Milliarden für mehr Klimaschutz

Bundeskabinett hat die Details für den Klima- und Transformationsfonds beschlossen

Demnach sollen bis 2027 rund 212 Milliarden Euro für notwendige Klimaschutz-Maßnahmen bereitstehen – und den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken. Mit dem Klima- und Transformationsfonds (KTF) sollen Investitionen in den Klimaschutz und den damit verbundenen Umbau der Wirtschaft gesichert werden. Die Verteilung der Mittel hat die Ampel-Koalition nun beschlossen. Der KTF gilt als zentrales Instrument für Investitionen in die Energiewende und den klimagerechten Umbau der Wirtschaft und ist ein Sondervermögen abseits des Bundeshaushalts. Er finanziert sich hauptsächlich aus Milliardenerlösen aus dem europäischen Emissionshandel und der nationalen CO2-Bepreisung für die Bereiche Verkehr und Wärme. Ein Resümee von Nicole Allé – energiezukunft – vom 11.08.2023. weiterlesen…

Zwei Drittel der weltweiten Artenvielfalt lebt im Boden

Besseren Schutz der Böden fördern

Der Boden ist der artenreichste Lebensraum der Erde. Zu diesem Schluss kommt eine Übersichtsstudie eines Forschungsteams der . Demnach leben zwei Drittel aller bekannten Arten im Boden. Pilze sind die Gruppe mit den meisten bodenlebenden Arten, nämlich etwa 90 Prozent, gefolgt von den Pflanzen mit ihren Wurzeln. weiterlesen…

Schöne neue Wasserstoffwelt

Europaweites Wasserstoffnetz unerlässlich

Eine im Juni erschiene Analyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI im Auftrag der Generaldirektion Energie der EU-Kommissionsoll tiefere Einblicke in mögliche Wege zur Dekarbonisierung der Industrie, den daraus resultierenden Energiebedarf und die Auswirkungen auf das gesamte europäische Energiesystem gewinnen helfen. Die Untersuchung hält die Wasser-Elektrolyse zur Produktion von Wasserstoff in Deutschland aus Sicht der Frankfurter Rundschau für unwirtschaftlich und rüttelt an gleich drei Grundüberzeugungen der geplanten Wasserstoffwelt. (Titel: METIS 3, Studie S5 Die Auswirkungen des industriellen Wandels auf ein CO2-neutrales europäisches Energiesystem – © – Directorate-General for Energy (European Commission), Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research) weiterlesen…

Mensch als Energiequelle für intelligente Geräte der Zukunft

Tritt auf Spezialmatte erzeugt Energie

Wissenschaftler haben möglicherweise endlich eine Lösung gefunden, um die Energie von Menschen effektiv in elektrische Energie umzuwandeln: Forscher des Institute of Thin Films, Sensors and Imaging (ITFSI) der University of the West of Scotland (UWS) untersuchten die Verwendung eines 3D-Graphenschaumstoffs namens Gii von Integrated Graphene als aktive Schicht in einem Energiegenerator (bekannt als TENG). weiterlesen…

TU Wien: Neue Katalysatoren für solare Wasserstoffproduktion

Mit geschichtetem Fotokatalysator sehr effizient Wasserstoff aus Wasser herstellen

Die Suche nach nachhaltigen und sauberen Brennstoffen ist angesichts der globalen Energie- und Klimakrise von zentraler Bedeutung. Ein vielversprechender und zunehmend an Relevanz gewinnender Kandidat ist Wasserstoff. Die heutige industrielle Wasserstoffproduktion hat jedoch immer noch einen beträchtlichen CO2-Fußabdruck, insbesondere bei Verfahren wie der Dampfreformierung oder der nicht nachhaltigen Elektrolyse. Ein Team um Prof. Dominik Eder vom Institut für Materialchemie (TU Wien) konzentriert sich daher auf die Entwicklung umweltfreundlicher Verfahren zur Gewinnung von Wasserstoff, etwa durch Fotokatalyse. Die Ergebnisse wurden am open access in Advanced Energy Materials veröffentlicht. weiterlesen…

Grüner Asphalt Meilenstein zu klimaverträglichem Straßenbau

Kanton Basel-Stadt als Vorreiter

Bis 2037 muss Basel-Stadt seine Treibhausgas-Emissionen im Kantonsgebiet auf Netto-null senken. Der im Straßenbau eingesetzte, herkömmliche Asphalt verursacht jedoch Treibhausgas-Emissionen. Nun hat das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons zusammen mit dem Institut für Baustofftechnologie ViaTec Basel einen CO2-negativen Asphalt entwickelt. Der hochwertige Straßenbelag soll den CO2-Fußabdruck des Basler Straßenbaus dank Pflanzenkohle erheblich reduzieren. Jährlich könnte Basel-Stadt damit rund 450 Tonnen mehr CO2-Äquivalent dauerhaft in den Basler Straßen einlagern, als die Asphalt-Produktion verursacht. (Foto: Asphaltfertiger Einbau heiß an heiß – © Sonaz – Eig. Werk, CC BY 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Hintergrundpapier skizziert strategischen Rahmen für deutsche Klimaaußenpolitik

Mit Blick auf Überlegungen der Bundesregierung: Diskussionsbeitrag des Energiewendeprojekts Ariadne unter Leitung von MCC und Hertie School

Von der Klima- und Energiepolitik über die Industriepolitik, von Handelspolitik zur Sicherheitspolitik: Die Klimaaußenpolitik betrifft viele Ressorts. Noch in diesem Jahr soll in Deutschland eine erste Strategie verabschiedet werden, mit dem Ziel, Klimapolitik international abzusichern, Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und mit anderen Ländern bei der globalen Energiewende koordiniert voranzugehen. An welchen Eckpunkten sich diese Strategie orientieren könnte, skizzieren Fachleute des Energiewendeprojekts Ariadne jetzt in einem neuen Hintergrundpapier. Der Diskussionsbeitrag entstand unter der Leitung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und des Hertie School Centre for Sustainability. weiterlesen…

Hitzewelle im südamerikanischen Winter

Eine der extremsten Hitzewellen des Jahres 2023 findet mitten in der eigentlich kalten Jahreszeit statt

Die Temperaturen in Teilen Chiles und Nordargentiniens sind in den vergangenen Tagen um 10 bis 20 ° C über den Durchschnitt gestiegen. Städte in den Anden erreichten 38° C oder mehr, während in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires Temperaturen von mehr als 30° C gemessen wurden, was den bisherigen Augustrekord um mehr als 5° C übertraf. In der Stadt Rivadavia erreichten die Temperaturen 39° C, stellte Postdoktorand Matthew Patterson von der Universität Oxford (Abteilung für Atmosphärenphysik) am 04.08.2023 in The Conversation. weiterlesen…

Lesehinweis: Wir haben an der Uhr gedreht“ (taz)

+1,5-Grad-Grenze Utopie, zu der wir zurückzukehren versuchen sollten

„In den kommenden Jahren wird die +1,5-Grad-Grenze sehr wahrscheinlich überschritten. Gerade dann wird die Grenze noch gebraucht,“ schreibt Lalon Sander, taz.deChef vom Dienst , am 04.08.2023 auf taz.de. Obwohl der Autor ständig zwischen 1,5-Grad-Grenze und 1,5-Grad-Ziel hin und her pendelt, hält Solarify den Artikel dennoch für empfehlenswert. weiterlesen…

Ungeregelter Betrieb alter Windenergieanlagen tötet viele Fledermäuse

Wirksamer Schutz wäre einfach umzusetzen

Fledermäuse lassen sich vor der Bedrohung durch Windenergieanlagen (WEA) wirksam schützen, wenn die Anlagen bei hoher Fledermausaktivität zeitweise abgestellt werden. Über eine derartige Betriebssteuerung lässt sich ein Fledermaus-freundlicher Betrieb der Anlagen erreichen. Dennoch laufen rund zwei Drittel der WEA in Deutschland ohne diese Regulierung, da darauf abgestimmte Leitlinien erst nach deren Inbetriebnahme verabschiedet wurden. Ein Wissenschaftsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) ermittelte exemplarisch, dass an derartigen alten WEA in zwei Monaten mehrere Hundert Tiere zu Tode kommen können – an Anlagen mit Betriebssteuerung, die vergleichend untersucht wurden, starb im selben Zeitraum keine einzige Fledermaus. In einem Aufsatz in Naturschutz und Landschaftsplanung schließt das Autorenteam am , dass der Betrieb alter WEA dringend dem aktuellen Regelwerk angepasst werden muss, um bedrohte Fledermäuse wirksam zu schützen und drohenden Bestandsrückgängen entgegen zu wirken. (Foto: Fledermaus – © Eduardo Ruiz auf Pixabay) weiterlesen…