Beschleunigte Entwicklung von Systemen zur CO2-Abscheidung auf Seeschiffen

Zusammenarbeit für höhere Energieeffizienz und geringere Emissionen

CSSC Power (CPGC) und BASF wollen laut einer Medienmitteilung vom 13.06.2023 künftig die Entwicklung von CO2-Abscheidungssystemen für kommerzielle Schiffsanwendungen gemeinsam vorantreiben. CPGC, mit Fokus auf Forschung, Entwicklung, Herstellung und Dienstleistungen in den Bereichen Schiffsmotoren, Antriebssysteme und Energieanlagen für die Seeschifffahrt, arbeitet seit langem an CO2-reduzierten Lösungen für diese Branche. Durch die Kombination mit der Expertise der BASF in der Gasaufbereitung soll die Kooperation zu einer nachhaltigen Entwicklung in der globalen Schifffahrtsindustrie beitragen. Beide Unternehmen unterzeichneten während der „Shanghai International Carbon Neutrality Expo 2023“ am 10.06.2023 eine entsprechende Absichtserklärung. weiterlesen…

Starker El Niño droht

Verluste in Billionenhöhe befürchtet

In den Jahren, in denen sie (meist um Weihnachten herum, daher der Name „Christkind“) auftritt, löst die als El Niño bekannte warme Meeres-Strömung, die sich im Pazifik von Südamerika bis nach Asien erstreckt, weitreichende Wetterveränderunhttps://home.dartmouth.edu/news/2023/05/years-after-el-nino-global-economy-loses-trillionsgen aus, die zu verheerenden Überschwemmungen, erntevernichtenden Dürren, sinkenden Fischbeständen und einem Anstieg tropischer Krankheiten führen. Justin Mankin, Assistenzprofessor für Geographie, und Doktorand Christopher Callahan, Forscher an der Dartmouth University, Hanover (NH), berichten in Science, El Niño werde in diesem Jahr voraussichtlich wieder auftreten, dass die finanziellen Auswirkungen dieses wiederkehrenden Klimamusters noch mehrere Jahre nach dem Ereignis anhalten und weltweit Einkommensverluste in Billionenhöhe verursachen können. (Karte: Anomalie der Meeresoberflächentemperatur im Dezember 1997 während eines starken El Niño – © NCEP, NOAA, gemeinfrei) weiterlesen…

Weniger Risiko beim Meeresspiegelanstieg

Kieler Forschende modellieren zukünftige Städteentwicklung an europäischen Küsten

Europas Küsten sind dicht besiedelt und bereits heute von den Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs betroffen. Neben traditionellen, kostenintensiven Maßnahmen zum Küstenschutz werden zunehmend auch Strategien der Raumplanung wichtiger, um Küstengemeinden vor Schäden bei Hochwasser oder Sturmfluten zu bewahren. Derartige Planungsinstrumente sind beispielsweise ein kontrollierter Rückzug oder auch die Einrichtung von „Setback-Zonen“, also Küstengebieten, in denen bestimmte bauliche Aktivitäten eingeschränkt sind. Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) führte erstmls eine europaweite Modellstudie zur Effektivität von unterschiedlichen Flächennutzungsplanungen und Setback-Zonen durch. weiterlesen…

Dem kollektiven Handeln auf der Spur

Nachhaltigkeitsforschung in einem komplexen System

Wie können Menschen kollektiv handeln, um in einem komplexen System mit der Umwelt nachhaltige Entwicklungspfade einzuschlagen? Dieser Frage geht Jun.-Prof. Dr. Wolfram Barfuss nach, laut einer Medienmitteilung vom 22.05.2023 neuer Argelander-Professor im Transdisziplinären Forschungsbereich „Innovation und Technologie für eine nachhaltige Zukunft“ (TRA Sustainable Futures) der Universität Bonn. Er entwickelt mathematische Modelle des kollektiven Lernens und verbindet verschiedene Forschungsbereiche miteinander – darunter die der Komplexen Systeme, Künstlichen Intelligenz und Sozialökologie. Das Ziel: kritische Hebelpunkte für den Übergang zur Nachhaltigkeit zu identifizieren. Barfuss und sein Team sind am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) verortet. weiterlesen…

„Arten verschwinden schneller als wir dachten”

Systematische Verzerrungen können drohenden Artenschwund verschleiern

Die Artenzahl ist kein verlässliches Maß, um Ökosysteme zu überwachen. Eine Untersuchung von Lucie Kuczynski und Helmut Hillebrand der Universität Oldenburg zeigt, dass systematische Verzerrungen eine drohende Abnahme der Artenvielfalt verschleiern können. Scheinbar gesunde Ökosysteme mit konstanter oder sogar steigender Artenzahl können bereits auf dem Weg in einen schlechteren Zustand mit weniger Arten sein. Selbst in langjährigen Datenreihen können sich solche Umbrüche erst mit Verzögerung zeigen. Grund dafür sind systematische Verzerrungen der zeitlichen Trends in der Artenzahl, wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, die am 05.06.2023 open access in Nature Ecology & Evolution veröffentlicht wurde. weiterlesen…

Treibhausgasemissionen so hoch wie nie – Erde erwärmt sich schneller als je

Verlässliche Indikatoren über den Zustand des Klimas fehlen – Bericht von Piers Forster, Direktor des Priestley International Centre for Climate, Universität Leeds, in THE CONVERSATION

Die Treibhausgasemissionen sind so hoch wie nie zuvor: Die jährlichen Emissionen entsprechen 54 Milliarden Tonnen Kohlendioxid. Die Menschheit hat die Oberflächentemperaturen seit den späten 1800er Jahren um 1,14 °C erwärmt – und diese Erwärmung nimmt mit einer beispiellosen Geschwindigkeit von mehr als 0,2 °C pro Jahrzehnt zu. Die höchsten Temperaturen, die über Land gemessen werden (was Klimawissenschaftler als maximale Landoberflächentemperaturen bezeichnen), steigen doppelt so schnell an. Und es sind diese Temperaturen, die für die von den Menschen empfundene Rekordhitze oder das Aufflammen von Waldbränden am wichtigsten sind – schreibt Piers Forsten am 08.06.2023 in THE CONVERSATION. weiterlesen…

Klimaschutz braucht funktionierende Kapitalmärkte

Ausgefeiltes Rechenmodell identifiziert acht verschiedene Kanäle

Wenn Kredite zu teuer sind, bremst das die Energiewende. Eine neue, am 22.05.2023 im  Journal of the Association of Environmental and Resource Economists (JAERE) publizierte Untersuchung betrachtet jetzt einen wichtigen Aspekt beim Kampf gegen die Erderhitzung: die Unterstützung durch funktionierende Kapitalmärkte. Banken sammeln Ersparnisse und stellen sie als Kredite bereit – und je größer die Differenz zwischen Spar- und Kreditzinsen ist, desto teurer sind Investitionen zum Beispiel in fossilfreie Stahlwerke, Stromerzeugung oder Heizanlagen. Die Studie wurde erstellt vom Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) und vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. weiterlesen…

Diagnosewerkzeug für die Energiewende online

Ist die Energiewende auf Kurs?

Ein neues Werkzeug von Klimaforschern zeigt ab sofort an, wo es bei der Energiewende hakt. Der „Transformations-Tracker“ ist heute online gegangen. Wenn Deutschland bis 2045 klimaneutral werden will, muss das Energiesystem in nie dagewesenen Tempo umgebaut werden. Der Transformation-Tracker nimmt rund 40 konkrete Schlüsselindikatoren für den Fortschritt der Energiewende in den Blick und vergleicht Ist-Daten mit Zielpfaden aus den Ariadne-Szenarien. Wie der Vize-Leiter des Ariadne-Projekts und Experte des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Gunnar Luderer, sagte, sind die Ergebnisse ziemlich ernüchternd. „Unsere Analysen zeigen: Um auf Kurs zur Klimaneutralität zu kommen, geht es mit den Fortschritten der Energiewende in den meisten Bereichen zu langsam voran.“ weiterlesen…

Die Zwei-Grad-Grenze reicht nicht aus

Warum die Welt den Temperaturanstieg unter 1 °C halten muss

von Jonathan Bamber, Professor für Glaziologie und Erdbeobachtung, Universität von Bristol
und Christian Breyer, Professor für Solarwirtschaft, Technische Universität Lappeenranta

Das Pariser Klimaabkommen von 2015 war ein historischer Schritt in Richtung einer sichereren Zukunft für die Menschheit auf der Erde. Es zielte darauf ab, die globale Erwärmung unter 2° C über dem vorindustriellen Niveau zu halten und den Anstieg nach Möglichkeit auf 1,5° C zu begrenzen. Es wurde von 196 Konferenzteilnehmern aus aller Welt unterzeichnet, welche die überwältigende Mehrheit der Menschheit repräsentierten. Heute erscheinen, so am 14.06.2023 ein Artikel in THE CONVERSATION (creativecommons), die 1,5 Grad nicht mehr ausreichend. weiterlesen…

Wie wichtig ist Biodiversität für Einzelne und Gesellschaft?

Neues EU-Projekt

Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) leitet seit 14.06.2023 ein neues europaweites Forschungsprojekt über soziale Aspekte der Artenvielfalt. Ziel ist ein besseres Verständnis dafür, wie Menschen Biodiversität wahrnehmen und welche Rolle dies bei der Entscheidungsfindung auf individueller und gesellschaftlicher Ebene spielt. Gemeinsam mit 16 internationalen Partnern aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sollen in „PLANET4B“ neue Maßnahmen erprobt werden, die ein Umdenken ermöglichen. Das Projekt wird im Rahmen von „Horizon Europe“ mit rund fünf Millionen Euro gefördert. weiterlesen…