Neues Wertstoffgesetz in der Kritik

BMUB will Recyclingquoten erhöhen – VKU kritisiert Festhalten am dualen System

Das Bundesumweltministerium strebt deutlich höhere Recyclingquoten an. Mit dem Arbeitsentwurf eines Wertstoffgesetzes will das Ministerium „unter anderem dafür sorgen, dass mindestens 72 % der Kunststoffabfälle, die bei privaten Haushalten anfallen, als Rohstoff weiterverwendet werden“. Die Sammlung und das Recycling von Wertstoffen sollen deshalb „noch effizienter und einfacher werden“. Katherina Reiche vom VKU kritisiert, dass mit dem  dualen Systemen „ein intransparentes und ineffizientes System weiter gefördert werden“ solle, das kurz vor dem Kollaps gestanden habe und nur eine magere Recyclingquote erreiche. weiterlesen…

Wetter/Ruhr: Zweiter Klimafolgenaufwandsbericht

Klimawandel wird teuer

Vor einem Jahr berichtete Hans-Josef Fell, Präsident der Energy Watch Group (EWG), über den Klimafolgenaufwandsbericht der lokalen Agenda 21 der Stadt Wetter an der Ruhr (solarify.eu/klimaschaeden-dokumentieren), der exemplarisch die Kosten des Klimawandels auf lokaler Ebene aufzeigt. Nun ist der Nachfolgebericht erschienen und macht erneut die Folgen der Erderwärmung greifbar. weiterlesen…

Dürren durch Verschiebung der Tropen

Eine Studie von Berner Klimatologen zeigt Zusammenhänge zwischen wandernten Tropen und extremen Trockenperioden

Eine Reihe von trockenen Sommern führte zwischen 1945 und 1954 in Mittel- und Südeuropa zu Totalausfällen der Ernte, darauf folgten feuchte Sommer. Umgekehrt gab es zur selben Zeit im Sahelraum regelmäßig Niederschläge, während der Sahel dreißig Jahre später von tödlicher Dürre heimgesucht wurde. Dass diese und weitere klimatischen Extrem-Ereignisse miteinander zusammenhängen, zeigt eine in der Zeitschrift Nature Geoscience publizierte Studie. Ein Team um den Klimatologen Stefan Brönnimann der Universität Bern erstellte neue Datensätze zur atmosphärischen Zirkulation in dieser Periode. Diese Daten zeigen, dass der gesamte tropische Gürtel zwischen den 40er und den 70er Jahren südwärts wanderte – und somit auch Dürren verursachte. weiterlesen…

USA: Mit Selbstverpflichtungen gegen Rep-Widerstand

Obama macht Klimafortschritte

US-Präsident Obama hat im Kampf gegen den Klimawandel weitere wichtige Großunternehmen gewonnen. Insgesamt sind bis jetzt 81 Konzerne entsprechende Selbstverpflichtungen eingegangen, schreibt die FAZ unter Berufung auf die Financial Times. Neu unter anderem: die Energiesparte der Investmentfirma Berkshire Hathaway von Multimilliardär Warren Buffet, der Computerchip-Hersteller Intel, Procter & Gamble, General Electric, der Pharmazie- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson, der Schokoladenfabrikant Hershey sowie 65 weitere Unternehmen sagten zu, den CO2-Ausstoß bis 2020 zu halbieren – manche wollen den Wasserverbrauch um 80 % senken. Ölkonzerne wie ExxonMobil und Chevron machen (natürlich) nicht mit. weiterlesen…

Klima, Krieg und Flucht

Als hätten wir es nicht gewusst Blutzoll der fossilen Energieträger Jede Sekunde flieht ein Mensch vor Klimafolgen von Gerhard Hofmann Nachdem die Fotografin Nilüfer Demir am 02.09.2015 die Leiche des dreijährigen Aylan Kurdi am Strand von Bodrum entdeckt hatte, sagte sie später, „gefror mir das Blut in den Adern. Das Einzige, was ich tun konnte, weiterlesen…

Bonner Klimaringen

Das Klima verträgt keinen Aufschub mehr

Sechs Wochen vor dem Pariser Klimagipfel ringen seit dem 19.10.2015 in Bonn 1.000 Diplomaten und Experten um einen Entwurf für das neue Klimaschutz-Abkommen, das dem Kyoto-Protokoll folgen soll.  Die UN-Konferenz soll bis Freitag viele Streitpunkte eines Vertrags-Entwurfs beraten und ausräumen, der im Rahmen der großen UN-Klimakonferenz COP21 Anfang Dezember in Paris von mehr als 190 Staaten beschlossen werden soll. weiterlesen…

Vattenfalls Braunkohle soll in Stiftung überführt werden

Greenpeace Nordic meint es ernst: Schwedische Umweltschützer reichen „Statement of Interest“ ein

„Alles nur ein PR-Gag“, mutmaßten Journalisten. „Nein“, sagt Greenpeace Nordic und hat seine formelle Interessensbekundung bei Vattenfall eingereicht, um sich für den Kauf der Tagebaue in Brandenburg zu bewerben. Die preislichen Vorstellungen sind allerdings ungewöhnlich: Die Umweltschützer haben ausgerechnet, dass Vattenfall – wegen der Folgekosten des Braunkohleabbaus – zwei Milliarden Euro draufzahlen muss. weiterlesen…

Preis für Schönauer Energierebellen

EWS-Gründerehepaar Sladek gewinnt Innovationspreis

Die Energiewende-Pioniere Ursula und Michael Sladek, Gründer des Elektrizitätswerke Schönau, sind mit dem Baden-Badener Innovationspreis ausgezeichnet worden. Am 16.10.2015 erhielten sie im Rahmen der Gala des Internationalen Wirtschaftsforums in Baden-Baden den Preis. In einer Videobotschaft würdigte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schönauer als die „wahren Pioniere der Energiewende“. weiterlesen…

Informierte Mieter heizen effizienter

Zwischenergebnis im dena-Praxistest zeigt: Monatliche Verbrauchsinformation wirkt

Mieter, die monatlich über ihren Heizungsverbrauch informiert werden, benötigen im Durchschnitt 16 Prozent weniger Energie als Mieter, die keine regelmäßige Heizinformation erhalten. Das ist das zentrale Ergebnis des zweiten Zwischenberichts im Modellvorhaben „Bewusst heizen, Kosten sparen“, der am 19.10.2015 an Bundesbauministerin Barbara Hendricks in Berlin übergeben wurde. Das Pilotprojekt wird von der Deutschen Energie-Agentur (dena) gemeinsam mit dem Energiedienstleister ista, dem Deutschen Mieterbund und dem BMUB durchgeführt – so eine gemeinsame Pressemitteilung der dena mit Bundesbauministerium.
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Umstrittene AKW-Subventionen

Chinesische Investoren verringern offenbar Einsatz für Hinkley Point C

Chinesische Atomkonzerne verringern offenbar ihr finanzielles Engagement beim umstrittenen AKW-Projekt Hinkley Point C. Anders als geplant wird beim morgen (20.10.2015) beginnenden Staatsbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Großbritannien laut Medienberichten keine offizielle Investitionsvereinbarung zwischen der britischen Regierung und chinesischen Investoren für den Bau des Atomkraftwerks im Südwesten Englands unterzeichnet. Und die Investitionen werden laut Greenpeace Energy um ein Viertel gekürzt. weiterlesen…