Kraftstoffen betriebenen Autos

Würden 60 Prozent der konventionellen Benzin- und Diesel-betriebenen Personenwagen in der Schweiz bis 2050 auf „strombasierte“ Fahrzeuge umgestellt, also Batteriefahrzeuge, wasserstoffbetriebene Brennstoffzellenfahrzeuge und mit synthetischen Treibstoffen fahrende Fahrzeuge, könnten deren Treibhausgas-Emissionen (THG) von heute rund sechs Mio. t um jährlich zwei bis 4.5 Mio. t reduziert werden. Dabei sind die Rahmenbedingungen entscheidend, schreibt Christian Bach am 07.04.2022 auf der Internetseite der schweizerischen Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa). weiterlesen…

Drei Terrawattstunden Energieeinsparung

Initiative ENPRO legt Ergebnisse vor

Durch den Übergang zu kontinuierlichen Prozessen, Modularisierung und Digitalisierung könnten in der deutschen Spezialchemie bis zu drei Terrawattstunden (3 TWh) Energie jährlich eingespart werden. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Initiative ENPRO und Schätzungen von Mitgliedsunternehmen hervor. Demnach wären bei deutschlandweiter Umsetzung der Technologien, die in den einzelnen Projekten entwickelt wurden, Einsparungen von 1,3 TWh Strom und 1,7 TWh Wärme pro Jahr erreichbar. Das entspricht dem jährlichen Energiebedarf von fast 170.000 Haushalten und damit einer mittleren Großstadt. weiterlesen…

Wie sieht die Energieversorgung von morgen aus?

Einschätzung von Manfred Fischedick zu Energieversorgungsrisiken, Energiepreiskrise und Klimaschutz-Herausforderung

In den letzten zwei Jahren hat sich die Welt verändert und vermehrt beherrschen Krisen das Bild. Jahrzehntelange Gewissheiten gelten nicht mehr, Risiken und Unsicherheiten nehmen zu, die Herausforderungen werden immer komplexer und erfordern gleichzeitig immer schnelleres und konsequenteres Handeln. weiterlesen…

Wasserstoff in leitender Funktion

Extremtemperaturen für Supraleitung

Stoffe, die Verlustfrei Strom leitende, würden in vielen Bereichen die Energieeffizienz erhöhen. Dafür müssten allerdings die Temperaturen, bei denen diese Supraleitung auftritt, praxistauglicher werden. Mikhail Eremets und sein Team am Max-Planck-Institut für Chemie sind diesem Ziel mit einem neuen Ansatz deutlich näher gekommen – nicht zuletzt, indem sie ihre Materialien unter extremst starken Druck setzen – so Christian J. Meier am 31.03.2022 auf der Internetseite des Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. (Foto: Edelsteinpresse – © Jan Hosan für MPI für Chemie – mit frdl. Genehmigung) weiterlesen…

Wärmepumpen als Beitrag zu Energieunabhängigkeit und Klimaschutz

Wie die Umsetzung gelingt

Um die Klimaziele und mehr Energieunabhängigkeit zu erreichen, plant die Bundesregierung ein 100-Milliarden-Euro-Paket. Dabei rücken auch die CO2-Einsparziele im Gebäudebestand in den Fokus. Allein in der Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser liegt viel Potenzial: Energieeffiziente Wärmepumpen können die Abkehr von fossilen Brennstoffen unterstützen und zu Energieunabhängigkeit beitragen. Doch dafür muss der Bestand bis 2030 von derzeit einer Million Wärmepumpen auf vier bis sechs Millionen drastisch steigen. Energieexperten des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung haben untersucht, was die Umrüstung auf diese Technologie hemmt und wie Barrieren überwunden werden können. weiterlesen…

Klimaschutz darf nicht auf der Strecke bleiben

MCC-Untersuchung ordnet deutsche Klimapolitik in 1,5-Grad-Kontext ein

Auch wenn der Ukraine-Krieg derzeit die Welt schockiert: Der Klimaschutz darf nicht Pause machen. Das Ziel des Paris-Abkommens, die Erderhitzung deutlich unter 2 Grad und möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist Richtschnur deutscher Politik. „Wir sind mit diesem Koalitionsvertrag auf dem 1,5-Grad-Pfad“, sagte Robert Habeck zum Start des „Ampel“-Bündnisses. Diese Aussage lässt sich zwar mit Fakten stützen – sie beruht aber auf drei impliziten Annahmen, wie eine Untersuchung unter Führung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) zeigt. weiterlesen…