Warnschuss: Vier Grad drohen

Kurz vor neuem IPCC-Bericht

Während die Klimaskeptiker einander in verharmlosendem Schaulaufen übertreffen, warnen zwölf Wissenschaftler der im Februar gegründeten Earth League in einem Appell davor, dass sich die Atmosphäre noch in diesem Jahrhundert um vier Grad erwärmen könnte, wenn die Welt auf ihrem bisherigen fossilen Entwicklungspfad bleibt. Die Unterzeichner: Joachim Schellnhuber, Chef des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung, Guy Brasseur, Direktor des Climate Service Center Hamburg und Jennifer Morgan vom World Resources Instiute in Washington, außerdem Mario Molina, Brian Hoskins, Carlos Nobre, Peter Schlosser, Veerabhadran Ramanathan, Nebojsa Nakicenovic, Youba Sokona und Leena Srivastava. weiterlesen…

Lesehinweis: Seltene Elemente und Energiewende

„Mögliche Knappheit seltener Elemente für die Energiewende“

Ein Aufatz von Alex M. Bradshaw, Benjamin Reuter und Thomas Hamacher in GREEN

Zusammenfassung: In den nächsten Jahrzehnten wird eine globale Verschiebung der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen und Kernspaltung hin zu verschiedenen Formen der erneuerbaren Energien erwartet. Dieser Prozess wird jedoch von einer starken Nachfrage nach seltenen Rohstoffen begleitet, die keine Energieträger sind, die aber für die Erzeugung, Speicherung, Übertragung und Nutzung dieser Energieformen gebraucht werden. Einige dieser Rohstoffe sind potenziell erschöpflich, andere werden bereits, ob zu Recht oder zu Unrecht, als geochemisch „knapp“ angesehen.
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Arktiseis geringer geschmolzen – doch keine Trendwende

Eisfläche größer als 2012

Die arktische Eisfläche ist in diesem Sommer zwar größer als im Vorjahr zur gleichen Zeit, aber ihre Dicke nimmt ab, berichtet der Berliner Tagesspiegel. Forscher vermuten, dass sie im Schnitt statt früher mehr als zwei Meter jetzt nur noch einen misst. Bei der großen Sommerschmelze hat das arktische Eis 2013 das Rekordminimum von 2012 nicht erreicht. Die Eisfläche ist wieder größer, aber eine Trendwende sehen Forscher darin nicht. weiterlesen…

Asket unter Verbrennungsmotoren

Erdgas-Diesel-Hybrid emittiert halb so viel CO2

Wissenschaftler der ETH Zürich haben einen Verbrennungsmotor entwickelt, der bei gleicher Leistung bis zur Hälfte weniger CO2 ausstösst. Sein äquivalenter Benzinverbrauch ist geringer als 2,4 Liter pro 100 Kilometer. Der Erdgas-Diesel-Hybridmotor funktioniert dank einer ausgeklügelten Regelungstechnik. weiterlesen…

Kabellose Ladung

Hocheffizientes induktives Ladesystem für Elektrofahrzeuge entwickelt

Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg haben ein hocheffizientes System zur induktiven Ladung von Elektrofahrzeugen entwickelt. Die Energieübertragung an die Fahrzeugbatterie erfolgt dabei kontaktlos über ein Magnetfeld zwischen zwei Spulen. Die stationäre Spule wird in die Straße oder den Parkplatz eingelassen, während die zweite, mobile Spule in den Fahrzeugboden integriert wird. weiterlesen…

„Verändern durch Wissen“

IASS-Buch: „Chancen und Herausforderungen demokratischer Beteiligung: von Stuttgart 21 bis zur Energiewende“

Immer häufiger wollen sich Bürger in politische Entscheidungsprozesse einbringen. Diese Beteiligungen – wie etwa die Proteste um das Bahnprojekt „Stuttgart 21“, bei den Ausbauplänen zum Frankfurter Flughafen sowie in der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ – sind Ausdruck einer grundlegenden Veränderung des Demokratieverständnisses. Der Rolle von Wissen kommt bei einem stärkeren bürgerlichen Engagement eine zentrale Bedeutung zu: Über das klassische Expertenwissen hinaus können wichtige Fachkenntnisse, Erfahrungen und Einsichten aus verschiedenen Perspektiven in die Entscheidungsfindung eingebracht werden. Diesem Thema widmet sich das von Prof. Dr. Klaus Töpfer, IASS-Exekutivdirektor, sowie Dr. Dolores Volkert und Ulrich Mans herausgegebene Buch, das am 09. 09.2013 in der Berliner Max-Planck Science Gallery von Töpfer, Volker Hauff, Ex-Bundesminister für Wissenschaft und Technologie, und Günther Bachmann, Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, vorgestellt wurde. weiterlesen…

Forschungsministerium fördert neue Projekte

Antragsfrist läuft für Projekte über nachhaltiges Wirtschaften und Klima

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt neue Fördergelder für Projekte zur Untersuchung nachhaltigen Wirtschaftens und der Auswirkungen des Klimawandels untersuchen.  Im Rahmen des Programms „Forschung für Nachhaltige Entwicklungen“ (FONA) ergänzt das BMBF bisherige Programme. Gefördert werden nun Forschungen, die „Unternehmen und Konsumenten als Gestalter des sozial-ökologischen Wandels“ untersuchen, sowie „Systemische Fragen zur Transformation des Wirtschaftssystems“. Anträge können bis zum 22. November eingereicht werden, Projektträger ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt. weiterlesen…

Neu: einfache Formel für Wirkungsgrade von Energiespeichern

Energie speichern, aber wie?

Die ortsunabhängige und kostengünstige Speicherung elektrischer Energie in der Größenordnung des Tagesverbrauchs einer Großstadt ist ein ungelöstes Problem der Energietechnik. Ohne dessen Lösung wird die Integration regenerativer Energiequellen in den vorhandenen Energiemix nicht gelingen. Weder Pumpspeicherwerke noch Batteriespeicher oder Druckluftspeicherkraftwerke erlauben es, solche Energiemengen unabhängig von den geologischen Eigenschaften eines Standorts und zu niedrigen Preisen zu speichern. weiterlesen…

Mit PV in den Sonnengürtel der Erde

Steigende Bedeutung von Entwicklungs- und Schwellenländern für Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Nachfrage nach Erneuerbaren Energien nimmt weltweit zu. Die Internationale Energieagentur geht davon aus, dass weltweit bis 2030 mehr als ein Viertel des Energieverbrauchs durch erneuerbare Energien gedeckt werden kann. Bis 2015 rechnet die Solarwirtschaft mit einer Steigerung der weltweit jährlich neu installierten Solarstromleistung von 31 Gigawattpeak (GWp) im Jahr 2012 auf rund 50 GWp. Damit würde sich die weltweit installierte Leistung innerhalb von drei Jahren auf über 200 GWp mehr als verdoppeln. Um das Potenzial der Photovoltaik auszuschöpfen, gilt es, sehr sonnenreiche Gebiete wie Wüstenregionen viel stärker als bisher zu nutzen. weiterlesen…

Organotextile Katalyse – Katalysatoren auf Nylon

Einfache Textilien lassen sich mit Katalysatoren für komplexe chemische Reaktionen funktionalisieren

Manche medizinische Wirkstoffe, aber auch andere chemische Verbindungen könnten sich künftig deutlich einfacher herstellen lassen als bisher. Ein internationales Team um Chemiker des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr hat auf denkbar einfache Weise diverse Katalysatoren auf Nylon fixiert. Katalysatoren vermitteln zwischen den Partnern einer chemischen Reaktion und steuern den Prozess zu einem gewünschten Endprodukt. Mit Stoff als Trägermaterial der chemischen Hilfsmittel kann eine Reaktion an einer großen Oberfläche ablaufen, wodurch ihre Effizienz steigt. Einer der Katalysatoren, den die Forscher auf Tuchfühlung brachten, ist bei der Synthese eines Arzneiwirkstoffes wichtig, lässt sich bisher aber nur in gelöster Form einsetzen – das macht den Herstellungsprozess sehr aufwändig. Die organotextile Katalyse könnte die Synthese deutlich vereinfachen. Ähnliche Vorteile sind auch für andere chemische Prozesse zu erwarten. weiterlesen…