Schlögl: Tempo rettet Klima nicht

Vortrag im renommierten Mülheimer „Haus Urge“

Rhetorisch versierte Persönlichkeiten seien schon viele zu Gast im Mülheimer Haus Urge gewesen, in das der Hausherr Zenit AG regelmäßig einlade, schreibt Andreas Heinrich in der WAZ. Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Institutes für Chemische Energiekonversion sprach jetzt an der Stelle, wo einst der Industrielle Hugo Stinnes residierte (heute noch eher bekannt durch die nach ihm und seiner Frau Cläre benannte Stiftung). Heinrich: „Schlögl redet etwa eine Stunde, ohne Punkt und Komma. Es ist  s e i n  Thema: Energiewende, Gewinnung von Energie, Speicherung, Nachhaltigkeit, Machbares.“ weiterlesen…

Kostspieliges Zaudern

Zuwarten beim Klimaschutz kann teurer kommen als Finanzkrise

Weitere Verzögerungen bei den Bemühungen um einen internationalen Klimavertrag mit umfassenden Emissionsminderungen könnten die kurzfristigen Kosten der Bekämpfung des Klimawandels beträchtlich erhöhen. Wenn erst nach 2030 gehandelt wird, könnte das globale Wirtschaftswachstum sich im ersten Jahrzehnt nach der Einführung einer umfassenden Klimapolitik bis zu 7 Prozent verringern — verglichen mit 2 Prozent, falls eine Klimavereinbarung bereits 2015 getroffen wird. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Höhere Kosten würden wiederum für Entscheidungsträger die Schwelle für den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft erhöhen. Um Klimaziele erreichbar zu halten, scheint es deshalb sehr wichtig, Vermeidungsmaßnahmen nicht weiter aufzuschieben, so die Wissenschaftler. weiterlesen…

Auswirkungen der Klimapolitik auf fossile Energiemärkte

Einnahmen durch angemessene CO2-Preise wären größer als Verluste der Eigner fossiler Brennstoffe

Wenn CO2 einen vernünftigen Preis bekäme, wären die weltweiten Einnahmen größer als die Verluste der Eigentümer fossiler Brennstoffe, wenn die deshalb im Boden verblieben. Denn diese Folge hätte eine Stabilisierung der globalen Erwärmung bei etwa zwei Grad Celsius durch eine drastische Emissionsreduktion. Das Instrument der Bepreisung globaler CO2-Emissionen könnte nämlich in diesem Jahrhundert zu Einnahmen von 24 Billionen Euro führen – deutlich mehr als die 9 Billionen Euro, um welche die Einnahmen der Besitzer von fossilen Brennstoffen schrumpfen würden, so eine jetzt veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die Analyse liefert Schlüsselinformationen und ergänzt damit die Debatte über die makroökonomischen Effekte einer Eindämmung des Klimawandels. weiterlesen…

Solarzellen nutzen Wärmestrahlung

PV-Forschung: Fraunhofer ISE entwickelt Hochkonverter zur Nutzung von Wärmestrahlung in zweiseitigen Solarzellen

Die Wärmestrahlung der Sonne ist für Silizium-Solarzellen größtenteils verloren. Hochkonverter jedoch wandeln die Infrarotstrahlung in nutzbares Licht um. Forscher nutzen diesen Effekt nun erstmals für die Stromerzeugung. weiterlesen…

MPG: Neuartige Membran für Klimaschutz

Zur Gastrennung und -anreicherung und für leistungsfähigere Gasfilter

Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) um Direktor Hans-Jürgen Butt und Projektleiterin Doris Vollmer hat eine neue Art Membran entwickelt, mit der Gase wie CO2 nach Wunsch in Flüssigkeiten und Gasen angereichert oder aus ihnen herausgelöst werden können. Der wissenschaftliche Durchbruch wurde im Fachjournal „Nature Communications“ bekanntgegeben. weiterlesen…

1,3 Millionen junge Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Dringend gesucht: MINT-Fachkräfte

Es klingt wie ein Alarmruf: Seit Jahren fehlen Ingenieure, Ärzte, Medizintechniker, Chemikanten, Mechatroniker, Schweißer und Lageristen. Bis 2020 werden rund 600.000 beruflich qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, um diejenigen zu ersetzen, die aus Altersgründen ausscheiden. Bundesregierung und Nationales MINT-Forum wollen das jetzt (endlich) ändern. weiterlesen…

Neu: LED-basierter Solarmodultester

Fraunhofer CSP und LED‘S arbeiten an Reduzierung optischer Verluste durch Kombination innovativer Solarmodultechnologien

Die WAVELABS Solar Metrology Systems GmbH entwickelt einen LED-basierten Solarsimulator für Solarmodule. Das Leipziger Unternehmen wird dabei mit dem Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP kooperieren. WAVELABS und Fraunhofer CSP unterzeichneten eine entsprechende Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich Produktspezifikation und Qualifizierung des neuen Solarsimulators, der Anfang 2015 Serienreife erlangen soll. weiterlesen…

Biomasse vom BMU breit gefördert

BMU-Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“

Im Zusammenspiel der Erneuerbaren Energien hat die energetische Nutzung von Biomasse neben Windkraft und Solarenergie in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. Ohne die Bioenergie kann eine Transformation des Energiesystems von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern kaum gelingen – bietet sie doch flexible, dezentrale und effiziente Lösungen zur Bereitstellung von Wärme, Strom und Kraftstoffen. Für einen nachhaltigen Marktausbau der Bioenergie bedarf es jedoch noch weiterer Impulse in der Technologieentwicklung sowie innovativer Konzepte für die Nutzung von Biomasse als Energieträger. Das BMU-Förderprogramm „Energetische Biomassenutzung“ zeigt hier neue Wege zur effizienten Bioenergie auf. weiterlesen…

TU Wien: CO2-freies Verbrennen

Forscher arbeiten in SUCCESS an revolutionärer Methode

Dass CO2 entsteht, lässt sich oft nicht vermeiden. Das könnte sich jetzt ändern: Im Labor des Instituts für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften der TU Wien steht die weltgrößte CLC-(Chemical Looping Combustion)-Anlage zum Verheizen von Brennstoffen (wie etwa Erdgas) ohne CO2-Emission – teilte die TU jetzt mit. Chemical Looping Combustion bedeutet ein revolutionäres Verbrennungsverfahren mit CO2-freier Abluft – fast ohne zusätzlichen Energieaufwand. Nun leitet die TU Wien das neue Forschungsprojekt „SUCCESS“ mit einem Gesamtvolumen von zehn Millionen Euro – sieben davon von der EU. weiterlesen…

Astronautennahrung und Energiequelle

Algen: Wundermittel aus dem Wasser

Als schmackhafte Zutat im Sushi oder als lästige Plage im Gartenteich, so sind uns Algen bislang bekannt. Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Fraunhofer IGB in Stuttgart wollen sich damit nicht begnügen: Sie erproben ihre Verwendung für den Treibstofftank, für Kosmetikprodukte – und sogar für Weltraumflüge. weiterlesen…