Klimawandel befeuert Tropenstürme

Meteorologen und Klimaforscher einig – Taifun „Haiyan“ hat mit Klimawandel zu tun

Der Taifun „Haiyan“, der die Philippinen teilweise verwüstete, sei allein kein Beleg für die drohende Klimakatastrophe – er passe aber „ins Bild des Klimawandels“, so der Sprecher des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Gerhard Lux. Die Erderwärmung beschleunige auch die atmosphärischen Prozesse, so Lux – „Haiyan“ habe sich bei 30 Grad Wassertemperatur über dem Pazifischen Ozean aufgeheizt. Susanne Haeseler und Christiana Lefebvre schreiben in einer ersten DWD-Bilanz,  alle Taifune, die seit 1945 gesichtet wurden, hätten sich beim Auftreffen auf den Inselstaat abgeschwächt. Allein „Haiyan“ habe die Energie beibehalten. weiterlesen…

Max-Planck-Forschungspreis verliehen

Chris Field und Markus Reichstein für Forschung zum Einfluss des Klimawandels auf Ökosysteme

Chris Field (li.) und Markus Reichstein wurden für ihre Forschung zum Einfluss des Klimawandels auf Ökosysteme mit dem Max-Planck-Forschungspreis 2013 ausgezeichnet. Chris Field ist Gründungsdirektor der Abteilung für Globale Ökologie der Carnegie Institution und Professor der Stanford University, Markus Reichstein ist Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena. weiterlesen…

MPG: Open Access ist nicht zu stoppen

Zehn Jahre nach Abschluss der Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen blickt Peter Gruss auf Fortschritte bei Open Access zurück und benennt Herausforderungen

Facebook existierte nicht, an den Kurznachrichtendienst Twitter, der nun ganz selbstverständlich im Fernsehen zitiert wird, dachte niemand. Doch das Internet war im Jahr 2003 bereits ein wichtiger Faktor. Eben weil es erstmals ermöglichte, Informationen allumfassend für jedermann frei verfügbar zu machen, unterzeichnete die Max-Planck-Gesellschaft vor zehn Jahren mit den deutschen Wissenschaftsorganisationen und weiteren nationalen wie internationalen Institutionen die Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlichem Wissen. Seither entfaltet sie große Wirkmacht und ist ein Grundpfeiler der Open-Access-Bewegung. Nicht nur das Ziel des offenen Zugangs wurde formuliert, sondern auch konkrete Maßnahmen.
weiterlesen…

Wieder ein Weltrekord – jetzt bei CIGS

ZSW stellt Weltrekord-Solarzelle her – Dünnschicht-Photovoltaik überholt mit 20,8 Prozent Wirkungsgrad multikristalline Siliziumtechnologie – nur noch CPV vorne

Im Wettlauf um eine höhere Stromausbeute von Solarzellen hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) einen neuen Weltrekord erzielt. Das Stuttgarter Institut verbesserte den Wirkungsgrad für CIGSDünnschichtsolarzellen auf 20,8 Prozent. Der Rekordwert für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie übertrifft erstmals auch die Effizienz der im Markt vorherrschenden multikristallinen Siliziumsolarzellen. Die neuen Forschungsergebnisse aus Baden-Württemberg sollen die Kosten für Solarstrom künftig noch weiter senken.
weiterlesen…

Schlögl: Tempo rettet Klima nicht

Vortrag im renommierten Mülheimer „Haus Urge“

Rhetorisch versierte Persönlichkeiten seien schon viele zu Gast im Mülheimer Haus Urge gewesen, in das der Hausherr Zenit AG regelmäßig einlade, schreibt Andreas Heinrich in der WAZ. Prof. Robert Schlögl, Direktor des Max-Planck-Institutes für Chemische Energiekonversion sprach jetzt an der Stelle, wo einst der Industrielle Hugo Stinnes residierte (heute noch eher bekannt durch die nach ihm und seiner Frau Cläre benannte Stiftung). Heinrich: „Schlögl redet etwa eine Stunde, ohne Punkt und Komma. Es ist  s e i n  Thema: Energiewende, Gewinnung von Energie, Speicherung, Nachhaltigkeit, Machbares.“ weiterlesen…

Kostspieliges Zaudern

Zuwarten beim Klimaschutz kann teurer kommen als Finanzkrise

Weitere Verzögerungen bei den Bemühungen um einen internationalen Klimavertrag mit umfassenden Emissionsminderungen könnten die kurzfristigen Kosten der Bekämpfung des Klimawandels beträchtlich erhöhen. Wenn erst nach 2030 gehandelt wird, könnte das globale Wirtschaftswachstum sich im ersten Jahrzehnt nach der Einführung einer umfassenden Klimapolitik bis zu 7 Prozent verringern — verglichen mit 2 Prozent, falls eine Klimavereinbarung bereits 2015 getroffen wird. Dies zeigt eine Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Höhere Kosten würden wiederum für Entscheidungsträger die Schwelle für den Übergang zu einer kohlenstoffärmeren Wirtschaft erhöhen. Um Klimaziele erreichbar zu halten, scheint es deshalb sehr wichtig, Vermeidungsmaßnahmen nicht weiter aufzuschieben, so die Wissenschaftler. weiterlesen…

Auswirkungen der Klimapolitik auf fossile Energiemärkte

Einnahmen durch angemessene CO2-Preise wären größer als Verluste der Eigner fossiler Brennstoffe

Wenn CO2 einen vernünftigen Preis bekäme, wären die weltweiten Einnahmen größer als die Verluste der Eigentümer fossiler Brennstoffe, wenn die deshalb im Boden verblieben. Denn diese Folge hätte eine Stabilisierung der globalen Erwärmung bei etwa zwei Grad Celsius durch eine drastische Emissionsreduktion. Das Instrument der Bepreisung globaler CO2-Emissionen könnte nämlich in diesem Jahrhundert zu Einnahmen von 24 Billionen Euro führen – deutlich mehr als die 9 Billionen Euro, um welche die Einnahmen der Besitzer von fossilen Brennstoffen schrumpfen würden, so eine jetzt veröffentlichte Studie von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Die Analyse liefert Schlüsselinformationen und ergänzt damit die Debatte über die makroökonomischen Effekte einer Eindämmung des Klimawandels. weiterlesen…

Solarzellen nutzen Wärmestrahlung

PV-Forschung: Fraunhofer ISE entwickelt Hochkonverter zur Nutzung von Wärmestrahlung in zweiseitigen Solarzellen

Die Wärmestrahlung der Sonne ist für Silizium-Solarzellen größtenteils verloren. Hochkonverter jedoch wandeln die Infrarotstrahlung in nutzbares Licht um. Forscher nutzen diesen Effekt nun erstmals für die Stromerzeugung. weiterlesen…

MPG: Neuartige Membran für Klimaschutz

Zur Gastrennung und -anreicherung und für leistungsfähigere Gasfilter

Ein Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) um Direktor Hans-Jürgen Butt und Projektleiterin Doris Vollmer hat eine neue Art Membran entwickelt, mit der Gase wie CO2 nach Wunsch in Flüssigkeiten und Gasen angereichert oder aus ihnen herausgelöst werden können. Der wissenschaftliche Durchbruch wurde im Fachjournal „Nature Communications“ bekanntgegeben. weiterlesen…

1,3 Millionen junge Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Dringend gesucht: MINT-Fachkräfte

Es klingt wie ein Alarmruf: Seit Jahren fehlen Ingenieure, Ärzte, Medizintechniker, Chemikanten, Mechatroniker, Schweißer und Lageristen. Bis 2020 werden rund 600.000 beruflich qualifizierte Arbeitskräfte fehlen, um diejenigen zu ersetzen, die aus Altersgründen ausscheiden. Bundesregierung und Nationales MINT-Forum wollen das jetzt (endlich) ändern. weiterlesen…