Braunkohlereserve nur letzte Wahl

Grünen-Anfrage: Aktueller Stand Strommarktgesetz und Kohlereserve

Die Bundesregierung reagiert in Sachen Braunkohle zunehmend sensibel: Sie versteht – wie sie in ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/6141) schreibt – jetzt den Einsatz der Braunkohlekraftwerke, die in die sogenannte Kapazitätsreserve eingebracht werden sollen, lediglich als „ultima ratio“. Diese Braunkohlekraftwerke sollen nur dann angefahren werden, wenn es trotz freier Preisbildung am Strommarkt „keinen Ausgleich von Angebot und Nachfrage geben sollte und keine anderen Maßnahmen zur Verfügung stehen, um eine Gefährdung oder Störung der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems zu beseitigen“. Die Braunkohlekraftwerke würden vor allem erst dann eingesetzt, wenn die Gefährdung oder Störung der Stromversorgung nicht durch den Einsatz der Netz- oder Kapazitätsreserve beseitigt werden könne. (Nach hib/HLE) – Solarify dokumentiert das Frage- und Antwortspiel in der Vorabfassung – sie wird später durch die lektorierte Version ersetzt. weiterlesen…

Japan setzt auf Wasserstoff

DLR-Energieblog: H2-Welt Japan

Mit Solarenergie lässt sich mehr als nur Strom generieren. Die Energie der Sonne kann auch zur Herstellung chemischer Energieträger, sogenannter Solar Fuels, genutzt werden. Japans Regierung setzt mit einem ehrgeizigen Energieprogramm massiv auf den Energieträger Wasserstoff. Bis 2030, so die Vorgabe des japanischen Ministeriums für Wirtschaft, Handel und Industrie METI, soll massenweise Wasserstoff für die große Volkswirtschaft zur Verfügung stehen und genutzt werden. Die japanische Regierung will ihr Land, das über keine eigenen fossilen Energieressourcen verfügt, so unabhängiger vom Import von Öl und Kohle machen und gleichzeitig die Ziele des Kyoto-Protokolls erreichen – schreibt Dorothea Bürkle in den DLR Blogs. weiterlesen…

Mit der Sonne durch Australien

Hochschule Bochum startet mit ThyssenKrupp SunRiser bei Solarauto-WM

Ausschließlich solar angetrieben, haben sich am 18.10.2015 im Rahmen der World Solar Challenge 42 Solarfahrzeuge auf die 3.000 Kilometer lange Strecke von Darwin im Norden Australiens nach Adelaide im Süden begeben. Das traditionsreiche Sonnenrennen durch das australische Outback gilt als härteste Bewährungsprobe für sonnenangetriebene Fahrzeuge. Solarify berichtete im Juli 2015 über die Präsentation des SunRisers. weiterlesen…

Biokerosin aus Algen

Produktion von chemischen Wertstoffen

Ein weltweit einmaliges Technikum für die Algenzucht hat die Technische Universität München (TUM) in Kooperation mit der Airbus Group auf dem Ludwig Bölkow Campus in Ottobrunn südlich von München aufgebaut. Hier sollen effiziente Verfahren zur Produktion von Biokerosin und chemischen Wertstoffen aus Algen erforscht werden. weiterlesen…

Streit um EEG-Umlage und Strompreise

Gabriels „Wunschdenken“

Industrie und Grüne in seltener Einigkeit – sonst gehen die Meinungen weit auseinander: Beide machen Bundeswirtschaftsminister Gabriel für die steigende EEG-Umlage und damit für die angeblich teurer werdende Energiewende verantwortlich. BDI-Präsident Grillo warf ihm wegen des Anstiegs der Ökostrom-Umlage auf Rekordhöhe „Wunschdenken“ vor. „Die hohe Belastung des Produktionsfaktors Strom gefährdet unsere Industrien“, sagte Grillo. Die Umlage steigt zwar nur um 3 Prozent – allerdings auf das Rekordhoch von 6,354 ct/kWh. weiterlesen…

Stromnachfrage rückläufig

ISI-Prognose der EEG-Umlage 2016

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI prognostiziert in einer Studie die Entwicklung des bundesweiten Letztverbrauchs für den Zeitraum von 2016 bis 2020. Die Untersuchung im Auftrag der deutschen Übertragungsnetzbetreiber analysierte darüber hinaus die EEG-Umlagezahlungen zur Refinanzierung des Ausbaus regenerativer Energien. Zentrale Erkenntnis: der Letztverbrauch wird von etwa 463 TWh (2014) bis 2016 auf etwa 460 TWh absinken (2020: rund 446 TWh), wobei der nicht-privilegierte Anteil, auf den die volle EEG-Umlage entrichtet werden muss, auf etwa 356 TWh absinkt. weiterlesen…

Zahlenspielerei EEG-Umlage

energie neu denken: Was könnte sinnvolle Politik für eine gerechte Energiewende erreichen?

Das Internetportal energie neu denken („für den bürgernahen Ausbau der Erneuerbaren Energien“) merkt zur Umlage-Debatte an: „Die EEG-Umlage steigt. Das liegt vor allem an den niedrigen Börsenpreisen für Strom und an den vielen befreiten Industrieunternehmen. Gabriel hatte also Unrecht. Er hat die Kostendynamik der EEG-Umlage nicht durchbrochen, wie er immer wieder behauptet. Dabei hatte er alle Möglichkeiten in der Hand.“ Solarify dokumentiert die kritischen Anmerkungen. weiterlesen…

BEE: Entlastung für Stromkunden 2016 möglich

„Fallende Börsenstrompreise müssen an Stromkunden weiter gegeben werden“

Der BEE erwartet trotz der Rekord-EEG-Umlage sinkende Strompreise:  „Trotz leicht steigender EEG-Umlage sollte der Strompreis 2016 sinken; dank gefallener Börsenstrompreise ist dieser Spielraum vorhanden“, kommentiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) am Tag der Bekanntgabe der Umlage durch die Netzbetreiber und bekräftigt: „Die fallenden Börsenstrompreise müssen an die Stromkunden weiter gegeben werden.“ Nach Berechnungen des BEE könnte ein Drei-Personen-Haushalt (mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden) um 8,40 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer im nächsten Jahr entlastet werden. weiterlesen…

Fell: Erhöhte EEG-Umlage 2016 Ergebnis falscher Regierungspolitik

„Scheinheilig und falsch“

Die offizielle Bekanntgabe der EEG-Umlagesteigerung hat die üblichen Kritiker Erneuerbarer Energien auf den Plan gerufen. Mehrere Politiker der Unionsfraktionen kritisieren erneut die „Kostenexplosion“ in Verbindung mit dem Zubau Erneuerbarer Energien. Hans-Josef Fell kritisiert. weiterlesen…