Erst heiß, dann kalt: Neues zur Entstehung von Eis

Bisheriges Verständnis der Eisbildung auf den Kopf gestellt

Die weltweit erste molekulare Beobachtung zur Entstehung von Eis durch Forschende der TU Graz sowie der Unis Cambridge und Surrey zeigt einer Medienmitteilung zufolge, dass Wassermoleküle für den ersten Schritt der Eisbildung zusätzliche Energie aufbringen müssen. Die in open access in Nature Communications veröffentlichten Forschungsergebnisse von Anton Tamtögl et al. führen zu einem völlig neuen Verständnis der Eisbildung: Wassermoleküle brauchen zusätzliche Energie, bevor sie zu Eis gefrieren. weiterlesen…

BMWi und BMVI bringen 62 Wasserstoff-Großprojekte auf den Weg

„Wir wollen bei Wasserstofftechnologien Nummer 1 in der Welt werden“

Am 28.05.2021 haben BMWi und BMVI 62 Wasserstoff-Großprojekte ausgewählt, die im Rahmen eines gemeinsamen europäischen Wasserstoffprojekts (sog. Wasserstoff-IPCEI – Important Projects of Common European Interest) staatlich gefördert werden sollen. Sie setzen damit laut einer gemeinsamen Medienmitteilung eine wichtige Maßnahme der Nationalen Wasserstoffstrategie um. Mehr als acht Milliarden Euro an Bundes- und Landesmitteln werden für die Wasserstoffprojekte zur Verfügung gestellt, rund 4,4 davon aus dem BMWi, bis zu 1,4 aus dem BMVI. Insgesamt sollen nach Angaben der Ministerien 33 Milliarden Euro Investitionen ausgelöst werden, davon mehr als 20 Milliarden von privaten Investoren. Die übrigen Fördermittel werden von den Bundesländern zur Verfügung gestellt (Karte: IPCEI-Projekte © BMWi und BMVI). weiterlesen…

Aurora: 2040 weltweit mehr als 213 GW Elektrolyseure

Tausendmal gegenwärtige Kapazität

Die Realisierung dieser Projekte würde eine Vertausendfachung der aktuellen Kapazität bedeuten – so am 14.05.2021 auf pv magazine. Fast ein Viertel (23 %) des Volumens soll den Analysten zufolge in Deutschland entstehen, in Europa insgesamt 85 %. Allerdings seien viele Projekte noch in einer sehr frühen Konzeptphase. Im November hatte Aurora Energy Research den europaweiten Wasserstoffmarkt analysiert und seine Entwicklung bis 2050 modelliert. Demnach dürfte sich der Bedarf an Wasserstoff in Europa bis 2050 auf 2500 Terawattstunden pro Jahr verachtfachen. Am 11.05.2021 haben sich die Analysten für die neue Halbjahres-Ausgabe ihres Hydrogen Market Attractiveness Report (HyMAR) die weltweit geplanten Elektrolyseur-Kapazitäten genauer angesehen. (Foto: Elektrolyseur in C2C-Pilotanlage – © PPP Schlögl, FHI-MPG Berlin) weiterlesen…

Mülheimer Forscher lösen  weiteres Rätsel der Photosynthese

Chemische Isomerisierungsreaktion

“Grüner” Wasserstoff wird häufig als das “Petroleum von Morgen” bezeichnet. Um eine klimaneutrale Versorgung mit Brennstoffen zu gewährleisten, muss die Energieindustrie von Kohlenstoff basierten Brennstoffen auf „Solar fuels“ umstellen, die mit Hilfe von Sonnenlicht im Rahmen einer artifiziellen Photosynthese gewonnen werden. Ein Baustein auf dem langen und komplizierten Weg zu dieser Umstellung, ist ein präzises Verständnis der Chemie im innersten Zentrum der biologischen Photosynthese. Die hohe Effizienz des natürlichen Wasserspaltungskatalysators könnte jetzt durch eine chemische Isomerisierungsreaktion erklärt werden – so eine Medienmitteilung des Mülheimer Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung vom 27.05.2021 (Grafik: Zwei Isomere des wasseroxidierenden Katalysators entstammen den unterschiedlichen Verzerrungen entlang alternativer „Jahn-Teller“ Achsen; diese strukturelle Heterogenität führt zu einer bisher nie charakterisierten mechanistischen Vielfalt – © MPI für Kohlenforschung). weiterlesen…

Buch: „Wie die Menschheit versucht, sich abzuschaffen“

Klimawandel offen besprochen

„Es könnte ungemütlich werden“, überschrieb der Cicero am 09.07.2019 einen Gastbeitrag von Gernot Kloss, Ingenieur und Innovator. Der Autor setzte sich darin mit den „Mythen des Klimawandels und der Energiewende auseinander“ und zeigte, was seiner Meinung nach „der Gesellschaft nicht deutlich gemacht wurde“. Dabei ist der kein Abwiegler oder Verharmloser – im Gegenteil: Er will Alarm schlagen, „wie ernsthaft unser Planet bereits bedroht ist“. Aus dem (auch auf Solarify eingestellten) Artikel ist inzwischen ein ziemlich aufrüttelndes Buch geworden. (Foto: Klimawandel-Tourismus: Eisberg- Fototermin – © Aline Dassel auf pixabay) weiterlesen…

Alarmierende Zerstörung biologischer Vielfalt

Sechstes Massensterben?

Die biologische Vielfalt in Süßwasser-Ökosystemen geht dramatisch zurück; zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht, meist als direkte oder indirekte Folge menschlicher Einflüsse. Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Übernutzung, Umweltverschmutzung und invasive Arten sind die Hauptursachen für den raschen Rückgang der Biodiversität auf der Erde. Das sechste Massensterben droht: Wenige hundert Jahre menschengemachten Rückgangs der Biodiversität fordern Millionen Jahre der Erholung – das ist das alarmierende Ergebnis einer am 21.05.2021 veröffentlichten internationale Studie unter Federführung der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU). weiterlesen…

Komplizierte chemische Reaktionen auf Katalysator-Nanoteilchen

Chemie mit komplexem Rhythmus

Die meisten industriell hergestellten Chemikalien entstehen mit Hilfe von Katalysatoren. Diese bestehen meist aus winzigen Metall-Nanoteilchen, die auf Trägeroberflächen festgehalten werden. Ähnlich wie ein geschliffener Diamant, dessen Oberfläche aus verschiedenen Facetten besteht, die in unterschiedliche Richtungen orientiert sind, kann auch ein katalytisches Nanoteilchen unterschiedliche Facetten haben – und diese Facetten können unterschiedliche chemische Eigenschaften aufweisen. Komplizierter als gedacht laufen chemische Reaktionen an der Oberfläche von als Katalysatoren verwendeten Nanoteilchen ab – zeigte ein Team der TU Wien in Science – eine Medienmitteilung vom 21.05.2021 (Bild: Nano-Teilchen – © Nandiyanto – Eig. Werk, gemeinfrei, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

CO2 als Grundstoff für Chemikalien

Mikrobiell-elektrochemische Synthese – zuerst Formiat aus CO2 – dann Methan oder Propanol

Forschende der TH Mittelhessen suchen einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 folgend Antworten auf eine Frage, die momentan viele bewegt: Wie kann man Grundstoffe für die Chemische Industrie aus CO2 und elektrischer Energie effizient herstellen? Sie arbeiten im Forschungsprojekt „Gasdiffusionselektroden für gekoppelte mikrobiell-elektrochemische Synthesen aus CO2 (Games)“. weiterlesen…

Aktueller Forschungstrend Elektrobiotechnologie

BAM erforscht CO2-Reduktion – aus Klimagas nachhaltig Chemikalien gewinnen

Aus CO2 lassen sich mithilfe von Bakterien vielseitig einsetzbare Chemikalien produzieren. Aber bislang sind die Verfahren dazu noch wenig wirtschaftlich. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) testet einer Medienmitteilung vom 19.05.2021 zufolge in einem neuen Projekt Materialien, welche den Prozess kostengünstiger und schnell skalierbar machen sollen. Dabei werden die altbekannten Verfahren der Elektrolyse und Fermentation miteinander kombiniert: CO2 wird erst zu CO reduziert und dann von Bakterien verstoffwechselt. Die entstehenden Alkohole, Säuren und Fette lassen sich vielseitig nutzen. weiterlesen…

Mehr Klimaresilienz durch verbesserte saisonale Vorhersagen

Vermehrten und intensiveren Phasen von Trockenheit oder Niederschlägen begegnen

Wassermangel, Überschwemmungen oder Ernteausfälle: Weltweit kommt es in Folge des Klimawandels häufiger und intensiver zu ausgeprägten Trockenn- und Regenphasen, die menschliches Leid und große wirtschaftliche Schäden verursachen. Präzisere saisonale meteorologische Vorhersagen für wasserarme Regionen durch statistische Methoden aus dem Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) helfen Entscheidungsträgern, die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern. (Foto: Hochwasser am Rhein 05.02.2021, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…