Energie sparen – wann, wenn nicht jetzt?

Felix Creutzig in Nature: Angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs schlägt Stunde der „nachfrageseitigen Klimalösungen“

Dass wir nicht nur das Energie-Angebot fossilfrei machen, sondern auch die Energie-Nachfrage dämpfen müssen, war eine Kernbotschaft des jüngsten Berichts des Weltklimarats. Erstmals gab es ein Kapitel zu „nachfrageseitigen Klimalösungen“, bei denen die Politik auf Verhaltensänderungen bei Mobilität, Wohnen und Ernährung zielt. Jetzt sagt der für dieses Kapitel federführende Wissenschaftler, welchen Stellenwert solche Lösungen im Kontext der aktuellen Energiepreiskrise haben könnten. Der dreiseitige Meinungsartikel von Felix Creutzig, Koordinierender Leitautor des Weltklimarats und Gruppenleiter am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), wurde am 13.06.2022 in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Straßen deutscher Städte neu gedacht

„Manifest der freien Straße“ veröffentlicht

Seit mehr als 70 Jahren dominiert das private Auto den öffentlichen Raum deutscher Städte. Eine kreativ-wissenschaftliche Allianz unter Beteiligung der Technischen Universität (TU) Berlin veröffentlichte einer TU-Medienmitteilung vom 17.06.2022 zufolge nun ein Manifest, um dieses Dogma zu durchbrechen: Das „Manifest der freien Straße“ beschreibt in sieben Thesen eine chancenreiche Zukunft für die Menschen in den Städten, wenn der öffentliche Raum radikal neu gedacht wird. Die Allianz ruft dazu auf, Pionier zu werden und den dringend benötigten Änderungsprozess mit anzustoßen. (Bilder: Vollgeparkt/Zukunftsvision – © (li) Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, (re) –strassen-befreien.de – Manifest der freien Straße / paper planes e.V. ) weiterlesen…

Lebensdauer von Bauwerken verlängern

Ingenieurmodell für Haltbarkeit von Stahlkonstruktionen

Der ressourcenschonende Stahlbau bringt Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit. Im Zuge der Energiewende steht zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien im Fokus. Starke Winde oder große Lasten beanspruchen jedoch die Stahlkonstruktionen von Windenergieanlagen, Brücken oder großen Maschinen. Das führt zur Werkstoffermüdung und Rissen oder Brüchen an deren Schweißnähten. Die Lebensdauer von Bauwerken zu verlängern und Konstruktionen ressourcenschonender zu erstellen, das ist Ziel des Forschungsprojekts MOBEKO der Hochschule München (früher Fachhochschule München). weiterlesen…

Dünnschicht-Photovoltaik: Effizient und vielseitig im Doppelpack

Solarzellen übereinander zu stapeln, steigert Wirkungsgrad

Forschende am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern im EU-Projekt PERCISTAND nun Perowskit/CIS-Tandem-Solarzellen mit einem Wirkungsgrad von fast 25 Prozent hergestellt – dem bis jetzt höchsten für diese Technologie. Zudem sorgt die Materialkombination für Leichtigkeit und Vielseitigkeit, so dass der Einsatz dieser Tandem-Solarzellen auch an Fahrzeugen, tragbaren Geräten sowie falt- oder rollbaren Vorrichtungen vorstellbar ist. Die Forschenden stellen ihre Arbeit am 08.06.2022 open access in ACS Energy Letters vor. (Foto: Perowskit/CIS-Tandem-Solarzellen – © Marco A. Ruiz-Preciado, KIT) weiterlesen…

88,4 Mio. Euro vom Bund für PV

Forschungsförderung 2021

BMWK und BMBF förderten im vergangenen Jahr 487 laufende Photovoltaik-Projekte. 105 Forschungsprojekte mit rund 64,23 Millionen Euro sind neu bewilligt worden. Gegenüber dem Jahr zuvor erhöhten sich die Fördermittel für Photovoltaik-Projekte leicht, blieben jedoch unter den Ausgaben von 2019, scheibt Sandra Enkhardt am 15.06.2022 auf pv magazine. (Tabelle: Fördermittel f. PV in Mio. Euro – © Energieforschungsbericht/BMWK) weiterlesen…

Energieforschungsbericht im Kabinett

1,31 Mrd. Unterstützung

Das Bundeskabinett hat am 15.06.2022 den Bundesbericht Energieforschung 2022 verabschiedet. Der Bericht gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung und stellt die Fortschritte im 7. Energieforschungsprogramm vor. Im Jahr 2021 hat der Bund die Forschung für die Energiewende mit rund 1,31 Milliarden Euro unterstützt. Dabei hat die Bundesregierung 6.995 Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte mit 878,24 Millionen Euro gefördert und 314,42 Millionen Euro in die institutionelle Förderung des Forschungsbereichs Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren investiert. (Titel: Bundesbericht Energieforschung 2022 – © bundesregierung.de) weiterlesen…

Führende Klimawissenschaftler fordern globale Partnerschaft

…um zukünftige Regenfälle vorherzusagen und dem Klimawandel wirksamer entgegenzutreten

Neun weltweit führende Klimawissenschaftler haben einer Medienmitteilung vom 16.06.2022 zufolge zu umfangreichen internationalen Investitionen aufgerufen, um eine neue Generation von Klimamodellen zu entwickeln, die grundlegende Fragen über die Vorhersagbarkeit zukünftiger Niederschläge und damit verbundenen Extremereignissen beantworten können. weiterlesen…

Klima und Meere gemeinsam schützen

IASS-Politikempfehlungen für Deutschland

Der Ozean absorbiert 20 bis 35 Prozent der von Menschen verursachten CO2-Emissionen, was ihn global betrachtet zur signifikantesten CO2-Senke macht. Eine neue IASS-Studie widmet sich dem Konzept des „Blue Carbons“: Der Begriff steht für Kohlenstoff, der im Ozean und in Küstenökosystemen gespeichert ist. weiterlesen…

Katalysator aus heißem Wasser

Produktion organischer und anorganischer Substanzen mit umweltfreundlicher Methode in einem Vorgang

Bei der Herstellung chemischer Substanzen werden normalerweise umweltschädliche Lösungsmittel verwendet. Nachdem es der Arbeitsgruppe von Prof. Miriam Unterlass, Professorin für Festkörperchemie an der Universität Konstanz, gelungen ist, erstmals organische Stoffe schadstofffrei durch das Erhitzen in heißem Wasser herzustellen, kann sie nun einen weiteren Erfolg verbuchen: Es ist ihr gelungen, mittels dieser sogenannten Hydrothermalsynthese im selben Reaktionsgefäß gemeinsam organische und anorganische Stoffe zu bilden und miteinander zu verbinden. Konkret: einen anorganischen Festkörper, der organische Farbmoleküle umschließt. Das hybride Material funktioniert bei Lichteinfluss wie ein Katalysator, der als Festkörper mehrfach einsetzbar ist. Mit Licht als Energiequelle kommt als weiterer Vorteil die umweltfreundlichste Ressource überhaupt zum Einsatz. (Foto: Symbolbild Chemie-Labor – © bdyczewski, pixabay.com) weiterlesen…

Stabile Stromnetze und eingefangenes CO2

Zwei Doktorarbeiten aus Elektrotechnik und Maschinenbau erhalten Gebrüder-Eickhoff-Preis

Die beiden Doktorarbeiten, die dieses Jahr mit dem Gebrüder-Eickhoff-Preis ausgezeichnet wurden,, sehen sich dem Klimaschutz verpflichtet: Johnny Chhor hat in seiner Arbeit an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Ruhr-Universität Bochum Netzstromrichter optimiert, die unter anderem umweltfreundlich gewonnenen Strom stabil und sicher ins Netz einspeisen helfen. Tobias Neumann hat sich an der Fakultät für Maschinenbau mit einem vieldiskutierten Thema befasst: CCS. Der Preis wurde am 10.06.2022 übergeben. weiterlesen…