UBA: Insellösung nur in Ausnahmen praktikabel

Lokale Autarkie nur und günstigen Bedingungen möglich

Die lokale Eigenversorgung mit Strom als Insel ohne Anschluss an das Stromnetz, sei für Städte und Gemeinden nur in Einzelfällen möglich. Insbesondere der Strombedarf für Industrie und Gewerbe lasse sich mit diesem Konzept nicht decken. Zu diesem Ergebnis kommt das Umweltbundesamt (UBA) in seiner Studie „Modellierung einer vollständig auf erneuerbaren Energien basierenden Stromerzeugung im Jahr 2050 in autarken, dezentralen Strukturen“. Dabei sei in einem externen Gutachten für das Jahr 2050 die technisch-ökologische Machbarkeit einer Energieversorgung untersucht worden, in welcher der Strom innerhalb von kleinräumigen, dezentralen Strukturen wie Städten, Stadtteilen oder Gemeinden jeweils autark produziert wird. Diese Gebiete seien dabei weder untereinander noch nach außen hin über Stromleitungen vernetzt gewesen. Zur Deckung des jeweiligen Strombedarfs würden also ausschließlich die vor Ort vorhandenen Potenziale der erneuerbaren Energien genutzt, was mit der Notwendigkeit von Elektrizitätsspeichern einhergehe. weiterlesen…

Fernerkundung für Klimamodelle

KIT-Klimaforscher weisen Genauigkeit von Fernerkundungsmessungen nach – Projekt MUSICA

Der Wasserhaushalt der Troposphäre, der untersten Schicht der Erdatmosphäre, bestimmt das Wetter und spielt eine zentrale Rolle bei Klimaveränderungen. Einblick in die zugrundeliegenden Mechanismen bietet die Isotopenzusammensetzung des Wasserdampfes, also das Verhältnis leichter und schwerer Wassermoleküle. Klimaforscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) sammeln die erforderlichen Daten sowohl mit Messungen vor Ort (in-situ) als auch mit Fernerkundungsinstrumenten, etwa per Satellit. In einer aktuellen Kampagne kombinierten sie beide Methoden: Dabei konnten sie erstmals die Genauigkeit der Fernerkundungsmessungen nachweisen.
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Verhandlungen über Hamm-Uentrop abgeschlossen

Bundesregierung: Rückbau-Finanzierung nicht geregelt

Die Verhandlungen zum Thorium-Hochtemperatur-Reaktor Hamm-Uentrop (THTR) sind abgeschlossen. Der aktuelle Entwurf der 3. Endlagervorausleistungen bis 2022 sieht vor, dass die Kosten jeweils zu einem Drittel von Bund, Land Nordrhein-Westfalen (NRW) und den Gesellschaftern getragen werden, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/14588) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/14482). Damit erfolge eine Entlastung bei den Eigenmitteln der Betreibergesellschaft des THTR, der Hochtemperatur-Kernkraftwerk GmbH (HKG), aus denen der Betrieb des sicheren Einschlusses und die Zwischenlagerung der abgebrannten Brennelemente für einen längeren Zeitraum finanziert werden können. Die Finanzierung des Rückbaus werde mit dieser Vereinbarung jedoch nicht geregelt, schreibt die Bundesregierung. weiterlesen…

Zukunft des Wissenschaftssystems

Zukunftspakt für die Wissenschaften

Der Vorsitzende des Wissenschaftsrats, Professor Wolfgang Marquardt, hat Bund und Länder zu weiteren gemeinsamen Anstrengungen im Rahmen eines „Zukunftspakts“ für die Wissenschaften in Deutschland aufgerufen. Der Wissenschaftsrat habe sich gefragt, „wie ein leistungsfähiges Wissenschaftssystem in zehn oder 15 Jahren aussehen soll“, sagte Marquardt am 03.09.2013 im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Bundestages mit Blick auf die Empfehlungen zur Zukunft des Wissenschaftssystems. weiterlesen…

Fraunhofer-Studie: Nutzenwirkung der Marktprämie

Erste Ergebnisse im Rahmen des Projekts „Laufende Evaluierung der Direktvermarktung von Strom aus Erneuerbaren Energien“

Die Marktprämie hat im ersten Jahr ihres Bestehens Entwicklungen angestoßen, die für die mittelfristige Marktintegration der Erneuerbaren Energien sehr wichtig sind. Die Marktprämie eröffnet neuen Akteuren den Handel mit Strom aus Erneuerbaren Energien und kann so Wettbewerb und Innovation auf dem Stromhandelsmarkt schaffen,

  • gibt Impulse dafür, die Einspeisung aus Erneuerbaren Energien genauer zu prognostizieren,
  • setzt Anreize, steuerbare und soweit möglich fluktuierende Erneuerbaren Energien-Anlagen bedarfsorientiert einzuspeisen und insbesondere Anlagen abzuregeln, wenn ein Überangebot von Strom besteht und die Börsenpreise negativ sind,
  • kann so perspektivisch die EEG-Umlage entlasten,
  • integriert Erneuerbare Energien in die Regelenergiemärkte, wo diese für zu-sätzlichen Wettbewerb sorgen und verringert damit mittelfristig die konventi-onelle Mindesteinspeisung (sog. must-run-Anlagen).

Diese ersten Erfahrungen mit der Marktprämie zeigen, dass sie einen substanziellen Beitrag zur Marktintegration Erneuerbarer Energien leisten kann. weiterlesen…

Sonnenkraft für Sensorknoten

Mini-Solarzellen speisen Drahtlos-Netzwerke

Winzige Solarzellen, die direkt auf einen Siliziumchip aufgebracht werden, könnten zukünftig drahtlose Sensornetze effizient und zuverlässig mit Strom versorgen. Diese Entwicklung erleichtert vor allem großflächige Anwendungen, etwa in der Landwirtschaft oder beim Brandschutz.  Das haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme IMS herausgefunden. weiterlesen…

Ozeanversauerung mit Folgen fürs Klima

Wissenschaftler werten das Ausmaß aus

Bereits zum Ende dieses Jahrhunderts könnte die Ozeanversauerung das Ökosystem unserer Meere verändern. Biologen des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), haben deshalb erstmals das Ausmaß dieser bedrohlichen Veränderung bewertet. In einer neuen Studie haben sie alle verfügbaren Daten über die Reaktion von Meerestieren auf die Ozeanversauerung zusammengetragen und analysiert. Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass zwar die meisten der untersuchten Tierarten von der Ozeanversauerung betroffen, die jeweiligen Auswirkungen jedoch sehr artspezifisch sind. Die Ergebnisse der AWI-Forscher erschienen am 25.08.2013 online bei Nature Climate Change. weiterlesen…

Blicke in die Klimazukunft

Vorhersagen über mehrere Jahre möglich: Meeresforscher bilden Klimaschwankungen nach – Klimaumschwünge im Pazifik verhindern Anstieg der Erdtemperatur

Werden die Winter bei uns in Deutschland in den kommenden Jahren eher warm oder kalt ausfallen? Von zuverlässigen Prognosen dieser Art ist man noch weit entfernt. Meeresforscher unter Federführung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel ist es nun aber erstmals gelungen, Klimaumschwünge im Pazifik erfolgreich nachzubilden. Diese beeinflussen auch die globale Durchschnittstemperatur der Erde. So ist der letzte Umschwung in den 90iger Jahren einer der Gründe dafür, dass die Erdtemperatur seit 1998 nicht weiter gestiegen ist. Die Studie ist in der online-Ausgabe in der amerikanischen Fachzeitschrift Journal of Climate erschienen und zeigt das Potenzial für langzeitliche Klimavorhersagen. weiterlesen…

Achtmal Nachhaltigkeit preisgekrönt

Preisträger der diesjährigen GreenTec Awards feierlich ausgezeichnet

In der Hauptstadtrepräsentanz der Deutschen Telekom wurden am 30.08.2013 die Preisträger der diesjährigen GreenTec Awards feierlich ausgezeichnet. Unter den Gästen viele Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Medien. Im Lichthof präsentierten die GreenTec Awards technische und kulinarische Highlights. Schirmherr Bundesumweltminister Altmaier eröffnete den Abend. Mehr als 100 Journalisten und 800 geladene Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien erlebten die Vergabe der begehrten Awards. Mehr als 100 Partner, über 60 Botschafter und 30 Aussteller ermöglichten die außergewöhnliche Veranstaltung, die so umweltfreundlich wie möglich umgesetzt wurde. weiterlesen…